Hinter den Kulissen beim ESC Wohnbau Moskitos – das Wohnungsteam „BrutalGut“
Wenn die Eishockeysaison endet, geht die Arbeit los

Einer für alle, alle für einen: Das Team "BrutalGut" - fast vollständig
  • Einer für alle, alle für einen: Das Team "BrutalGut" - fast vollständig
  • Foto: Uwe Schmitz/ESC Wohnbau Moskitos
  • hochgeladen von Claudia Kornicki

Wie wohnen eigentlich die auswärtigen Spieler des ESC Wohnbau Moskitos? Dank des Wohnungsteams „BrutalGut“ ist eines sicher: auf jeden Fall sehr gut! Das aktuell 15-köpfige Team kümmert sich darum, dass es den Spielern in ihren Wohnungen an nichts fehlt. Und auch sonst sind sie zur Stelle … sogar, wenn es brennt.

„Wenn die anderen Helfer-Teams ihre Sommerpause verdientermaßen genießen, dann geht die Arbeit im Wohnungsteam erst richtig los“, berichtet Teamleiter Gerhard van Eickeln. Kurz nach Ende der Eishockeysaison Ende April reisen die auswärtigen Spieler wieder zurück in die Heimat – in entfernte Regionen Deutschlands oder sogar ins Ausland. Dann werden die Wohnungsübergaben gemacht, Möbel ausgetauscht oder auch ganze Wohnungen geräumt. Zur Verfügung gestellt werden diese vom Vereinssponsor „Wohnbau“.

Viel Zeit bleibt nicht, denn der Saisonstart im Herbst steht schnell wieder vor der Tür. Dann kommen die Spieler zurück und ausreichend Wohnungen müssen bezugsfertig sein. „Die Einrichtung ist zu 99 Prozent aus Spenden finanziert“, weiß Gerhard van Eickeln. Einige Spieler bringen eigene Möbel mit - auch darum kümmert sich das Wohnungsteam. Die Einätze der Helfer finden meist am Wochenende statt. Wer kann, der kommt: „Wir sind meist acht bis zehn Helfer pro Einsatz. Berufliches und Privates geht vor, da nehmen wir Rücksicht drauf“, betont der Teamleiter.

Auch während der Saison kümmert sich das Team um alle Belange rund um die Wohnungen der Spieler. Da werden schon mal defekte Waschmaschinen oder andere Elektrogeräte ausgetauscht oder kleinere Reparaturen durchgeführt. Es ist das ganze Jahr über etwas los – kleine Sondereinsätze inklusive: „Hin und wieder schafft es mal ein Spieler, sich auszusperren - was auch zu später Stunde passieren kann“, erinnert sich van Eikeln schmunzelnd. Für solche Fälle ist vorgesorgt: „Ich habe von jeder Wohnung einen Reserveschlüssel, um die Jungs wieder reinzulassen.“

Eine Begebenheit vor Jahren ist ihm noch besonders im Gedächtnis geblieben: „Ein Spieler ging am Freitagabend mit seiner Freundin und dem Hund spazieren. Als er zurückkam, war die Straße von der Feuerwehr gesperrt: Seine Wohnung war komplett ausgebrannt!“ Der interne Notruf erreichte den Teamleiter am Samstagmorgen. Der Spieler – der die Nacht hatte bei Freunden verbringen können – hatte großes Glück und es war gerade eine Wohnung frei. Das Wohnungsteam schaffte das Unglaubliche: „Innerhalb von zwölf Stunden hatten wir die Wohnung bezugsfertig hergerichtet .“

Wie war das möglich? „Durch unseren Teamgeist. Unser Motto ist: Einer für alle, alle für einen. Da wird nicht auf die Uhr geguckt“, ist sich van Eickeln sicher. Tatkräftig unterstützt wurden sie durch die Moskitos-Fangemeinde und zahlreiche Essener Bürger, die schnell und beherzt mit Sach- und Möbelspenden halfen.

Das Team „BrutalGut“ sei halt „durch und durch verrückt nach Eishockey – und das teilweise seit über 40 Jahren“ lacht Gerhard van Eickeln und ergänzt: „Wir sind positiv verrückt und wir haben immer viel Spaß. Der kommt auch bei der Arbeit nicht zu kurz.“

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