Die Zukunft der Mobilität

Auch bei der Kettwiger „Klangspur“ machte der Renault Twizy eine gute Figur.
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  • Auch bei der Kettwiger „Klangspur“ machte der Renault Twizy eine gute Figur.
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Die Elektromobilität ist vielleicht das große Thema der Zukunft. Deswegen durften fünf Leser des STADTSPIEGELs Essen eine Woche lang vier verschiedene Elektro-Auto Modelle auf Herz und Nieren testen, die bereits jetzt auf dem Markt sind.

Die Ziele von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sachen Elektromobilität sind klar umrissen. Bis Ende des Jahrzehnts sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Doch wie fühlt sich die neue E-Mobilität an? Was für Vorteile und was für Nachteile haben Elektro-Autos? Das durften fünf Leser des STADTSPIEGELs in Zusammenarbeit mit der RWE Effizienz GmbH und den Autohäusern „smart Center Essen“ und „Autohaus Boden“ exklusiv eine Woche lang herausfinden.
Einer von ihnen ist Wolfgang Kläsener, der mit einem Renault Twizy in Essen unterwegs war. „Es war einfach unglaublich. Elektromobilität an sich ist schon etwas Faszinierendes. Geräuschlos und schadstofffrei, zumindest am Fahrzeug, das war schon eine tolle Erfahrung. Außerdem ist das Auto sehr spurtstark, da das volle Drehmoment direkt zur Verfügung steht. Man kommt also sehr schnell vom Fleck. Auch über weitere Strecken ist das Fahren durchaus möglich, obwohl das Fahrzeug natürlich keine Seitenfenster hat. Ab 40 Stundenkilometer kann es dann schon Mal zugig werden. Aber das ist systembedingt, denn eigentlich ist das ja ein Quad“, erzählt Kläsener begeistert von seiner einwöchigen Testphase.
Ähnliches weiß auch Christopher Krienke zu berichten, der den wesentlich größeren „Nissan Leaf“ testen durfte. „Man hatte ein super Fahrgefühl. Das ist irgendwie cool. Mit dem Ding schafft man sogar einen Ampelsprint gegen einen Porsche, aber das geht alles zu Lasten der Reichweite“, erklärt Krienke. Und genau hier fangen für ihn die Probleme der Elektromobilität an. „Ich persönlich bin Vielfahrer, fahre einen Diesel. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Mit einer Tankfüllung komme ich im Schnitt zwischen 800 und 1000 Kilometer weit und bei dem ‚vollgetankten‘ Elektroauto ist bei 140 bis 150 Kilometern Schluss. Ein weiteres Manko sind die Ladestationen, da muss nachgebessert werden. Ich kann mich schließlich nicht mal eben acht Stunden an so eine Ladesäule stellen. Hinzu kommt noch, dass es bei mir in Frohnhausen einfach keine Ladesäule gibt. Es soll zwar 47 Stück in Essen geben, aber ich hab mich zwischendurch schon gefragt, wo die alle sind“, so Krienke.

Weite Strecken
zu den Zapfsäulen

Weite Strecken zu den „Zapfsäulen“ waren auch das große Problem des dritten Testers im Bunde. „Bei mir in Bredeney waren es zirka zwei Kilometer bis zu nächsten Säule. Wenn man die Strecke jeden Tag absolvieren und dann noch die langen Ladezeiten abwarten muss, ist das ein immenser Aufwand“, erklärt Marco Kommenda der im „smart fourtwo electric drive“ für eine Woche auf die Straße ging. Doch nicht nur fehlende Ladensäulen stellten für den 46-Jährigen ein Problem dar. „Wenn es mehr Zapfsäulen gäbe, dann müsste die Stadtpolitik aber auch hingehen und sagen, dass an den Säulen keiner parken darf, der kein Elektroauto hat. Es nützt mir nichts, wenn ich eine Säule anfahre und die dann zugeparkt ist“, so Kommenda.
Ein Problem, das auch Frank Dorau während seines Tests des „Nissan Leaf“ kennenlernte. „Ich habe mehrere Ladestation besucht und nicht immer war die Steckdose gut zu erreichen. Häufig parkten Benzin-Autos hier, das war ärgerlich “, erzählt Dorau. Insgesamt ist sein Fazit, wie auch das der anderen Tester, sehr positiv. „Ich war sehr überrascht, wie der Wagen funktionierte. Die Lenkung ist angenehm leicht, die Beschleunigung ist fantastisch und an der Ampel ist man der ‚King‘, wenn man es möchte. Die Bremswirkung ist ebenfalls hervorragend. Kurz um - man kann mit den Nissan Leaf richtig Spaß haben“, so Dorau.
Fotos: privat

Autor:

Lokalkompass Essen aus Essen-West

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