"Ich könnte so heulen"

Der alte Baumbestand im Gervinuspark ist für immer und ewig vernichtet. Bezirksbürgermeister Klaus Persch: Zum Heulen! Fotos: Schattberg
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Bezirksbürgermeister Persch: „Die Stadt wird völlig anders aussehen.“ Grün & Gruga: Prioritäten abarbeiten! Vorbilder: Essen packt an!

Überall in den Parks der gleiche Anblick. Die Absperrbänder hängen zertrampelt auf dem Boden. Eltern mit Kindern spielen im Sandkasten. Die Ignoranz ist lebensgefährlich. Denn Parks, Friedhöfe sind geschlossen. Die Gefahr von lose baumelnden Ästen ist unheimlich groß. Also, betreten verboten. Doch wann können die öffentlichen Anlagen wieder betreten werden?

Verdammt schwer, eine Prognose abzugeben. Höchste Prioritäten haben Kindergärten, Schulen, um die Sicherheit zu gewährleisten. „Das kann Wochen dauern“, so Eckhard Spengler, Grün & Gruga, Pressesprecher. „Ab heute sind alle zwölf Trupps mit Hubsteigern unterwegs. Es gibt Schulen, da kann man das Außengelände nur sehr, sehr eingeschränkt benutzen. Also, diese Kinder dürfen noch nicht draußen spielen.“

Ist das geschafft, geht es an die Spielplätze, Parks. Danach über den Wald – mit Hubschraubern - wegen der Schadensregulierung; außerdem ist Kyrill noch nicht abgearbeitet.

Fassungslos zeigt sich Bezirksbürgermeister Klaus Persch über die Orkanzerstörung im Gervinuspark. „Ich könnte so Losheulen. Bin entsetzt, was hier passiert ist. Zerfetzt, fast alles. Alle Altbaumbestände kaputt. Da ist nicht nur materieller sondern auch ideeller Schaden entstanden. Nie wieder gut zu machen. Das gilt für alle Essener Parks: Kaiserpark, Sheraton, Schellenberger und mehr. Weit über 200 Bäume, einige über hundert Jahre alt, wurden in der Gruga entwurzelt oder müssen durch Umknicken gefällt werden. Kein Park wird mehr so aussehen, auch nach Aufforstung, wie vorher.“

Einschränkung!

„Deshalb finde ich den Aufruf von Dr. Oliver Scheytt, Vorsitzender des Stiftungsvereins Grugapark, gut, um Spenden zu bitten. Allerdings nicht nur für die Gruga sondern für alle betroffenen Parks. Gemeinsam muss man helfen, sammeln, anpacken. Die Bevölkerung macht uns das vor.

Beispiel Essen packt an!

Das Kirchturmdenken muss aufhören: Mein Park. Dein Park!“
Und jetzt? „Bei den verheerenden Orkan-Ausmaßen sind Land, Bund und Europa gefordert, das Ruhrgebiet zu unterstützen, aus meiner Sicht.“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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