Eine Momentaufnahme aus Altendorf und Rüttenscheid:
Handel im Wandel

Vor mehr als 100 Jahren war die Welt der Wochenmärkte noch in Ordnung. Hier ein Foto vom Frohnhauser Wochenmarkt.
  • Vor mehr als 100 Jahren war die Welt der Wochenmärkte noch in Ordnung. Hier ein Foto vom Frohnhauser Wochenmarkt.
  • Foto: Sammlung Robert Welzel
  • hochgeladen von Frank Blum

Die Geschichte der Wochenmärkte ist lang, sehr lang: Bereits um 800 wurde einer der ältesten Märkte in Esslingen am Neckar von Karl dem Großen gegründet. Und auch der Frohnhauser Wochenmarkt feierte im Jahr 2012 sein 100-jähriges Bestehen.

Doch im Jahr 2019 ist die Lage der Wochenmärkte zum Teil gar nicht mehr so rosig. Zu groß ist die Konkurrenz der Supermärkte, die ebenfalls mit Frischetheken am Start sind. Warum also noch auf den Markt gehen?
Einkaufen unter freiem Himmel ist natürlich eine echte Attraktion, mit denen die Essener Wochenmärkte punkten können. Verkaufslange Märkte mit besonderen Öffnungszeiten hingegen haben es schwer.
Ein trauriges Bild lieferte der Altendorfer Wochenmarkt am letzten Samstag. Nur eine Handvoll Stände war dort zu finden, das Angebot entsprechend begrenzt. Hut ab vor den Händlern, die da überhaupt noch Zeit und Geld investieren.
Manche Probleme sind jedoch auch selbst gemacht. Beispiel Rüttenscheider Wochenmarkt am letzten Samstag. Dieser ist bekanntlich einer der Essener Wochenmärkte, auf denen das Geschäft noch floriert. Eine bunte Mischung von Waren, reichlich Stände und Spezialitäten. Parkplätze im Viertel sind - ganz im Gegensatz zu Altendorf - Mangelware.
Die Öffnungzeit am Samstag ist laut Homepage der zuständigen EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH (EVB) von 8 bis 14 Uhr. Doch wer um 13.40 Uhr auf den Markt schlenderte, wurde überrascht: Händler im Aufbruch, viele Stände schon zusammen gepackt. Die Waren in Kisten verstaut. Nur sehr vereinzelt wurden zwischen dem regen Treiben noch Marktbeschicker gesichtet, die sich statt dem Auf- und Wegräumen den Kunden widmeten, die teils enttäuscht und verärgert von dannen zogen.
Vorschlag: Vielleicht sollte der eine oder andere Rüttenscheider Markthändler direkt seinen Stand auf dem Ehrenzeller Markt in Altendorf aufbauen. Da endet die Öffnungszeit des Marktes bereits eine Stunde früher um 13 Uhr und etwas Belebung wäre dort auch nicht verkehrt.

Ihre Meinung?

Autor:

Frank Blum aus Essen-West

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