Bezirksvertretung III
Tierschutzpartei stellt Ideen und Visionen für Haarzopf vor

Ratsherr Manfred Gunkel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion Tierschutzpartei/SLB im Rat der Stadt Essen, Spitzenkandidat für die Bezirksvertretung III.
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  • Ratsherr Manfred Gunkel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion Tierschutzpartei/SLB im Rat der Stadt Essen, Spitzenkandidat für die Bezirksvertretung III.
  • hochgeladen von Elisabeth Maria van Heesch Tierschutz Essen

Zur Kommunalwahl am 13. September tritt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz in allen 41 Wahlbezirken mit eigenen Kandidatinnen und Kandidaten an. Für den Kommunalwahlbezirk 11 Haarzopf/Fulerum kandidiert der Berufschullehrer Manfred Gunkel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion Tierschutz/SLB im Rat der Stadt Essen sowie stimmberechtigtes Mitglied im Jugendhilfeausschuss und Integrationsrat. Für den engagierten Umweltschützer und zugleich Mitglied von Initiativen gegen den Freiflächenverbrauch sind Klima- und Tierschutz wichtige Anliegen. Als Vater drei erwachsener Töchter liegen ihm Bildungschancen sowie Interessen und Partizipation von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen.

Das Interview

Als Kandidat bin ich eine gute Wahl, weil ...
ich authentisch, engagiert, kommunikativ, offen, vielseitig und berufstätig bin.

Haarzopf und Fulerum sind lebens- und liebenswert, weil …
die Menschen hier engagiert sind, gemeinsame Feste veranstalten und feiern, die Flüchtlinge hier aufgenommen wurden, es noch viele Freiflächen und Frischluftschneisen gibt, Obstwiesen und Erdbeerfelder da sind, Haustiere Auslaufmöglichkeiten haben, Spazier- und Wanderwege direkt vor der Tür liegen, hervorragende Aussichtspunkte (z. B. Beekmannsweg) vorweist, in der Neuen Mitte eine gute Nahversorgung im konsumtiven und medizinischen Sinne vorhanden ist, Schrebergärten das Stadtteilbild bereichern, der Halbachhammer gut zu erreichen ist, die Durchfahrt durch das Nachtigallental für den Autoverkehr gesperrt ist, Freiräume für Kinder vorhanden sind.

Wie hat sich Ihr Leben – und Ihr Wahlkampf – durch die Corona-Krise verändert?
Zunächst waren der Kontakt zu meinen Töchtern und Freunden sehr eingeschränkt. Es fehlte mir in den ersten Wochen die persönliche Begegnung wie z. B. beim Stammtisch. Der Ersatz durch Videokontakte mit meinen Schülerinnen und Schülern konnte dies nicht hinreichend ausgleichen. Die Beziehungsarbeit in Lernprozessen wurde arg gehindert. Meine Schule hat in Bezug auf den Digitalisierungsprozess herausragende Möglichkeiten.
Der Wahlkampf begann durch das Sammeln der Unterstützerunterschriften sehr früh. Es erwies sich als schwierig, fremde Personen anzusprechen. Wie soll man jemand ansprechen, wenn das Gesicht halb verdeckt ist? Dies gilt bis heute. Da sind Zurückhaltung und Achtsamkeit gefordert. Die Kontaktaufnahme wird durch die Coranaschutzmaßnahmen auf jeden Fall erschwert.

Wie wollen wir die Herausforderungen der Klima-Krise meistern?
Meistern? Eher sich stellen! Zunächst müssen die Freiflächen und klimarelevanten Flächen unbedingt erhalten bleiben. Daher mein Engagement auch in den nacheinanderfolgenden drei BIs zum Erhalt der Freiflächen in Haarzopf und Fulerum, aber auch stadtweit wie z. B. in Bedingrade und Schönebeck oder städteübergreifend in Mülheim Heimaterde. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war die einzige Fraktion, die den Forderungen der BI voll umfänglich zugestimmt hat.
Die Vitalität der Bäume und des Waldes muss permanent erfasst werden. Vor einem Abholzen müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, wie z. B. das
Anpflanzen von großkronigen Bäumen, der Schutz der Bäume vor Schäden an dem unteren Stamm, der fachgerechte Schnitt von Bäumen ohne Beschädigung des Stammes, durch ausreichende und hinlängliche Bewässerungssysteme (wie jetzt in der Nieberdingstraße mit Baumrigolen).
Ebenso muss das Straßenbegleitgrün insektenfreundlich gestaltet werden. Die Blumenvielfalt werden sowohl Mensch als als auch Tier erfreuen. Ich kämpfe um und für jeden Baum wie z. B. in der Mörikestraße
Die Bewohner/innen sollten sich von den vermeintlich pflegeleichten versteinerten Gärten und Vorgärten trennen und diese wieder natürlicher gestalten. Dazu wird eine immense Überzeugungsarbeit notwendig sein.
Dach- und Fassadenbegrünungen sollten mit einem finanziellem Anreizsystem gefördert werden ebenso Photovoltarik- und Solaranlagen. Die Nutzung von Wasserstoff, wie im Stadtteil 51 vorgesehen, muss stadtweit ermöglicht werden. Die Ziele des modal split sind mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen.

Flächenfraß contra Wohnungsmangel: Wie lässt sich dieser Widerspruch im Essener Westen lösen?
Ist der vermeintliche Wohnungsmangel überhaupt vorhanden? Die Zahlen wurden von 16.000 fehlenden Wohnungen auf mittlerweile 6.400 gesenkt. Die propagierte wachsende Stadt wurde bisher nur in einem quantitaven Sinne verstanden und nicht in einem qualitativen. Durch Erfassen von Freiräumen in einem Baulückenkataster, welche wir als einzige Partei im Rat gefordert haben, werden Räume genannt, wo Wohnungen gebaut werden können ebenso durch das Aufstocken von Häusern (wie z. B. in der Mörikestraße geschehen) und die Umwidmung von gewerblich genutzten Räumen kann der Bedarf weitreichend gedeckt werden. Die Neubaugebiete im Essener Süden werden nicht dafür sorgen, dass der Bedarf in Essen gedeckt wird, weil diese zumeist sehr teuren Wohneinheiten von Menschen außerhalb von Essen gekauft oder gemietet werden, weil es halt in Düsseldorf alles viel teurer ist.

Der Bezirk III und der Verkehr – Wie soll der modal split erreicht werden?
Es geht vorrangig darum, den Radverkehr mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen. So muss der Radweg an der Fulerumerstraße entlang des Friedhofes bis zu Wickenburg durchgängig verlängert werden, ebenso auf der Mülheimerstraße, Hatzperstraße und Humboldtstraße.
Der ÖPNV hat mit vier Buslinien und einem Bürgerbus ab Erbach gute Voraussetzungen. Es gibt Wünsche aus der Bürgerschaft insbesondere auf eine Taktverdichtung gerade in den Abendstunden und eine Modifizierung von Strecken (z. B. sollte Schley angefahren werden).

Müll – Wie werden wir des Müllproblems Herr bzw. Frau im Bezirk III?
Da sind die Parkanlagen i.d.R. am meisten von betroffen. Das geforderte Grillverbot bedingt zugleich ein Schaffen von Grillmöglichkeiten, die jedoch die Auflage haben, den Grillplatz frei von Müll zu hinterlassen. Im Bürgerdialog sollten geeignete Plätze festgelegt werden. Seitens der Verwaltung müssen hinreichend große Behälter bereitgestellt sowie die Frage von WC-Nutzungen geklärt werden. Die Leerungs- und Reinigungsintervalle müssen geeignet angepasst sein.

Ratsherr Manfred Gunkel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion Tierschutzpartei/SLB im Rat der Stadt Essen, Spitzenkandidat für die Bezirksvertretung III.
Autor:

Elisabeth Maria van Heesch Tierschutz Essen aus Essen

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