Zweite Bürgervorlesung im Deichmann Auditorium
Krebs bei Frauen - Neue Potentiale schonender Therapien

 Hat einen Erfahrungsschatz aus mehr als 10.000 selbst durchgeführten Operationen: Prof. Dr. Rainer Kimmig.
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  • Hat einen Erfahrungsschatz aus mehr als 10.000 selbst durchgeführten Operationen: Prof. Dr. Rainer Kimmig.
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Nach dem gelungenen Auftakt der Bürgervorlesungen, die der Stadtspiegel und seine Nachrichten-Community Lokalkompass.de in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Essen durchführt, geht es am Dienstag, 10. Dezember erneut um Ihre Gesundheit. Das Thema der zweiten Bürgervorlesung, die um 17.30 Uhr beginnt, ist "Krebs bei Frauen - Neue Potentiale schonender Therapien“. Ihr Gesprächspartner: Prof. Dr. Rainer Kimmig, seit 2001 Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Essen. Seine Schwerpunkte: operative Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie.

Einige Fragen hat der derzeit amtierende Präsident der Europäischen Gesellschaft für Roboterchirurgie in der Gynäkologie (SERGS) exklusiv für Sie bereits im Vorfeld im Interview beantwortet.

Herr Prof. Kimmig, was sollten Frauen beim Thema Krebs-Vorsorge unbedingt beachten?

Ich empfehle erst mal mindestens ein Mal im Jahr zum Frauenarzt zu gehen, denn es gibt verschiedene Krebsvorsorge-Untersuchungen und Screenings, um Tumore frühzeitig zu erkennen. Die Bereitschaft bei Frauen, zur Vorsorge zu gehen, ist übrigens deutlich größer als bei Männern. Zudem ist die Selbstwahrnehmung wichtig: Ist ein Knoten in der Brust zu spüren, gibt es Sekrete an den Brustwarzen oder Schwellungen in den Achselhöhlen, dann zur Untersuchung. Gleiches gilt bei Beschwerden im Unterleib, wie Blutungen nach den Wechseljahren. Immer aufmerksam und wachsam bleiben.

Wir haben sich die Therapien aus Ihrer Sicht entwickelt?

Dei Erfolge werden besser und besser, in vielerlei Hinsicht, wir können die Patientinnen viel individueller therapieren. Früher musste bei Brustkrebs, der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen, die Brust viel häufiger entfernt werden. Zudem gab es eine belastende Chemotherapie. Heute kann gezielter der Tumor und etwas Gewebe entfernt werden, eine Chemotherapie ist gar nicht mehr immer zwingend nötig. Die Therapien sind also verträglicher und schonender. Die Heilungs- und Fünf-Jahres-Überlebensraten sind auf 80 bis 90 Prozent gestiegen. Und sie steigen langsam weiter.

Und wie ist es beim Unterleibskrebs?

Auch da haben wir inzwischen weniger aggressive Behandlungsmethoden und individualisierte Therapien, in denen auch Gen-Signaturen eine Rolle spielen. Zudem setzen wir im Universitätsklinikum Essen auf minimalinvasive Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter-Chirurgiesystem. Dadurch können wir nicht nur die Risiken der Operation deutlich reduzieren, sondern bei bestimmten Tumoren auch die Überlebenschancen für die Patientinnen verbessern. Wichtig ist und bleibt die Erkennung, und wir haben immer mehr Möglichkeiten durch Untersuchungen und Tests, die Erkrankungen früher zu erkennen, auch, weil wir sie durch unsere Forschung Erkrankungen und ihre Mechanismen noch besser verstehen. Deshalb ist die Vorsorge so wichtig, auch durch Abstriche, wie bei den Humanen Papillomviren (HPV), und durch die Mammographie.

Zur Person: Prof. Dr. Rainer Kimmig
Prof. Dr. Rainer Kimmig ist seit 2001 Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsklinik Essen und seit mehr als 20 Jahren als Facharzt mit dem Schwerpunkt operative Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie tätig.
Er ist deutschlandweit einer der führenden Experten für Eingriffe mit dem Da-Vinci-Roboter-Chirurgiesystem. Seinen Erfahrungsschatz aus mehr als 10.000 selbst durchgeführten Operationen bringt er in die klinische Versorgung seiner Patientinnen und Patienten ein.


Bürgervorlesung: So können Sie teilnehmen

Das nächste Thema der Bürgervorlesung der Universitätsmedizin Essen, der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Stiftung Universitätsmedizin lautet „Krebs bei Frauen - Neue Potentiale schonender Therapien“. Nach dem Experten-Vortrag von Prof. Dr. Rainer Kimmig, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Essen, können die Teilnehmer Fragen an weitere Experten stellen, zudem gibt es einen Austausch mit Imbiss.
Die Veranstaltung findet am 10. Dezember ab 17.30 Uhr im Deichmann-Auditorium des Universitätsklinikums Essen (Virchowstraße 163a) statt.
Anmeldung unter buergervorlesung@ume.de und 0201-723-3630 (Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr). Weitere Info im Internet unter: www.ume.de/buergervorlesung
Anmeldung bitte bis 9. Dezember. Kostenfreie, jedoch begrenzte Plätze.

Autor:

Frank Blum aus Essen-West

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