Aufwändige Zuwendung für 40 Essener - Kai Gehring Grüne MdB zeigt klare Kante
Stürmische Zeiten in Berlin

Kai Gehring, Mitte vorn,Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule der Grünen im Bundestag, bot 40 Gästen ein politisch packend-berührendes Programm an.
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  • Kai Gehring, Mitte vorn,Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule der Grünen im Bundestag, bot 40 Gästen ein politisch packend-berührendes Programm an.
  • Foto: Bundespresseamt
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Bremst Orkan Sabine die Zug-Fahrt nach Berlin von 40 Essenern? Saust Sabine wie von Sinnen? Nö. Verlass ist auf die Bahn! 528 Kilometer - teilweise mit 250 km/h gen Berlin. Sagenhaft pünktlich. Plötzlich spannt ein Mann auf dem vollen, überdachten Bahnsteig einen bunten Riesenschirm auf. Na? Unser bunter 4-Tage-Reisebegleiter: Hoch-Spannung mit Stefan Luckas. Nicht nur...

Rein in den Bus. Luckas legt los: „Jeder Bundestagsabgeordnete hat die Gelegenheit, 3 x im Jahr politisch Interessierte einzuladen. Im Jahr kommen wir auf 120000 Gäste.“ Boh, Bahnhof Berlin „spuckt“ täglich 300000 Besucher aus. Klingt viel, liegt aber hinter München, Frankfurt, Köln, Hamburg.

Unsere Begleiter wechseln: Stefan, Rene, Tristan füttern uns mit Zahlen, Fakten 

3,5 Millionen Besucher besichtigen im Jahr den Berliner Zoo, den artenreichsten der ganzen Welt. Tja, Berlin hat über 40 % Grünfläche – Parks, Bäume…In Berlin gibt es immer mehr Radfahrer. „Eine Katastrophe herrschte noch in der 80-er Jahren. Keine Fahrradwege. Grüne wurden belacht – als sie die Forderung stellten. Das änderte sich gewaltig - das Rad als Verkehrsmittel ist anerkannt. Doch hat sich Berlin als Fahrradstadt noch nicht ganz durchgesetzt wie beispielsweise Kopenhagen“, bilanziert Luckas.
Der Bus durchkreuzt Kreuzberg 36 - Kreuzberg 61. Klartext von Tristan: „In 36 klaut man den Mercedes; in 61 kauft man den Mercedes.“ Wir sausen an der Schuldenuhr vorbei: 1.129000000
Vormerken: Großberlin ist 100 Jahre alt. Gefeiert mit Ausstellungen, Festlichkeiten. Los geht’s ab März.
Wir überfahren den Todesstreifen an der Spree…

Gänsehaut bei der Führung von Gilbert Furian, Höhenschönhausen – Ex-Stasi-Gefängnis
„Ich war der 36. Häftling 1985.“ Weshalb? „1982 machte ich Interviews mit Punks“. Er zeigt den Beobachtungsbericht: „11.35 Uhr, Schreiber setzte sich in U-Bahn… im Minutenabstand wurde ich beobachtet, alles notiert. Verhaftet.“ Im Gefängnis mit Mördern saß er zwei Jahre - zwei Monate. „Bei Einlieferung - alles ausziehen; Männer wie Frauen. Alle Körperöffnungen wurden untersucht… Mein Name war ‚314-1 kommen Sie bitte‘. Sein erlernter Beruf: Verkehrskaufmann. Wie übersteht man die Erniedrigungen? „Ich bin der Sieger!“

Diskussion im Fraktionssaal mit Kai Gehring MdB,
der alle Hände voll zu tun hat – nämlich 89-90 Stunden-Woche. Dabei unterstützt ihn sein mehrköpfiges Team. Was ihn antreibt? „Als Arbeiterkind aus dem Kohlenpott haben mich ungleiche Chancen und Rechte politisiert und zu den Grünen gebracht. Als Kämpfer für eine gerechte, offene und respektvolle Gesellschaft engagiere ich mich seit 1998 bei Bündnis 90/Die Grünen – zunächst bei der Grünen Jugend NRW, die ich mitgegründet habe.“ Heiße Themen, Diskussionen folgen  -wie Dammbruch in Thüringen...

Führungen durch die Dauerausstellung „Tränenpalast“; NS-Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“. Führung im Schwulen Museum.

Besuch der Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Thomas Künstler, Referent, schafft einen sehr bunten Rückblick auf 40 Jahre Grüne. Aktuell: „Wir arbeiten an einem neuen Grundsatzprogramm. Veröffentlichung April per online.“

„Nachlese“ der hochinteressanten aufwühlenden „Tatort“-Auslese
Reinhard Mielke resümiert: „Der Besuch bei Kai Gehring stand stark unter dem Einfluss der Tagespolitik: Rücktritt von AKK und die schwierige Regierungsbildung in Thüringen.
Beim Besuch in der Bundesgeschäftsstelle kam die breite Palette der Politik (Innenpolitik) zur Sprache. Die Ideen faszinierten, wie man in der Bundespartei sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“
Doris Eisenmenger, Fraktionsvorsitzende Grüne Essen BV III, gesteht: „Highlight war aufgrund der aktuellen Ereignisse in Thüringen der Besuch von Kai Gehring. Hier sprachen wir hauptsächlich über die Abgrenzung der Grünen zur AFD. Der Abgeordnete nahm die Ängste der Gäste vor dieser Partei sehr ernst, beantwortete die Fragen sehr klar und deutlich.“
Frank und Silvia Lange bezüglich der Ausstellungen „Topografie des Terrors“ und Gedenkstätte Deutscher Widerstand: „Es hat uns gezeigt, wie gefährlich rechte Strömungen sein können und zusammen mit dem der Gedenkstätte begreift man noch eindrücklicher, wie wichtig es ist, sich solchem Gedankengut immer aufs Neue entgegen zu stellen. Menschlich tief bewegt sind wir den Ausführungen eines Ex-Insassen des Stasigefängnisses gefolgt, seine präzisen, realistischen Erzählungen über diese Zeit haben uns sehr bedrückt.“
Ellen Dewald spontan: „Sehr informatives Programm; es bot viele Denkanstöße. Nachhaltig befremdete mich der Teil einer Biografie im Schwulen Museum. Dokumentiert: „Lustvoller Erwerb einer Immunschwäche…“ Hört sich für mich fast positiv an. Neu für mich ist, dass es eine Gruppierung „Grüne Alte“ gibt. Sehr positiv!“
Benedikt Rommeler,18: „Man hat Berlin von einer anderen Seite kennengelernt, interessante - berührende Orte; mit Zeitzeugen. Lohnenswert - für alle Generationen.“
Ruben Wippermann, 18: „Die Fahrt, äußerst lehrreich, bot die Möglichkeit, sich mit vielen Gleichgesinnten auszutauschen. Grandios, es gab Denkanstöße. “

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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