Von Grünem Wahlkampfgeblähe und faktischen Zahlen und Aussagen
Forderung der Tierschutzpartei seit 27 Jahren: Tierversuche stoppen!

Die Tierschutzpartei begrüßt grundsätzlich alle demokratischen Kräfte, die sich in 2020 an ihre Seite stellen, um gegen Tierversuche einzutreten. In den letzten 27 Jahren seit Gründung der Tierschutzpartei, auch mit dem Anliegen, quälerischen Tierversuchen ein Ende zu setzen, war es politisch beim Thema Tierschutz und Tierversuchsverbot eher einsam um die Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Die Tierschutzpartei. Die 40 Jahre alte Partei 'Bündnis 90/Die Grünen' nennt das Wort 'Tierversuche' bis heute nicht einmal in ihrem Programm. Nun plötzlich, neun Monate vor der Kommunalwahl in NRW, entdecken die Grünen das in der Tierschutzszene hohe Wogen schlagende Thema 'Tierversuche' für sich. Ein typisches Beispiel für Wahlkampftaktik der grünen Pinocchio-Partei statt langjährigem ehrlichen Engagement.

Kommunalwahlkampf in NRW lässt grüßen
"SPD und Grüne NRW wollen die Fördergelder für Einrichtungen, die nach Alternativen zu Tierversuchen forschen, verdoppeln," erläutert Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW. Dies klinge erst einmal gut. Aber wie ehrlich ist diese Forderung? Und wie sieht die Realität aus?
Die Tierschutzbeauftragte der Grünen im Landtag hält es für möglich, dass die Zahl der Tierversuche in NRW so innerhalb der nächsten 10 Jahre halbiert werden könne.
Was für den unbedarften Leser erst einmal nach einem Plan klingt, ist für die im Thema seit Jahrzehnten engagierten PolitikerInnen der Tierschutzpartei eher ein Hohn.

Faktische Zahlen der rot-grünen Landesregierung:
2016 nur 1 Millionen Förderung Alternativforschung zu Tierversuchen für drei Jahre

Als Anfang 2016 unter der rot-grünen Landesregierung das CERST (Centrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch) am Leibnitz-Institut für Umweltmedizinische Forschung eröffnet wurde, sprach das Wissenschaftsministerium der Alternativforschung 1 Millionen Euro Unterstützung zu – für 3 Jahre.
Bundesweit fliessen nur etwa 4 Millionen Euro in die tierversuchsfreie Forschung, während Tierversuche mit Summen im Milliardenbereich gefördert werden.
CERST wird seit 2017 mit 300.000 Euro im Jahr durch das Land NRW gefördert, zeitgleich werden über 300.000 Tiere jährlich in NRW’s Laboren mit Fördermitteln in Millionenhöhe gequält.

Grüne/SPD-Regierungsentscheidung somit: 1 Euro alternatives Forschungsgeld für jedes gefolterte Tier
"Eine Ernsthaftigkeit zur Abschaffung der Tierversuche ist schon anhand der Forschungsgelder nicht zu erkennen. Auch die Verdopplung des Jahresbudgets auf 600.000 Euro wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein," so Martin Lück, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei NRW.

Was machen CDU/FDP? Das nächste Trauerspiel zulasten der Tiere
Umweltministerin Heinen-Esser (CDU) will sich nicht auf eine Erhöhung der finanziellen Mittel festlegen, die auch im laufenden Jahr bei 300.000 Euro festgelegt sind. Also dem Minibetrag, den Grüne und SPD in Regierungsverantwortung 2016 als Jahresbudget festgelegt haben.
Die so genannte "Umwelt"ministerin erkenne, so ihr Ministerium, den Wert der CERST-Forschung an und Ziel müsse es sein, Tierversuche langfristig überflüssig zu machen, so weit sei die Forschung aber noch nicht. Besonders die Grundlagenforschung werde auf absehbare Zeit nicht auf Tierversuche verzichten können.

Tierschutzpartei contra Umweltministerium
"Wir sehen dies anders und berufen uns mit unserer Forderung nach dem sofortigen Ausstieg aus den Tierversuchen auf renommierte Wissenschaftler weltweit, die nicht nur die Sinnhaftigkeit und Sicherheit von Tierversuchen in Frage stellen, sondern bereits vorhandene und einsatzfähige Alternativen wie In-Vitro, Multi-Organ-Chips oder Mini-Brains entwickelt und erprobt haben," betont Reiner Lück, Landesgeschäftsführer der Tierschutzpartei NRW.

Grüne und Tierschutz? Kapern eines parteifremden Themas aus reiner Wahltaktik
"Dass nun die Grünen, in deren Programm das Wort Tierversuch nicht einmal vorkommt, sich für eine Reduktion (nicht Abschaffung) der Folter einsetzen, mag den anstehenden Kommunalwahlen zu verdanken sein, hat man doch festgestellt, dass grade die geplante Erweiterung des Folterlabors COVANCE in Münster zu viel Protest führt und die Tierversuchsgegner viel Wählerpotenzial bieten," so erbost Sandra Lück, die von den grünen Pinocchio-PolitikerInnen in Sachen Wahrhaftigkeit beim Thema Tierschutz nichts bis wenig erwartet.

Grüne beschimpfen führende Tierschutzpolitiker als 'querulantische Arschlöcher' wegen Einsatz gegen Affenversuche
Das jetzige Grüne Wahlkampf-Geblähe zu Tierschutzthemen - mehr ist es nicht - ist insbesondere auch deswegen spannend, wenn man bedenkt, dass der ehemalige sogenannte "tierpolitische Sprecher" der Grünen, Martin Sebastian Abel, Landesvorsitzende Sandra Lück und Landesgeschäftsführer Reiner Lück der Tierschutzpartei NRW auf Facebook als „querulantische Arschlöcher“ betitelt hat, weil sie das LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz) unter anderem wegen der Genehmigung der Affenversuche des Höllenlabors COVANCE verklagt haben und dabei eigentlich Bezug auf alle Tierversuchsgegner nahmen.

Ehrlicher politischer Tierschutz seit 27 Jahren: Die Tierschutzpartei
Die Tierschutzpartei jedenfalls geht weiterhin den Weg, Tierversuche ohne Rücksicht auf den rentablen Wirtschaftszweig der Forschungsinstitute, Züchter, Experimentatoren und der Pharmaindustrie zu verbieten, statt das unsägliche Leid mit der Alibi-Forderung nach lächerlichen Zuschüssen für die Alternativforschung über Jahrzehnte zu reduzieren. Nicht nur, um Millionen unschuldiger Tiere vor der Abartigkeit der Geld- und Neugier des Menschen zu retten, sondern auch um den medizinischen Stillstand zu beenden und erkrankten Menschen, denen bislang alle Hilfe versagt bleibt, die Chance auf eine neue, moderne Forschung und neue Perspektiven auf Heilung zu bieten.

Und dies nicht nur in Wahljahren - sondern als Dauerprogramm seit Parteigründung.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch aus Essen

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