Handball-Urgesteine von TuRa 86 treffen sich immer noch
Mehr als 65 Jahre Männerfreundschaft

Ob Handball oder Boule: Hauptsache der Ball ist rund. Die Mannschaft rund um "Möppel" hat immer noch viel Ballgefühl.
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Wenn „Möppel“ ruft, dann stehen alle auf der Matte. Zweimal im Jahr treffen sich die Handball-Urgesteine von TuRa 86 zum Essen, Klönen und Sporteln. Natürlich ist der Ball wieder mit dabei – nur kleiner ist er geworden.

„Wir kennen uns teilweise über 65 Jahre. Das ist länger, als einige ihre Frauen kennen“, schmunzelt Siegfried Otto, besser bekannt unter seinem Kampfnamen „Möppel“. Zwischen den Männern ist mit den Jahren ein tiefe Verbundenheit entstanden, die bis heute anhält. Auf seinen Trupp will er nicht verzichten und trommelt ihn zweimal im Jahr zu einem Treffen zusammen.

Mit seinen 81 Jahren ist Siegfried Otto der Älteste im Trupp. Im Alter von dreizehn Jahren begann er seine Handballkarriere beim SC Phoenix Essen, wo er mit der A-Jugend Westdeutscher Meister wurde. Mit 17 Jahren wechselte er nach TuRa 86, heute SG TuRa Altendorf, in die erste Mannschaft und lernte dort seine Teamkameraden kennen. Bis 1973 spielten sie Feldhandball auf dem Ascheplatz, dann ging es weiter mit Hallenhandball. Gemeinsam trainierten und kämpften sie, erlebten Siege und Niederlagen.

Mehr als 50 Jahre "am Ball"

Über 50 Jahre Handball hat Möppel insgesamt auf dem Buckel. „Ich habe immer Handball gespielt und trainiert – ohne Unterbrechung“, sagt er. Von der Jugend bis in die Altherren war er mit vollem Körpereinsatz dabei. Auch als Trainer war er aktiv. So viele Jahre Handball habe in Essen sonst keiner gespielt. „Ich kenne zumindest keinen anderen“, sagt Siegfried Otto.

Mit 67 Jahren war für ihn Schluss mit Handball – mit der Kameradschaft zu seinen Mannschaftskollegen noch lange nicht. Von den 20 Leute aus der alten Kernmannschaft kommen zu jedem Treffen immer noch zehn bis zwölf Altmitglieder. Für eine Handballpartie reicht es körperlich zwar nicht mehr - dafür haben sie eine neue Sportart für sich entdeckt: Boule! „Eine Zeit lang haben wir gekegelt aber da kommen einige nicht mehr hoch und runter. Jetzt spielen wir Boule“, lacht Siegfried Otto. Hauptsache, ein Ball ist dabei. „Das Ballgefühl ist immer noch da‘“, ist er sich sicher.

300 Kilometer Fahrt

Das Essener Stadtgebiet haben viele Männer schon vor Jahren verlassen. Heute kommen sie aus Bochum, Dortmund und Dorsten angereist. Werner Strebel hat den weitesten Weg. Er ist ganze 300 Kilometer gefahren: „Vor vielen Jahren habe ich meine Frau aus Oldenburg entführt … dann musste ich sie ja irgendwann zurückbringen“, scherzt er. Wenn Möppel ruft, dann kommen sie alle zusammen zum Schwelgen in Erinnerungen - und das „hoffentlich noch sehr lange.“

Autor:

Claudia Kornicki aus Essen-Borbeck

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