Solidaritätsfest der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“

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Am vergangenen Samstag, den 19. April, hatten Kumpel aus verschiedenen Städten des Ruhrgebiets nach Gelsenkirchen in die Horster Mitte zu einem Solidaritätsfest eingeladen.
Für die im letzten Jahr in Peru durchgeführte internationale Bergarbeiterkonferenz wurde eine internationale Bergarbeiterkoordinierungsgruppe gewählt, die nun die Vorbereitung der für 2017 geplanten zweiten internationalen Bergarbeiterkonferenz in Angriff nimmt. Diese wird voraussichtlich in Indien durchgeführt werden.
Die Berichte der Gäste aus Lateinamerika waren ein beeindruckendes Highlight dieses Solidaritätsfestes. Denn hier wurde deutlich, dass die Kumpel weltweit vor den gleichen Problemen stehen: Den Kampf zu führen gegen die internationalen Bergbaukonzerne, die rücksichtslos nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur ausbeuten. So, wenn z.B. durch einen gigantischen Tagebergbau die Lebensgrundlagen in den Ländern dort zerstört werden. Oder wenn kämpferische Kumpel nicht nur mit Unterdrückungsmaßnahmen zu rechnen haben, sondern auch verfolgt oder sogar ermordet werden.

Ein zweites wichtiges Anliegen war die Solidarität mit den kämpferischen Bergleuten, wie auch Bergmann Christian Link.
Der Gelsenkirchener Bergmann ist als Umweltreferent für „Kumpel für AUF“ aktiv. Öffentlich weist er auf die Gefahren der von der Ruhrkohle AG (RAG) teilweise bereits begonnenen Aufhebung der Grundwasserabsenkung hin.
Da seit den 1980er Jahren mindestens 1,6 Millionen Tonnen Sondermüll, davon mindestens 600.000 Tonnen hochgiftige Filterstäube aus Müllverbrennungs- und Industrieanlagen, in stillgelegten Bergwerksstollen entsorgt wurden, besteht die Gefahr, dass das aufsteigende Grubenwasser die Giftstoffe löst und mit dem Grundwasser vermischt. Somit besteht auch die Gefahr, dass die Giftstoffe in unser Trinkwasser gelangen.
Die Ruhrkohle AG hatte am 30. Januar dieses Jahres ein Anfahrverbot gegen Christian Link ausgesprochen, um ihn zum Schweigen zu bringen.

Auch in der Zeche Zollverein wurden seinerzeit giftige Stoffe eingelagert, zudem sind die Schachtanlagen durch die gemeinsame Wasserversorgung untereinander so verbunden, dass das gesamte Ruhrgebiet bis zur Grenze zu den Niederlanden durch diese giftige Brühe im Grundwasser bedroht werden kann, wenn nicht sofort die Wasserhaltung auf mindestens 1000 Meter Tiefe beibehalten wird und sofort auch die Giftstoffe in ausgewiesenen Sondermülldeponien fachgerecht entsorgt werden.

Da Christian Link aber seine Aufgaben als Betriebsrat wahrnehmen muss, klagt er nun in zweiter Instanz gegen die RAG vor dem Arbeitsgericht in Hamm.
Dieser ist am 25. April 2014, 9 Uhr, Saal 6, Erdgeschoss, im Landesarbeitsgericht Hamm, Marker Allee 94, 59071 Hamm. „Essen steht AUF" unterstützt Christian Link als auch den Zusammenschluss der internationalen Bergarbeiterbewegung.

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