Ratsgruppe Tierschutz kritisiert Endlosdebatte
Werden: Grillverbote auf Brehm und im Löwental endlich umsetzen

Ratsmitglieder der Ratsgruppe Tierschutz Essen aus dem Essener Süden: Simone Trauten-Malek aus Werden (l.), Elisabeth Maria van Heesch-Orgass aus Heidhausen.

Nachdem auf Initiative der Tierschutzpartei und deren Antrag im Ordnungsausschuss der Stadt Essen zum Thema Grillen auf städtischen Flächen und einem strengen Umgang mit Grillchaoten, Müllbergen und Lärmbelästigungen im Sommer 2020 endlich ein Ratsbeschluss zu einem städtischen restriktiven Grillkonzept ergangen war, folgte zunächst ein Aufatmen insbesondere betroffener Anwohnerinnen und Anwohner der Werdender Brehminsel sowie des Löwentals. Nur: Die Freude war verfrüht. Denn der Rat der Stadt  Essen beschloss zwar im August 2020 ein grundsätzliches öffentliches Grillverbot mit Ausnahme von städtisch festgelegten Plätzen, legte aber gleichzeitig fest, dass in jedem Bezirk die jeweilige Bezirksvertretung sich auf geeignete Flächen für zugelassene öffentliche Grillplätze einigen sollte. Dabei gingen die Ratsmitglieder davon aus, dass dies eine kurzfristig zu regelnde Platzauswahl gerade durch die ortskundigen Bezirksvertreter sein würde.

Bezirksvertretung IX kann sich seit 2020 nicht auf Platzauswahl einigen
Dies ist bislang im Bezirk IX leider nicht der Fall, die Endlosdebatte läuft und läuft, die Bezirksvertreter haben sich bislang auf keine öffentlichen Plätze oder zumindest einen Platz einigen können. Die Konsequenz: Insbesondere durch in großen Gruppen anreisende Grill-Touristen, häufig sogar aus benachbarten Ruhrgebietsstädten, geht das angeprangerte Grillchaos auf Brehminsel und im Löwental munter weiter. Hier könnte die Festlegung von Alternativplätzen mit striktem Ordnungskonzept weiterhelfen.

Grillkonzept für städtische Parks und öffentliche Grünflächen
Mit ihrem Antrag auf Erstellung eines städtischen Grillkonzeptes in 2020 zielten die Tierschützer auf die 
Einrichtung fester Grillplätze mit Sanitäranlagen, Müllcontainern und strengem kontrollierendem und sanktionierende Ordnungskonzept. Es ging und geht der Ratsgruppe Tierschutz dabei nicht um ein Totalverbot ohne jedwede öffentliche Grillmöglichkeit. "Ein Totalverbot würde faktisch eine Bestrafung all derjenigen Bürgerinnen und Bürger bedeuten, die sich an die Regeln halten, für ein sommerliches Grillen jedoch auf die öffentlichen städtischen Anlagen angewiesen sind mangels eigenem Garten oder strengem Vermieter," so Ratsfrau Elisabeth Maria van Heesch-Orgass aus Heidhausen.
Die Brehminsel und das Löwental als Grillplatz - generell als Landschaftsschutzgebiete eigentlich Grillverbotszonen, die von der Stadt nicht durchgesetzt werden, konstatiert die Tierschutzpartei und legt sich bezüglich dieser Grünflächen als fortbestehender Grillverbotszonen klar fest.

Nur BV I bislang mit Platzbenennungen
In den neun Essener Bezirken hat bislang lediglich die Bezirksvertretung I der Stadtverwaltung Plätze für öffentliches Grillen benannt bzw. vorgelegte Vorschläge von Grün und Gruga akzeptiert. Im Stadtgarten und im Nordpark werden nun seitens der Verwaltung die von den Ortspolitikerinnen und Ortspolitikern ausgewählten Plätze mit öffentlichen Toiletten, quantitativ hinreichenden Müllaufnahmebehältern sowie einem Reinigungs- und Ordnungskonzept ausgestattet. Auch sind strikte Kontrollen seitens des Ordnungsamtes und ein Bußgeldkatalog vorgesehen.

Bezirk IX - Zwischenlösung muss her: Grillverbot auf Brehm-Insel und im Löwental durchsetzen
"Wir plädieren dafür, dass bis zur Benennung von öffentlichen Grillplätzen im Bezirk IX durch die Bezirksvertretung IX jedenfalls das Grillen auf der Brehminsel und im Löwental, somit in Landschaftsschutzgebieten,  stadtseits nicht weiter geduldet wird und dieses Grillverbot auch streng kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden," unterstreicht Ratsfrau Simone Trauten-Malek aus Werden. Dies entspräche der derzeit bereits bestehenden städtischen Verbotsregelung für den Hallopark, den Schlosspark Borbeck sowie den Krupp-Park. Die Ratsgruppe Tierschutz wird hierzu bei weiterer Nichtbewegung in Werden einen entsprechenden Antrag in den Rat der Stadt einbringen.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch-Orgass Tierschutz Essen aus Essen

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