Die "Power"-Psychiatrie

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Der Wickenburg-Bau zieht ins Ziel Minuten genau!

Herausragend auf der Baustelle an der Wickenburg ist der rote 500 to Mobilkran von Colonia, Spezialfahrzeuge Köln, mit 180 t Ballast und 72 m Wipp-spitze. Mit seiner Spitze überragt er haushoch den St. Augustinus-Kirchturm. Ja, hier wächst im wahrsten Sinne Tag und Nacht die Kinder- und Jugendpsychiatrie des LVR-Klinikums Essen. Ein halbes Jahr ist rum – der Rohbau steht.

Alles klappt wie am Schnürchen. Welch eine Koordination, ein Können von Kennern dahinter steckt, dafür sprechen die nachfolgende Zahlen. Harald Schamburg, LVR-Klinikum Essen, Leiter Haustechnik, perlt sie wie am Schnürchen auf…

Vom 17. Mai bis 7. Juli 2011 brachten 250 LKW mit Überbreite, sie durften daher auch nur nachts fahren, 250 Module zur Wickenburg-Baustelle. Im ersten Bauabschnitt – Therapiegebäude – wurden 75 Module gestellt, im zweiten Bauabschnitt – Stationsgebäude – 72 Module, im dritten Bauabschnitten – ebenfalls Stationsgebäude – 103 Module. Das komplette Gebäude verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 8800 qm. Die Gebäudehöhe beträgt 10,50 m.

Für den Erdaushub und die Betonarbeiten waren zwei normale Baukräne nötig.
Um die Module stellen zu können, wurde ein 500 t Kran benötigt, der nur mit einem weiteren mobilen Kran aufgebaut werden konnte. Der 500-er Riese kann eine maximale Last von ca. 40 t heben. Bei größter Auslage immerhin noch 22 t. Das Eigengewicht des Krans beträgt 396 t. Die Stell-Kosten hierfür belaufen sich auf 1.450 Euro pro Tag! Abgebaut wurde der Kran am 11. Juli.

Die Roh-Installationsarbeiten im Bauabschnitt 1 sind abgeschlossen. Estrich wird jetzt gelegt. Und nun kommen Maler, Fliesenleger . Im BA 2 wurde gerade mit den Roh-Installationsarbeiten begonnen; im BA 3 (bereits fertig), werden nun die Wände erstellt.

Das Gebäude soll planmäßig am 16. November 2011 an uns übergeben werden. Einzug ist für ca. Mitte Februar 2012 geplant.

Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage mit ca. 35 kwp (Kilowatt-Peak) installiert, die durch Sonnenenergie Strom erzeugt und ins RWE-Netz eingespeist wird. Die Heizungsanlage wird durch eine sogenannte Solarthermie-Anlage unterstützt. Dafür werden ca. 100 Bohrungen hinter dem Gebäude erstellt und Erdsonden in ca. 100 m Tiefe gebracht. Diese entziehen der Erde Wärme und unterstützen die Heizungsanlage.

Tja, eine Präzisions-Baumaßnahme mit Uhrwerk-Planung.

Fotos: Michael Gohl / West Anzeiger

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