Früchte aus dem Essener Westen
Gesundes Essen schnell gesammelt: Obst aus der Stadt

Die Brombeerhecke entlang des Parkplatzes am Bahnhof Essen-West wartet darauf, abgeerntet zu werden.
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  • Die Brombeerhecke entlang des Parkplatzes am Bahnhof Essen-West wartet darauf, abgeerntet zu werden.
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Selbstgepflücktes Obst ist für viele eine tolle Sache. Doch was tun, wenn man weder über einen Balkon noch einen Garten verfügt? Unsere Stadt hält einige gesunde Überraschungen am Wegesrand bereit, die zum Pflücken und Sammeln einladen. Wir zeigen einige Plätze, an denen Sie frisches Obst direkt pflücken können.
Ein toller Tipp, um diese Orte zu finden, ist die Website mundraub.org. Hier können Anwohner und Besucher eintragen, wenn sie Obstbäume oder -sträucher in einer Stadt entdecken und so ihr Wissen mit anderen Interessierten teilen. Dadurch wird verhindert, dass diese frei zugänglichen Nahrungsmittel ungenutzt verderben. Gleichzeitig lernen insbesondere Kinder, dass frisches Obst nicht im Supermarkt “wächst”.
Wer Kirschen mag ist im Westpark richtig. Dort steht eine alte Kirsche, die in der Saison reichlich Früchte trägt. Jetzt, im Hochsommer, ist diese Zeit bereits vorüber, im nächsten Juni lohnt sich ein Besuch, ausgestattet mit Leiter und Eimer aber auf jeden Fall wieder.
Die Haselnusssträucher entlang der Liebigstraße wurden leider in den letzten Jahren entfernt, sodass das Pflücken hier nicht mehr möglich ist.
Die Stadtteilbibliothek in Holsterhausen kann sich über den Blick auf eine Esskastanie freuen. Esskastanien sind in unseren Breitengraden noch immer eine Besonderheit. Die Früchte, auch Maronen genannt, schmecken in der Pfanne geröstet oder als Püree besonders gut.
Brombeeren verbreiten sich fast wie Unkraut und sich an vielen Stellen in unserer Stadt zu finden. Es lohnt sich stets, die Augen nach den charakteristischen Blättern und Früchten offen zu halten. Zahlreiche dieser Pflanzen finden sich beispielsweise entlang der Schederhofstraße, rund um den Westpark oder am Bahnhof Essen-West. Dort steht auch ein Holunderbaum auf einem angrenzenden Grundstück. Obwohl die Früchte bis auf den Parkplatz ragen, sind sie Privatbesitz.
Eine gute Idee kann es sein, bei Nachbarn mit Obstbäumen oder in Schrebergartenkolonien anzufragen. Insbesondere in sehr ertragreichen Jahren, wie beispielsweise im letzten Jahr, wissen viele Gärtnern kaum noch wohin mit den Lebensmitteln und freuen sich, diese in gute Hände abzugeben.
Bei der Verarbeitung von selbstgepflücktem Obst ist es wichtig, die Früchte auf Insektenbefall, zum Beispiel Würmer zu untersuchen und faule Früchte vor der Verarbeitung zu entsorgen. Es gilt zudem: Hände weg von Fallobst, denn dieses ist in der Regel überreif und kann nicht mehr verarbeitet oder genossen werden. Außerdem sollte das Gesammelte gut gewaschen werden, insbesondere, wenn es entlang stark befahrener Straßen gesammelt wurde. Der gesunde Menschenverstand gebietet es zudem, keine unbekannten Früchte zu essen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob das Gepflückte wirklich genießbar ist: Finger weg!
Extratipp: Bei einigen Sorten lassen sich eigene Pflanzen auf den Kernen ziehen - und das kinderleicht. Viele gute Anleitung dafür finden sich im Internet. Und so könnte schon im nächsten Jahr eine Kirsche auch auf Ihrem Balkon wachsen.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-Süd

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