Corona-Pandemie: Etwas mehr Impfstoff für NRW
Nun auch Moderna im Einsatz

Der Moderna-Impfstoff ist in NRW angekommen. Foto: Pixelio/C. Falk
  • Der Moderna-Impfstoff ist in NRW angekommen. Foto: Pixelio/C. Falk
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Nach der Zulassung des Impfstoffes Moderna im Kampf gegen die Corona-Pandemie durch die Europäische Kommission ist die erste Lieferung in Höhe von 13.200 Impfdosen des Bundes in Nordrhein-Westfalen eingetroffen. Da zur vollständigen Immunisierung zwei Impfdosen notwendig sind und die Hälfte der Impfdosen zunächst zurückgehalten wird, können damit zunächst 6.600 weitere Personen geimpft werden. Die zweite Impfung erfolgt nach vier Wochen.

„Ich bin froh, dass mit Moderna ein weiterer Impfstoff zur Verfügung steht. Alle Moderna-Impfdosen werden in Nordrhein-Westfalen zeitnah einigen Einrichtungen zur Verfügung gestellt und dort verimpft. Aufgrund der geringen Menge werden wir dazu die nordrhein-westfälischen Unikliniken und einige Maximalversorger anschreiben und ihnen den Impfstoff anbieten”, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Der Impfstoff Moderna wird bei minus 20 Grad in das nordrhein-westfälische Zentrallager angeliefert und dort gelagert. Im aufgetauten Zustand kann der Impfstoff bei zwei bis acht Grad vorsichtig und erschütterungsarm weitertransportiert werden. Jedes sogenannte Vial enhält zehn anwendungsfertige Impfdosen, die einzeln entnommen werden können.

„Mit Blick auf die begrenzt zur Verfügung stehenden Mengen ist der Impfstart in Nordrhein-Westfalen gut angelaufen. Bislang wurden mehr als 170.000 Impfungen in den nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen durchgeführt”, so Laumann. Knapp 18 Millionen Menschen leben in NRW, so liegt der prozentuale Anteil geimpfter Personen unter allen NRW-Bewohnern bei unter einem Prozent. 

Zwischenzeitlich hatte Laumann angekündigt, einen Infobrief zur Corona-Schutzimpfung auf den Weg zu bringen. Dieses Schreiben an die Über-80-Jährigen in Nordrhein-Westfalen ist auf dem Weg. Das Dokument wurde mittlerweile an die Kreise und kreisfreien Städte übermittelt, wird dort gedruckt und kommende Woche landesweit verschickt. Eine Terminvereinbarung wird telefonisch oder online ab Montag, 25. Januar, möglich sein. Wichtig: Der Brief selbst ist keine Voraussetzung dafür, dass man einen Termin vereinbaren kann.

Die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen sind einsatzbereit, aber weiterhin nicht für den Publikumsverkehr geöffnet. Auch eine Terminvereinbarung für die Corona-Schutzimpfung in den Impfzentren ist aktuell noch nicht möglich.Die bundesweit einheitliche Telefonnummer für den Terminservice wird freigeschaltet, wenn ein zugelassener Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Zu wählen ist dann 0800 116 117, gefolgt von einer 01 für das Rheinland oder einer 02 für Westfalen. 

So landen die Anrufer im Call Center für NRW in Düsseldorf, wo die Terminpläne aller 53 Impfzentren vorliegen. Hier kann dann der Termin vereinbart werden. Auf dem Post erhält der Impfwillige dann per Post eine Terminbestätigung, ein Aufklärungsbogen über das Impfen und einen Einwilligungsbogen. Einwilligung und Terminbestätigung sind dann im Impfzentrum ebenso vorzulegen wie Ausweis, Impfpass und Versichertenkarte. 

Die Reihenfolge der Impfungen erfolgt nach Priorität. Alle Menschen im Alter von über 80 Jahren gehören zur ersten Gruppe - ihnen wird eine "Sehr hohe Priorität" zugeschrieben. Die Gruppe umfasst außerdem Heimbewohner, Rettungsdienst, Pflegekräfte im ambulanten und stationären Bereich sowie Beschäftigte in Notaufnahmen, Covid-19-Stationen und in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen (verletzlichen) Gruppen, etwa in der Geburtshilfe oder Transplantationsmedizin), ebenso andere Beschäftigte in Pflegeheimen. Deutschlandweit umfasst diese Gruppe mehr als 8,6 Millionen Menschen.

Im April soll diese Altersgruppe durchgeimpft sein. Dann folgen die "Höhere Priorität" (ab 70 Jahren) und die "Erhöhte Priorität" (ab 60 Jahren), jeweils plus bestimmter Berufsgruppen. Damit zeichnet sich ab, dass jüngere Menschen ohne Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen die Telefonnummer für den Terminservice bis zum Sommer getrost beiseite legen können.

Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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