Rot-Weiss Essen kassiert die erste Niederlage unter Trainer Giannikis

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Nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen trat RWE selbstbewusst gegen die U23 von Borussia Dortmund an. Es war das erste Flutlichtheimspiel für Neu-Coach Agi Giannikis, der in den letzten Wochen wieder eine deutliche Struktur in das Spiel der Hausherren bringen konnte. Für RWEs „Ex" Jan Siewert war es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

Essens Trainer setzt in der Partie vor 7.307 Zuschauern auf die etablierte Startelf. Auch der angeschlagene Kevin Grund gab rechtzeitig grünes Licht für seinen Startelfeinsatz. Giannikis sollte im Nachhinein von einem „Spiel ohne Torchancen aus dem Spiel heraus“ sprechen.
In den ersten 15 Minuten der Partie passiert dementsprechend wenig bis nichts. Eine vorsichtige Annäherung in der ersten Minute gibt es in Form eines Baier-Freistoßes, durch den die Kugel zwar den Kopf von Marcel Platzek, aber auch den Weg deutlich neben das Tor von Dominik Reimann findet. Es sollte die letzte Annährerung für RWE bis zur Schlussphase der Halbzeit bleiben. Die gut eingestellten Mannschaften scheinen durch ihre Taktik keinen Spielfluss aufkommen zu lassen. Der rot-weisse Abwehrblock steht sicher gegen die spielbestimmenden Borussen, kann allerdings nur wenige Impulse nach vorne geben; zu viele Ungenauigkeiten und Fehlpässe finden sich im Angriffsspiel der Hausherren. Es geht für beide Teams viel über Standardmöglichkeiten - wie in der 21. Minute, als nach einer BVB-Ecke Kapitän Patrick Mainka völlig alleine vor dem Tor von Heller zum Kopfball kommt. Allerdings nickt er diesem direkt in die Arme. Die beste Chance für RWE hat, mal wieder, Goalgetter Platzek, der nach einer starken Balleroberung von Philipp Zeiger an der Strafraumgrenze zum Schuss kommt, aber auch diesmal dem Keeper im Gästekasten keine große Mühe macht (38.). „Kompliment, wie schnell und gut Agi die Mannschaft stabilisiert hat. Es war für uns nicht einfach, weil sie taktisch gut stehen und wir nicht so die Durchschlagskraft hatten“, resümierte Gästetrainer Siewert nach dem Spiel treffend. Den entscheidenden Hinweis gab er seiner Mannschaft allerdings schon zur Halbzeit: „In der Pause habe ich gesagt, dass man so ein Spiel auch über einen Standard entscheiden kann.“ Er sollte zum Leidwesen von Rot-Weiss recht behalten.

Standards können solche Spiele entscheiden

Die Heimmannschaft kommt motiviert aus der Kabine und beginnt Hälfte zwei direkt mit einem Distanzschuss durch Dennis Malura (48.). Die Dortmunder, die in der 55. Minute einen Freistoß zugesprochen bekommen, sind effektiver. Aus halbrechter Position und aus knapp 30 Metern Torentfernung tritt Massimo Ornatelli an und setzt den Ball direkt oben rechts ins Toreck - 0:1 aus rot-weisser Sicht. Die Gästeführung rüttelt die Elf von der Hafenstraße nun noch einmal wach. Das Angriffsspiel wirkt konzentrierter, RWE schafft es aber weiterhin nicht, die nötige Effizienz an den Tag zu legen. Die Partie wird in dieser Phase hitzig, jede Schirientscheidung diskutiert und auch die Fouls häufen sich. Gut 20 Minuten vor dem Ende macht Essen mehr Druck, spielt aber vorne zu kopflos. Die meisten Chancen kommen nur per Zufall zustande. Die Flanke vom neuen Publikumsliebling Kai Pröger (78.) wird von der Dortmunder Abwehr abgefangen, die den Ball aber direkt wieder verliert und Benni Baier die Tür öffnet. Aber auch der Kapitän hat keinen genialen Moment und vergibt aus 16 Metern deutlich. Es sollte kein Treffer für RWE gelingen, denn auch vier Minuten Nachspielzeit und ein stürmender Robin Heller helfen nicht mehr. Rot-Weiss verliert das erste Spiel unter Argirios Giannikis gegen die konsequenteren Dortmunder.

Fotos: Michael Gohl

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