Rettungsaktion der Ratsfraktion Tierschutz/SLB mit Team am Wildgehege Schonnebeck
Ein Mann für alle Felle

Marco Trauten (hinter den Damen), Ratsherr der Ratsfraktion Tierschutz/SLB sowie Tina Endruschat, sachkundige Bürgerin der Ratsfraktion (ganz rechts), Initiatorin Doro Keuter, Dina Beguin und Eva Bensch, Simone Trauten-Malek (2.v.r.), 2. Kreisvorsitzende Tierschutzpartei Essen
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  • Marco Trauten (hinter den Damen), Ratsherr der Ratsfraktion Tierschutz/SLB sowie Tina Endruschat, sachkundige Bürgerin der Ratsfraktion (ganz rechts), Initiatorin Doro Keuter, Dina Beguin und Eva Bensch, Simone Trauten-Malek (2.v.r.), 2. Kreisvorsitzende Tierschutzpartei Essen
  • hochgeladen von Elisabeth Maria van Heesch

Ein verregneter Sonntagmorgen in Essen. Ganz Essen noch in frühsonntäglicher Ruhe. Ganz Essen? Nein! Am Wildgehege des Fördervereins Schonnebeck e.V. hat sich ein Team unter Leitung von Ratsherrn Marco Trauten, Ratsfraktion Tierschutz/Sozial Liberales Bündnis Essen, und Tierschutzaktivistin Doro Keuter versammelt. Fraktionsmitglieder, Vertreterinnen der Tierschutzpartei Essen und Tierschutzaktivisten haben sich verabredet, um gemeinsam die im Wildgehege verbliebenen Tiere zu retten, darunter das letzte verbliebene Damwild, Hühner, Gänse, Enten, ein Esel, ein Schwein, Pfauen und ein Kater. Zunächst stellten die Tierschützer fest, dass die traumatisierten vier Dammhirsche durch den maroden Zaun ins Dickicht geflüchtet waren - ausserhalb des Zugriffs der Wildgehege-Betreiber. Die übrigen Tiere wurden im Wildgehege angetroffen.

Rettungsaktion zum Schutz der Tiere vor 'wirtschaftlicher Verwertung' und Zuständen im Wildgehege
Wie die örtliche Presse berichtete, hatte die Stadt Essen Ende 2019 dem Förderverein den Weiterbetrieb des Wildgeheges aufgrund erheblicher baulicher Mängel, aber auch nach veterinärärztlicher Einschätzung aufgrund des Zustandes einiger Tiere im bestehenden Umfang untersagt. Tierschützer hatten sich darauf bemüht, alternative artgerechte Unterbringungsplätze für die Tiere zu finden. Dessen ungeachtet ließ der Förderverein mehrere Damwildtiere 'zur wirtschaftlichen Verwertung im Weihnachtsgeschäft' von einem beauftragten Jäger erschießen. Mit anderen Worten: Ein Jäger in Ausübung seines 'Sports' erschoss die Tiere in ihrem gewohnten Schutzraum, ihrem Gehege, damit das Fleisch verkauft werden konnte.

Ratsfraktion Tierschutz/SLB bringt Thema Genehmigungskriterien für Wildgehegebetreiber in den Rat
"Die Ratsfraktion hat bereits einen Antrag auf Prüfung der Genehmigungskriterien für die Betreiber von Wildgehege sowie die Wildhaltung im Rathaus vorgelegt. Auch soll dem Förderverein zukünftig die erneute Tierhaltung untersagt werden," erklärt Elisabeth Maria van Heesch, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz/SLB.
Die legale Aktion war mit dem Förderverein abgestimmt, der letztlich unter massivstem öffentlichen Druck stand angesichts der Aufdeckung der Tiererschießungen für die Fleischverwertung. Die Tiere sind auf verschiedene Stellen verteilt, Tierschützer aus Essen, Duisburg und Nettetal nahmen die Tiere auf und noch am Sonntag vom Einsatzteam der Ratsfraktion entgegen. Kater Paule lebt ab jetzt in der Fraktionsgeschäftsstelle unter liebevollster Betreuung der Familie des Ratsherrn Marco Trauten. Der Esel verbringt seinen Lebensabend geschützt auf einem Gnadenhof. Für das Damwild wird noch eine artgerechte und rettende Lösung geplant.

Rechtliche Schritte gegen Förderverein
"Ein großer Dank an alle, die heute bei schlechtestem Wetter zum Schutz der Tiere an der Rettungsaktion mitgewirkt haben," so erleichtert Ratsherr Marco Trauten, Ratsfraktion Tierschutz/SLB. Tierschutzaktivistin Doro Keuter, die den Skandal aufgedeckt und die Ratsfraktion Tierschutz/SLB eingeschaltet hatte, kümmert sich flankierend um rechtliche Schritte gegen den Förderverein, der bislang anerkannt gemeinnützig ist. Aktuell gehört dem Förderverein kein Tier mehr, alle haben rechtlich neue Halter. Die Polizei wurde ebenfalls eingeschaltet.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch aus Essen

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