Ausstellung "Mies im Westen" zeigt ab dem 23. Mai wenig beachtete Projekte des Architekten Ludwig Mies van der Rohe in Essen

Modell des Hauses Henke in Essen (von Natascha Glamocak und Aischa Baaske)
  • Modell des Hauses Henke in Essen (von Natascha Glamocak und Aischa Baaske)
  • Foto: © Aischa Baaske
  • hochgeladen von Laura Wiehn

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses haben sich Architekturstudenten und -studentinnen der TH Mittelhessen, der TH Köln und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit dem Werk von Ludwig Mies van der Rohe auseinandergesetzt. Alle Schritte hin zu einer Ausstellung, von der Themenfindung, inhaltlichen Erarbeitung und Strukturierung über die Szenografie und Darstellung bis zur Produktion, Bewerbung und Betreuung, lagen in Studentenhand. Zusammen mit den Kuratoren Prof. Dr. Daniel Lohmann und Prof. Norbert Hanenberg wurden unterschiedliche Präsentationsformate, Veranstaltungen und Publikationen entwickelt. Die Ausstellungsreihe „Mies im Westen“ veranschaulicht in einer Koproduktion mit dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW an den Standorten Aachen, Krefeld und Essen von Mai bis Juli 2019 das bislang wenig beachtete Wirken des Architekten in Nordrhein-Westfalen.

Von groß nach klein

In der Essener Teilausstellung in der NEUEN GALERIE der VHS Essen (23. Mai bis 5. Juli 2019) werden mit Haus Henke und der Krupp-Zentrale das kleinste und das größte Projekt innerhalb von „Mies im Westen“ präsentiert. Das Unternehmen Krupp und sein Manager Berthold Beitz hatten den Architekten Ludwig Mies van der Rohe 1960 mit einem Entwurf für die neue Hauptverwaltung der Firma oberhalb der Villa Hügel im Essener Süden beauftragt. Letztlich wurde der Entwurf aus den frühen 1960er Jahren nicht realisiert, spannend bleibt aber die spektakuläre Planung. Mit dem Anbau an Haus Henke setzte Mies seine Ideen vom neuen Wohnen um. Die Ausstellung in Essen zeigt unter anderem die Ergebnisse der Spurensuche und wissenschaftlichen Dokumentation der Überreste von Haus Henke, von dem mehr erhalten ist, als es die spärliche Literatur zu diesem Bau vermuten ließe. In der Zusammenschau stehen das Haus Henke und die Firmenzentrale für Krupp exemplarisch für die beiden großen Schaffensphasen von Mies van der Rohe. Die Reihe ist eine Koproduktion des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW, der TH Köln, der TH Mittelhessen und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Neben Essen werden aktuell auch in Aachen und Krefeld Ausstellungen gezeigt.

Weltbekannt ist Ludwig Mies van der Rohe durch seine Bauten wie die Neue Nationalgalerie (Berlin), das Illinois Institute of Technology (Chicago) oder das Seagram Building (New York). Zugleich ziehen sich aber die Verbundenheit mit seiner Heimat Aachen und seine Arbeit in NRW wie ein roter Faden durch sein Lebenswerk.

Zusammengeführt werden die drei Ausstellungen in einer Präsentation im Landeshaus des Landschaftsverbands Rheinland in Köln von 11. Oktober bis 14. November 2019.

Termine und Ausstellungsorte

Aachen
Laufzeit: 12. Mai bis 16. Juni 2019
Ausstellungsort: NAK Neuer Aachener Kunstverein, Passstraße 29, 52070 Aachen
Öffnungszeiten: Di-So, 14 bis 18 Uhr

Krefeld
Laufzeit: 16. Mai bis 30. Juni 2019
Ausstellungsort: Mies van der Rohe Business Park, Girmesgath 5, 47803 Krefeld
Öffnungszeiten: Di-Fr, 10 bis 18 Uhr; Sa-So, 12 bis 18 Uhr

Essen
Laufzeit: 23. Mai bis 5. Juli 2019
Ausstellungsort: NEUE GALERIE der VHS Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen
Öffnungszeiten: Mo-Fr, 9-21 Uhr; Sa, So und Feiertage geschlossen
Gesonderte Öffnungszeiten: Sa + So, 15./16. Juni: 9-17 Uhr

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