Orkanwarnung auch für Essen
Montag fällt die Schule aus! Erste Schäden in Essen

Droht ein Orkan, in der Stadt wieder massive Schäden zu hinterlassen?
  • Droht ein Orkan, in der Stadt wieder massive Schäden zu hinterlassen?
  • Foto: Dirk Bütefür / Lokalkompass.de
  • hochgeladen von Frank Blum

Wegen der zu erwartenden Wetterlage wird am Montag, 10. Februar, kein Unterricht an den Schulen in Essen stattfinden.

UPDATE Montag, 15 Uhr:  Während der zurückliegenden 15 Stunden (Montag 10.02.2020, 00.00 Uhr - 15.00 Uhr) hat die Essener Feuerwehr noch einmal 55 witterungsbedingte Einsätze gefahren. Wie erwartet, gingen mit einsetzendem Tageslicht erneute Hilfeersuchen in der Leitstelle ein. Es blieb bei wettertypischen Ereignissen wie umgestürzten Bäumen, zum Teil in Verbindung mit beschädigten Fahrzeugen, losen Dachziegeln oder abgeknickten Dachantennen.
Mehrfach mussten Baugerüste gesichert werden, Gerüstplanen schlugen im Wind.
Aber auch Kuriositäten wie plötzlich mobil gewordene Baustellentoiletten, ein Pavillon oder Trampoline nahm "Sabine" auf ihrem Weg mit. Gestern Mittag wurde eine 47 Jahre alte Frau in Essen-Heisingen von einer herabstürzenden Schieferplatte verletzt worden. Sie musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden. Von weiteren Verletzten ist nichts bekannt.
Resümiert sind seit Sonntag (09.02.2020, 12.00 Uhr) bis heute (Montag 10.02.2020, 15.00 Uhr) 155 Einsätze mit dem Stichwort "Sturm" gefahren worden.
Zum Vergleich: Pfingssturm Ela hat uns mehr als 4.000 Einsätze beschert, die Schäden waren deutlich heftiger. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt, die Prognosen des DWD zeigen weiterhin Unwetterszenarien auf.

UPDATE Montag, 0 Uhr: Während der zurückliegenden zwölf Stunden (09.02.2020, 12.00 Uhr - 23.59 Uhr) mussten die zahlreichen Einsatzkräfte insgesamt knappe 100 Feuerwehreinsätze abarbeiten. Betroffen sind bisher bei näherer Betrachtung im Wesentlichen die nördlichen zwei Drittel des Stadtgebietes. Aus Kettwig, Werden, Heidhausen und auch Burgaltendorf sind nahezu keine Schäden gemeldet worden. Es blieb bei wettertypischen Ereignissen wie umgestürzten Bäumen, zum Teil in Verbindung mit beschädigten Fahrzeugen, losen Dachziegeln oder abgeknickten Dachantennen. Mehrfach mussten Bauzäune oder Baugerüste gesichert werden, Gerüstplanen schlugen im Wind. Aber auch Kuriositäten wie plötzlich mobil gewordene Baustellentoiletten, ein Pavillon oder Trampoline nahm "Sabine" auf ihrem Weg mit. Bereits Sonntag-Mittag ist eine  47 Jahre alte Frau in Essen-Heisingen von einer herabstürzenden Schieferplatte verletzt worden. Sie musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden. Von weiteren Verletzten ist bisher nichts bekannt. Die Essener Feuerwehr hat sich den Wetterwarnungen entsprechend vorbereitet. Die Freiwilligen Feuerwehren sind seit 15.00 Uhr einsatzbereit in den Gerätehäusern, Fachberater der Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerkes THW sitzen in den Stabsräumen an der Eisernen Hand. Die Kollegen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft haben ihre Wache an der Lanfermannfähre besetzt.
Insgesamt stehen 530 Einsatzkräfte bereit, denn laut Deutschem Wetterdienst erwischt uns "Sabine" in der Nacht und in einer zweiten Welle morgen früh, kurz vor dem einsetzenden Berufsverkehr, mit orkanartigen Böen und Orkanböen. 

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UPDATE Sonntag, 18.25 Uhr: Das anrückende Sturmtief "Sabine" hat bisher in Essen noch keine großen Schäden angerichtet. Eine Auswertung der wetterbedingten Schäden über die zurückliegenden sechs Stunden (09.02.2020, 12.00 Uhr - 18.00 Uhr) ergibt insgesamt 40 Feuerwehreinsätze, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Für solche Wetterlagen typische Ereignisse wie umgestürzte Bäume, lose Dachziegel, abgeknickte Dachantennen, aber auch ein davonfliegendes Zelt erforderten das Eingreifen der Rettungskräfte. Bereits heute Mittag ist eine 47 Jahre alte Frau in Essen-Heisingen von einer herabstürzenden Schieferplatte verletzt worden. Sie musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden. Die Essener Feuerwehr hat sich den Wetterwarnungen entsprechend vorbereitet. Die Freiwilligen Feuerwehren sind seit 15.00 Uhr einsatzbereit in den Gerätehäusern, Fachberater der Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerkes THW sitzen in den Stabsräumen an der Eisernen Hand. Die Kollegen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft haben ihre Wache an der Lanfermannfähre besetzt. Insgesamt stehen 530 Einsatzkräfte bereit, den laut Deutschem Wetterdienst erwischt uns "Sabine" erst in der kommenden Nacht mit orkanartigen Böen und Orkanböen sowie Gewittern.

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Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitagnachmittag eine Vorabinformation vor Orkanböen herausgegeben. Diese gilt von Sonntag, 9. Februar, 16 Uhr, bis einschließlich Montag, 10. Februar, 6 Uhr. Dabei werden schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h erwartet. In der Nacht zu Montag ist auch mit orkanartigen Böen bis zu einer Windgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h zu rechnen.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Essen entschieden, dass die sichere Erreichbarkeit der Schulen nicht garantiert werden kann. Es wird am Montag daher kein Unterricht stattfinden. Schulleitungen sowie Lehrerinnen und Lehrer müssen zum Dienst erscheinen, daher sind die Schulen besetzt. Kinder, die dennoch die Schulen erreichen sollten, werden nicht vor verschlossenen Türen stehen.
Am Dienstag, 11. Februar, kann der Unterricht voraussichtlich wieder stattfinden.
Die Stadt Essen wird auch die Träger der Kindertagesstätten über diese Vorsichtsmaßnahme informieren. Eltern von Kita-Kindern können sich bei Rückfragen direkt an ihre Einrichtung wenden.

Vorsicht beim Betreten von Grünflächen, Parks und Wäldern

Die Verwaltung warnt außerdem alle Bürgerinnen und Bürger ab Sonntag, 9. Februar, vor dem Betreten der öffentlichen Sportplätzen, Parks, Grünanlagen, Friedhöfe und Wälder. Durch die zu erwartenden Windgeschwindigkeiten könnten Äste brechen und unter Umständen auch Bäume umstürzen.

Tipps für Autofahrer

In Nordrhein-Westfalen müssen sich Autofahrer angesichts der Orkanwarnung auf schwierige Verkehrsverhältnisse einstellen und mit umgestürzten Bäumen, herabfallenden Ästen sowie deutlich längeren Fahrzeiten rechnen. „Bei schwerem Sturm sollte man das Auto besser stehen lassen. Ansonsten gilt: Defensiv fahren, Geschwindigkeit reduzieren, beide Hände ans Lenkrad und volle Konzentration auf die Straße“, rät Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. Ablenkungsquellen wie laute Musik oder das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung sollten ausgeschaltet werden.

Wird das Fahrzeug von einer Böe erfasst, heißt es kontrolliert gegenzulenken. Das fällt bei niedrigen Geschwindigkeiten erheblich leichter. Außerdem wichtig: Baumreiche Strecken meiden und auf Brücken und in Waldschneisen die Hinweisschilder beachten. Hier ist die Gefahr groß, von heftigen Böen erfasst zu werden. Besondere Vorsicht gilt auch beim Überholen von Lastwagen und Bussen. „Schon beim Eintauchen in den Windschatten des überholten Fahrzeugs verändert das Auto seine Richtung. Nach dem Überholvorgang wird es dann wieder voll vom Seitenwind erfasst“, warnt Suthold. Dachlasten wie Skiboxen erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Wirkung des Sturms. Besonders anfällig für Seitenwind sind Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.

Wer mit seinem Auto gegen einen umstürzenden Baum fährt, kann den Schaden über die bestehende Teilkaskoversicherung geltend machen. Das gilt auch, wenn Äste oder Dachziegel auf das Auto fallen. Die Teilkaskoversicherung zahlt in diesen Fällen, wenn der Sturm nachweislich mindestens Windstärke 8 hatte. Wenn der Schaden allerdings durch das Auffahren auf einen bereits auf der Straße liegenden Baum verursacht wird, zahlt die Teilkaskoversicherung nicht. Hier ist eine Vollkaskoversicherung erforderlich.

Autor:

Frank Blum aus Essen-West

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