Tierschutzpartei Essen: Tierleid ist kein Vergnügensobjekt
Ratsfraktion Tierschutz beantragt Wildtierverbot für Zirkusbetriebe in Essen

Bald auch in Essen?

Eine schon lange währende Debatte - die Ratsfraktion Tierschutz SLB im Rat der Stadt Essen macht nun Ernst: Für die kommende Ratssitzung am 27.11.2019 hat die Fraktion ein Wildtierverbot für Zirkusbetriebe beantragt. Der Antrag ist im Ratsinformationssystem der Stadt Essen bereits unter TOP 25 der Ratstagesordnung einsehbar.

Keine kommunalen Flächen für Zirkusbetriebe mit Wildtieren
Die Ratsfraktion beantragt, der Rat möge beschließen, dass die Stadt ab dem 01.01.2020 keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe vermietet, die Tiere wildlebender Arten, sogenannte Widltiere, mitführen. Bereits geschlossene Verträge müssen rein rechtlich hiervon unberührt bleiben.
"Wir beantragen konkret auch, dass der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, einen Satzungsentwurf für eine Widmungsbeschränkung der entsprechenden öffentlichen Veranstaltungsplätze zunächst dem Fachausschuss OPO, sodanndem Rat vorzulegen," erläutert Elisabeth Maria van Heesch, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz SLB.
Ziel eines kommunalen Wildtierverbotes ist die Unterbindung von nicht artgerechter bis tierquälerischerHaltung und ‚Dressur‘ von Tieren in Zirkusbetrieben. 

Ziel: Generell keine Tierschauen in Zirkusbetrieben – zum Schutz der Tiere als Mitgeschöpfe.
"Tiere als Vergnügungsobjekte vorzuführen, entspricht nicht mehr der heutigen Sicht auf Tiere, die keine Sachen, sondern Mitgeschöpfe sind," betont Marco Trauten, Ratsherr der Ratsfraktion Tierschutz SLB im Rat der Stadt Essen. Insbesondere für Wildtiere ist das Vegetieren in Gefangenschaft, sind die Haltungsbedingungen in reisenden Zirkusbetrieben auf engstem Raum, Zwangsdressuren, Lärm und grelles Licht der Arena eine Qual.

Pädagogisch fragwürdig: Kindern gefangene und zwangsdressierte Tiere zur Unterhaltung vorführen
Kindern gefangene und unter Zwang widernatürliche ‚Kunst’stückchen darbietende Wildtiere vorzuführen, ist zumindest auch pädagogisch fragwürdig. Etliche, auch renommierte Zirkusbetriebe, verzichten inzwischen freiwillig, z.T. ggf. auch aufgrund der ablehnenden Entwicklung in den deutschen Kommunen sowie den angrenzenden EU-Ländern, auf Tierschauen insgesamt, zumindest auf Wildtiere, und setzen auf menschliche Akrobatik, Zauberschauen usw.. 

Zirkus-Wildtierverbote u.a. in Köln und Düsseldorf
"Die Essener Nachbarstädte Köln und Düsseldorf praktizieren erfolgreich einschlägige Wildtierverbote im Interesse des Tierschutzes. Es wird sich nun zeigen, ob die politische Mehrheit im Rat der Stadt Essen sich endlich einen Ruck gibt, sich zugunsten des Tierschutzes auf Essener Veranstaltungsflächen klar zu positionieren," so die Tierschutzfraktion.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch-Orgass Tierschutz Essen aus Essen

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