Das Piraten-Phantom - was dahinter steckt

Hurra, die Piraten sind da! Sind sie das wirklich? Muss wohl, der Landtag ist jetzt geentert. In Essen von Null Komma nix auf 12,2% in Altendorf, 10,7% in Frohnhausen. Was macht sie so steil, so Seemann-stark? Dem Phänomen ging ich nach. Hier meine Riesen-Enttäuschung …

Ich kenne keinen Piraten persönlich. Also möchte ich in Essen einen kennenlernen. Aber wie? Also durchfragen. Sehr, sehr schwer. Denn alle kennen zwar die „Piraterie“, doch weder Kandidaten/innen – noch irgendeine Kontaktstelle.

Auch Wolfgang Köppen, ein fast allwissender Essener, passte. „Da ich mal davon ausgehe, dass es den Bürgern und Bürgerinnen genau so geht, finde ich es umso erschreckender, dass das Wahlvolk seine Stimme einer Partei gibt, von der es allenfalls den Spitzenkandidaten Dr. Joachim Paul kennt. Da kann man ja sofort Kartoffelsäcke als Kandidaten aufstellen und ein eloquenter Spitzenkandidat gibt irgendeinen Quatsch von sich, der nur konträr genug zu den Aussagen der etablierten Parteien stehen muss.“

Moment! Ich muss es jetzt wissen. Google mich hin und durch, werde fündig. Bei Tim Kowalewski mit Essener Telefon-Nummer und Handy-Nummer. Also, anwählen, warten. Nix. Aufhängen. Doch - nach einigen Minuten klingelt der Rückruf von Herrn Kowalewski. Die Piraten gibt es also leibhaftig. Kurz rede ich mit Tim – denn Piraten lieben die Du- oder Ahoi-Anrede. Er verrät mir, dass die Piraten in Essen noch kein Büro, keinen Ort haben, an dem man sich unterhalten, treffen kann. Macht doch nichts. Er ist aber wiederum „mein Mann“, nämlich zuständig für Pressearbeit.

Fragen darf ich ihm mailen. Fix tippe ich u. a., was er von Michele Marschings Vorschlag hält, „kein Schüler in NRW soll sitzenbleiben – nur einzelne Schulfächer wiederholen“. Oder: Welche Ziele schweben den Piraten beispielsweise für Frohnhausen/Altendorf – bzw. Essen vor? Er versprach, schnell zu antworten.
Tja, darauf warte ich nach über einer Woche noch. Klar, versuchte ich ihn wiederholt telefonisch oder per mail zu erreichen. Nie mehr wieder nahm Tim Kowalewski den Hörer ab. Lediglich darf ich mit seinem Anrufbeantworter plaudern…

Über die Essener Piraten-Phänomen-Politik bin ich nun schlauer. Anhauchen, pusten, husch – weg!

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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