Doch Tretminen bleiben ein Problem - Regeln auch für Herrchen
Mehrgenerationen-Spielplatz macht Fortschritte

Die Patinnen Melina Arnold und Chantal von Kiedrowski besprechen sich mit Landschaftsarchitekt Benjamin Reichel von "Grün und Gruga". Denn bald soll Eröffnung gefeiert werden.Fotos: Landgraf
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  • Die Patinnen Melina Arnold und Chantal von Kiedrowski besprechen sich mit Landschaftsarchitekt Benjamin Reichel von "Grün und Gruga". Denn bald soll Eröffnung gefeiert werden.Fotos: Landgraf
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Seit Jahren macht der Kinderspielplatz an der Seestraße in Frintrop den Patinnen Chantal von Kiedrowski und Melina Arnold schon Sorgen. Doch seit etwa einem Jahr fluppt es. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt Benjamin Reichel von "Grün und Gruga". Wenn sich demnächst noch alle Hundehalter an die Ordnung halten, wird's richtig schön.

Früher, als Melina Arnold als erste die Patenschaft übernommen hatte, war der Spielplatz in einem schlechten Zustand. Als Mutter zweier Kinder hat sie an den schönen Tagen täglich den Spielgrund besucht. Da fragte sie schon bei "Grün und Gruga" an, ob man da was machen kann. Doch es dauerte.
Vor zwei Jahren sei die Sanierung schon ausgeschrieben, das Geld da gewesen, meint Chantal von Kiedrowski, die später als zweite Patin mit hinzukam. Erst seit sie mit Benjamin Reichel kooperieren, der im Betrieb Nord für die Planung und Bauleitung der Spielplätze zuständig ist, ging es schnell voran. Das erste neue Klettergerüst steht rund ein Jahr, der Rest kam in den letzten Wochen dazu. "Erst am 15. Januar haben wir für die Maßnahme die alten Sitzbänke und Papierkörbe herausgenommen", erklärt Reichel und richtet sich damit gegen Anwohnerbeschwerden, die besagten, dass der Zustand dauerhaft so anhalte. Ein Papierkorb - unter anderem wichtig für Hundekottüten - blieb sogar stehen. Die Beschwerden seien somit unbegründet. Gerade in den letzten Wochen sei es zügig fortgeschritten, zwei weitere Klettergerüste wurden montiert und befestigt, und auch die Schachfläche der Mehrgenerationenanlage steht und muss sich noch richtig festsetzen. Bald ist Eröffnung. Gekostet habe das Projekt bislang 45.000 Euro.
Drei Macher, drei, die eine Sorge eint: Jene, dass sich in Zukunft die Hundehalter an die Regeln halten müssen. "Das Gelände, links und rechts vom Weg, mit Bach ist als Spielplatz eingetragen", erklärt Reichel. In Zukunft wolle man prüfen, wie man zusammen mit dem Ordnungsamt konsequenter kontrollieren kann. Die Bauarbeiter hätten einmal 28 Tretminen aus dem Sand gefischt. Das sei schon besonders, weiß der Spielplatzexperte. Hier gebe es eine "große Anzahl, auch nicht angeleinter Hunde".
Gassigänge stellen generell kein Problem dar, finden die Patinnen, die an sich Haustiere mögen. Es sei denn, sie verrichten ihre Geschäfte. Hundekot hat auf dem Spielplatz nix zu suchen. "Es kann nicht sein, dass wir jedesmal wenn wir auf den Spielplatz wollen, früher Feierabend machen müssen, um erstmal zu kontrollieren, wo die Kinder überhaupt spielen können", meint von Kiedrowski.
Als Patin habe sie schon oft Hundehalter darauf angesprochen, doch oft würde "Ich zahl doch Hundesteuer" entgegnet, berichtet die ausgebildete Köchin.
Und Arnold kann sich sogar an extreme Tage erinnern: "Da haben wir mit Stöcken den Bereich abgesteckt, wo die Kinder herlaufen können."
Sogar auf dem Schild, eingangs des Geländes steht geschrieben, dass freilaufende Hunde nicht erlaubt sind, wie übrigens auch andere Dinge wie Rauchen und Alkohol trinken - es ist halt ein Spielplatz. In Zukunft für Mehrgenerationen zum Ausruhen, Schachspielen und Spazierengehen. Der Weg hindurch, der Richtung nahegelegenem Friedhof führt, soll auch bald besser befestigt werden. Aber nicht in diesem Jahr.

Autor:

Harald Landgraf aus Gelsenkirchen

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