Bibliotheksstärkungsgesetz versetzt Berge: "Chance nutzen"
Treffpunkt Bibliotheken bald sonntags...

Detlef Stein mit Mika li. und Juna haben sich mit frischem "Lesefutter" versorgt. Wäre das bald auch sonntags möglich?
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  • Detlef Stein mit Mika li. und Juna haben sich mit frischem "Lesefutter" versorgt. Wäre das bald auch sonntags möglich?
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Büchereien sollen durch das Land finanziell gestärkt werden. Wow! Somit ihren Dienst auch sonntags anbieten - damit Interessierte in diesen Räumen mehr Muße, Zeit finden, um dort zu zu Plauschen, Ideen und Bücher auszutauschen...Klingt euphorisch?  Wir hakten nach bei Klaus-Peter Böttger, Leiter der Stadtbibliothek. Änderung von jetzt auf gleich auch in Stadtteil-Bibliotheken...?

„Bislang war es aufgrund arbeitszeitrechtlicher Vorschriften Öffentlichen Bibliotheken nicht erlaubt – anders als etwa kirchlichen Büchereien und wissenschaftlichen Präsenzbibliotheken – sonntags zu öffnen und mit Fachpersonal diese Dienstleistung anzubieten.Das NRW-Bibliotheksstärkungsgesetz ermöglicht es den Öffentlichen Bibliotheken nun, dies zu tun. Es besteht aber kein Zwang, dies zu tun und wird sicherlich von lokalen personal-organisatorischen, finanziellen Möglichkeiten sowie Bedarfen abhängen, ob und in welchem Umfang eine Sonntagsöffnung möglich und sinnvoll ist."

Meine Sichtweise und Strategie für die Stadtbibliothek Essen sieht so aus:

"Dass wir ab dem Frühjahr in der Zentralbibliothek zusätzliche Öffnungszeiten an Wochentagen (nicht Sonntag) in Form des open-library-Konzeptes (kurz: Öffnungszeiten nur mit automatisierten, aber nicht personellen Dienstleistungen) anbieten werden. Diese Erfahrungen werden wir auswerten.Dann kann man sehen, ob dies eine Möglichkeit auch für Stadtteilbibliotheken ist, weitere zusätzliche Öffnungszeiten, wie z. B. in Bielefeld, Köln und Hamburg praktiziert, anzubieten. Dies erfordert in der Regel einen investiven Kostenaufwand für Selbstverbuchung, Videoanlage u.ä. in Höhe von ca. 25 – 30 TSD €.
Persönlich sehe ich keinen so großen Bedarf in allen Stadtteilbibliotheken, was eine mit Fachpersonal am Sonntag besetzte Öffnungszeit betrifft. Primär wäre es dann zunächst die Zentralbibliothek. Hier könnte ich mir Bedarf vorstellen. In welchem Umfang und mit wie viel erforderlichem Personal und damit finanzieller Mehrkosten zu rechnen ist, kann ich derzeit noch nicht sagen, sitze aber an einer Berechnung für verschiedene Zeitmodelle.“
Doris Eisenmenger, stellv. Bezirksbürgermeisterin BV III spontan:
„Ich unterstütze die Öffnung der Stadtbibliothek voll und ganz. Besonders in Frohnhausen, dem größten Stadtteil der Stadt in dem Bezirk III, der mit über 95.000 Einwohnern mit einer mittelgroßen Stadt zu vergleichen ist, ist die Öffnung an Sonntagen besonders sinnvoll.Stadtbibliotheken sind keine ausschließlichen Leihbüchereien, sondern ein Treffpunkt für Alt und Jung, besonders im Herbst und Winter.

Chance nutzen - für Öffnung der Bibliotheken sonntags einsetzen
Familien können diesen Treffpunkt an Sonntagen nutzen - Eltern, Kinder und Großeltern - die den Kindern dann u. a. liebevoll vorlesen. Die ruhige und entspannte Atmosphäre an Sonntagen, ohne Arbeits- und Schulstress, ermöglicht ein besonderes, ruhiges Einführen in die Literatur, die unter dem Alltagsstress beschwerlich ist.Die Zeit reicht auch über den Lesestoff zu diskutieren, das führt die Familien auf eine besondere Weise zusammen. Wir sollten die Chance nutzen und uns für die Öffnung der Bibliotheken einsetzen.“

Detlef Stein mit Mika li. und Juna haben sich mit frischem "Lesefutter" versorgt. Wäre das bald auch sonntags möglich?
Am 9. Oktober 2019 hat der NRW-Landtag einstimmig das Gesetz zur Stärkung der kulturellen Funktion der öffentlichen Bibliotheken und ihrer Öffnung am Sonntag verabschiedet. Detlef Stein und Mika li. mit Juna hier in Essen-Frohnhausen am Wochentag...
Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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