Kunst-Biennale "Manifesta" findet 2026 im Ruhrgebiet statt
Mit spannendem Konzept überzeugt

Verkehrswege wie der Rhein-Herne-Kanal, Migration und Handelsbeziehungen sind zentrale Themen der "Manifesta 16", die 2016 ins Ruhrgebiet kommt. Foto: Fatih Kuceren (RVR)
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Das Ruhrgebiet bekam den Zuschlag für die Ausrichtung der Manifesta 2026. Die Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst findet seit 1996 alle zwei Jahre in anderen europäischen Metropole statt. Nach der Zustimmung des Ruhrparlaments steht der Ausrichtung nichts mehr im Wege. Eine Initiative von Kunstinstitutionen und Kulturschaffenden hatte zuvor den international besetzten Manifesta-Stiftungsrat überzeugen können.

"Das Ruhrgebiet hat mit einem besonders spannenden Konzept von urbanistischer Tragweite überzeugt" begründet Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen die Entscheidung. "Schon immer ging es in der Region um die Migration von Menschen und Materialien, Dingen und Waren – und darum, wie die globale Weltordnung vor dem Hintergrund ihrer Handelsbeziehungen aussieht."

Pulsierendes Zentrum für Kunst und Kultur

NRWs Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen verbucht den Zuschlag als großen Erfolg. "Als pulsierendes Zentrum für Kunst und Kultur in Europa bietet das Ruhrgebiet einmalige Gestaltungsspielräume." Land und Region würden gemeinsam zum Gelingen der Manifesta beitragen. "Die Initiative aus dem Ruhrgebiet hat erneut unter Beweis gestellt, wie erfolgreich die Region auch international ist, wenn sie ihre Kräfte bündelt", so Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbands Ruhrgebiet, der das Großereignis als "Lead-Partner" unterstützt.

Folgen der Globalisierung

Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Verschiebungen in den globalen Kräfteverhältnissen möchte die Manifesta 16 deren konkrete Auswirkungen im Ruhrgebiet in den Blick nehmen. Britta Peters, Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr, betont: "Unser Konzept sieht vor, das Bewusstsein für die Folgen der Globalisierung zu schärfen und die etablierte Beziehung zwischen Zentrum und Peripherie zu reflektieren." Daran beteiligt sind u.a. das Museum Folkwang, PACT und Stiftung Zollverein, Ruhrmuseum und Ruhrfestspiele. Im Bewerbungsprozess hatten mehrere regionale und landesweite Stiftungen ihre Unterstützung bekundet. Stellvertretend für sie führt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung, aus: "Die Manifesta ist eine sehr gute Gelegenheit, den vielen Menschen, die für dieses kulturelle Großereignis zu uns kommen werden, neben der Kunst auch ein neues, modernes Bild vom Ruhrgebiet zu zeigen."

Hintergrund

Träger der Biennale ist die „International Foundation Manifesta“, die an wechselnden europäischen Orten die lokale, nationale und internationale Kunst vorstellen möchte. Gleichzeitig sollen die Biennalen eine Archiv-Funktionen wahrnehmen und die Forschung und Diskussion über die zeitgenössische Kunst anregen. Die Foundation wurde 1996 gegründet, sie ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation und hat ihren Sitz in Amsterdam.

Verkehrswege wie der Rhein-Herne-Kanal, Migration und Handelsbeziehungen sind zentrale Themen der "Manifesta 16", die 2016 ins Ruhrgebiet kommt. Foto: Fatih Kuceren (RVR)
Autor:

Lokalkompass Essen aus Essen-West

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