Schuleinbrüche: "Als würde mir das Herz herausgerissen..."

Einbruch! Immenser Schaden entstand in den Weihnachtsferien, vermutlich 30.12.2016, nach 1 Uhr, durch dummdreiste Dunkelmänner in der Bodelschwinghschule, Essen-Altendorf. Die Polizei ist eingeschaltet. Fotos: Schattberg
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  • Einbruch! Immenser Schaden entstand in den Weihnachtsferien, vermutlich 30.12.2016, nach 1 Uhr, durch dummdreiste Dunkelmänner in der Bodelschwinghschule, Essen-Altendorf. Die Polizei ist eingeschaltet. Fotos: Schattberg
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Essen-Altendorf: 30.Dezember, 1.43 Uhr ! Immenser Schaden – Polizei eingeschaltet!

Weihnachtsferien – wunderbare Zeit!? Von wegen. Schockierend für die Rektorinnen der Bodelschwinghschule sowie Hüttmannschule. Denn was die Altendorfer Schulen in zig Jahren u. a. durch Eltern-, Lehrerinitiativen, Bezirksvertretung, Rotarier-Spenden stetig für Schule und Schüler aufbauten – wurde durch dummdreiste Dunkelmänner - zack - zerstört, geklaut…

Was genau passierte an beiden über 100-jährigen, sanierten Schulen?
Hannelore Herz-Höhnke, Schulleiterin der Bodelschwinghschule, hat hautnah, unvergesslich, alles vor Augen.

„ Montag, 2. Januar 2017, wollte ich - frisch aufgetankt nach den Festtagen - meine Schule aufsuchen, um nach dem Rechten zu sehen. Als ich meine Bürotür aufschloss stellte ich schnell fest, dass etwas nicht stimmt. Ich sah zunächst die offenen Schranktüren und die verwüsteten Küchenschubladen.“ Einbruch!

„ Zum Glück begleitete mich mein Mann zur Schule, was natürlich nicht immer der Fall ist. Wut und Zorn stieg in mir auf, als ich die mutwillige Zerstörung in meinem Bürotrakt sah. Ich fühlte mich so, als ob mir mein Herz herausgerissen wurde. Schließlich ist die Schule ein wichtiger und schöner Lebensraum für mich, den die Schulgemeinschaft gemeinsam mit Liebe gestaltet und mit Leben gefüllt hat.“

Spontane Gedanken?
„Fremde mit bösen und dummen Absichten wollen unsere Schulheimat zerstören. Was ist in unserer Welt nur los? Wo sind wir in unserer einst vorbildlichen Demokratie angekommen? Einbrüche, verdreckte Stadtteile, verrohte Menschen und nur noch wenige (mutige und intelligente) Menschen, die sich an bewährte Lebensregeln halten, die ein friedliches Leben in der Gemeinschaft ermöglichen. Der Essener Westen geht unter - und wir benötigen dringend neue Konzepte, eine neue Ordnung und greifende Gesetze! Wir dürfen nicht mehr wegsehen und alles mit uns geschehen lassen! Wir müssen anpacken und umgestalten und zwar sofort!!! Idee: Die Polizei könnte in den Ferien auch um Schulen patroulieren. Anwohner sollten aufmerksamer beobachten. Vielleicht gibt es auch Ideen aus der Bevölkerung…“

Zum Tatort in der Schule. „Wir betraten die Schule gegen 16 Uhr. Außerhalb des Schulgebäudes wurden wir nicht durch Hinweise auf einen Einbruch aufmerksam gemacht. Direkt nach dem Aufschließen der Eingangstür zu meinem Büro sah ich die Verwüstung in der Büroküche und im gesamten Bürotrakt. Sämtliche Schränke aufgerissen und verwüstet. Verschlossene Türen mit vermutlich Eisenzangen aus den Zargen und Wänden mit Gewalt heraus gehebelt oder aus der Verankerung herausgerissen. Sämtliche Schränke durchsucht, zerwühlt, verwüstet. Alle Dosen und Sparschweine aufgebrochen. Aus einem verschlossenen Sparschwein, zerschlagen, wurden ca. 60 Euro entwendet. Aus meinem Werkzeugschrank wurden teure Geräte gestohlen. Auch aus dem Küchentrakt wurden Küchengeräte gestohlen.

Alle Klassentüren, das Lehrerzimmer, die Kellertüren, die Küchentür (und andere Türen) wurden aufgesperrt. Die Einbrecher hatten Ersatzschlüssel aus meinem Tresor gestohlen. Alle Klassenpulte, Schränke wurden durchsucht, verwüstet. Vermutlich wurde nur nach Geld und Werkzeug gesucht.

Wahrscheinlich sind die oder der Einbrecher durch ein Kellerfenster gestiegen, da ein Kellerfenster ausgehebelt bzw. herausgetreten wurde. Zum Kellerfenster gelangten die Einbrecher durch einen Luftschacht (Metallgitter auf der Schulhofdecke an der Schulhofwand). Nun suchen wir dringend nach Hinweisen aus der Bevölkerung.“

Ähnliches durchlebte Barbara Linden, Schulleiterin. „Ja, die Hüttmannschule hatte keine „schöne Bescherung“ in den Weihnachtsferien. Beim täglichen Rundgang entdeckte unser Hausmeister den Vandalismus, die Zerstörung, die die Einbrecher hinterlassen haben.“
Und das ist nicht unerheblich: Aufgehebelte Fenster im Schulleiterbüro; aufgebrochene Klassentüren; geplünderte Schreibtischschubladen und Schränke; durchwühlte Spielzeugregale im Offenen Ganztag; fehlende Laptops und Beamer aus dem Medienraum; Beschädigung an der Brandmeldeanlage.“

Woher kommt die genaue Tatzeit-Vermutung: 30. Dezember, 1.43 Uhr?
„Der fachmännische Ausbau zentraler Module der Brandmeldeanlage deutet darauf hin, dass Profis am Werk waren.“ Uhrstillstand…

Auch Rektorin Barbara Linden ist „entsetzt und fassungslos über die entstandenen Schäden.“ Noch in den Ferien trafen sich Kollegen-/innen in der Schule, um gemeinsam die Verwüstung, Zerstörung so weit wie möglich zu beseitigen. Verärgert fragen sich alle: „Wer macht so etwas?“

Sachdienliche Hinweise: Polizeipräsidium Essen, Telefon 0201/8290.

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