Lokalkompass-Länderreise: Santorini
Die wohl fotogenste Insel der Welt

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Die Lokalkompass-Länderreise ist nun auf Santorini gelandet. Die griechische Vulkaninsel, die ca. 120 km nördlich von Kreta liegt, fällt vor allem durch ihre besondere Steilküste auf. Ein Vulkanausbruch formte im 16. Jahrhundert die charakteristischen Hänge, auf denen sich jetzt eine Vielzahl weißer Häuser wiederfindet. 

Schöne Orte

Die zwei Orte, die auf Santorini wohl die meiste Aufmerksamkeit erhalten, sind Oía und Thira. Das liegt daran, dass sie direkt an den Hängen liegen und dadurch einen ganz eigenen Charme besitzen. Diese zwei Orte machen Santorini einfach aus. Abgesehen von den zahlreichen wunderschönen weißen Häusern, zieht sich ein toller gepflegter Marmorfußboden durch die Innenstadt von Oía, der perfekt zu der Architektur und den blauen Kirchendächern passt.

Marmorboden, der sich durch die Innenstadt von Oía zieht.
  • Marmorboden, der sich durch die Innenstadt von Oía zieht.
  • Foto: Sarah Kotala
  • hochgeladen von Sarah Kotala

In den Gassen findet man zudem viele kleine Geschäfte, in denen man landestypische Souvenirs, wie zum Beispiel bemaltes Porzellangeschirr, oder auch Lebensmittel kaufen kann. An vielen Häuserfassaden lässt sich zudem ein Meer an Blüten und Pflanzen nieder. Das macht den Ort erst so richtig lebendig. Schlendert man durch die Innenstadt von Oía, stößt man zudem auf viele Galerien. Und vor allem abends ist der Blick über die vielen beleuchteten Häuser wahnsinnig schön. 

Abendliche Stimmung in Oía Santorini.
  • Abendliche Stimmung in Oía Santorini.
  • Foto: Sarah Kotala
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Oía fällt durch seine Schönheit auf, wohingegen Thira, die Hauptstadt der Insel, unter anderem ein Traum für alle Shoppingverliebten ist. Leinen, lange weiße Kleider und luftige Oberteile: Das ist der Stil der Einheimischen - und so auch der, der Touristen. An jeder Ecke findet man hochwertige Boutiquen, aber auch viele günstige Bekleidungsgeschäfte. Beides haben sie jedoch gemeinsam: Die Liebe zu weißer luftiger Kleidung. Thira ist zudem der Ort, an dem die Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Ein Highlight in Thira ist die Seilbahn, die die Menschen die Steilküste hinauf befördert. Alternativ kann man auch "per Esel" die steile Küste hinauf kommen, aber dazu später mehr. 

Alle zwei Meter ein Fotoshooting 

Geht man durch die Innenstadt von Oía oder Thira , bekommt man das Gefühl, Teil eines riesigen Fotoshootings zu sein. Wo man auch hinsieht, tummeln sich Fotografen, Models und Touristen, die jeden Winkel dieser wunderschönen Insel festhalten möchten. Und jeder möchte die schönste Gasse, das schönste Gebäude oder die schönste Kirche vor die Linse bekommen - am besten ohne fremde Menschen im Bild. Teilweise kann es da in den Gassen schnell mal voll werden. Aber die Menschen nehmen glücklicherweise Rücksicht aufeinander. Sogar Hochzeitspaare kommen aus aller Welt nach Santorini, um hier ihre Hochzeitsfotos nachzustellen. Verrückt, oder? Abseits der Hauptmeilen herrscht tagsüber jedoch eher eine entspannte und ruhige Stimmung. Hier kann man also beides haben - Action und Entspannung. 

Hotelpreise

Wer seinen Urlaub in einem Hotel auf den Hängen verbringen möchte, der muss teilweise tief in die Tasche greifen. Vor allem in Oía sind die Preise pro Nacht teilweise utopisch. Aber es gibt auch einige wenige bezahlbare und schöne Hotels in Nähe der Steilküste. 

"Wir waren in einem recht kleinem Hotel in Oía, das sich kurz oberhalb der Hänge befand. Das Hotel heißt Nikos Villas. Von da aus hatte man aber dieselbe traumhafte Aussicht über Oía."

Abendessen beim Sonnenuntergang 

Wer gut essen und gleichzeitig einen tollen Ausblick genießen möchte, der ist auf Santorini perfekt  aufgehoben. Die Sonnenuntergänge auf der Insel sind legendär und weltbekannt. Täglich legen Kreuzfahrtschiffe an der Küste an. Und vor allem zum Sonnenuntergang strömen Massen von Touristen zur westlichen Spitze der Insel. Es ist wirklich verrückt: Jeder versucht, die beste Sicht auf den Sonnenuntergang zu erhaschen. An der Spitze der Insel lockt natürlich auch eine Vielzahl von Lokalen. Bleiben darf jedoch nur, wer auch zu Abend isst - zur Sonnenuntergangszeit versteht sich. Das Restaurant mit dem wohl besten Blick auf den Sonnenuntergang heißt - wäre hätte es gedacht - "Sunset" und ist definitiv weiterzuempfehlen. Hier wird sich nicht auf dem gebotenen Ausblick ausgeruht. Und auch hier ist es zur Sonnenuntergangszeit natürlich Voraussetzung, dort zu Abend zu essen und zudem eine Flasche Wein zu bestellen. 

Sobald die Sonne im Wasser untergegangen ist, geht es für die Touristen wieder zurück in die andere Richtung. Fast wahnsinnig laufen die Menschenmassen los. Sie haben ihr Ziel für den Tag erreicht: "Sonnenuntergang gesehen - check.".  

"Man hatte manchmal das Gefühl, sich in Sicherheit bringen zu müssen. So hektisch liefen die Scharen an Menschen nach dem Sonnenuntergang wieder Richtung Küste." 

Menschenmassen strömen nach dem Sonnenuntergang in die andere Richtung der Insel.
  • Menschenmassen strömen nach dem Sonnenuntergang in die andere Richtung der Insel.
  • Foto: Sarah Kotala
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Preislich unterscheiden sich die Restaurants auf der Insel teilweise stark. Viele Restaurantinhaber lassen sich da auch gerne mal die Aussicht bezahlen. So lang das Essen gut ist, ist das auch in Ordnung. Von sehr teuer bis absolut bezahlbar ist da alles dabei. Mit der Zeit weiß man, welche Restaurants gut und welche weniger gut sind. Aber auch für den kleinen Geldbeutel ist hier was dabei. Tripadvisor oder Yelp helfen bei der Entscheidung. Und was muss man definitiv auf Santorini gegessen haben? Natürlich Moussaka. 

Moussaka in einem Restaurant in Oía auf Santorini.
  • Moussaka in einem Restaurant in Oía auf Santorini.
  • Foto: Sarah Kotala
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Und dann sind da noch die Esel...

Eine negative Erinnerung an Santorini gibt es da leider doch. Und zwar das Geschäft mit den Eseln. In den teilweise sehr schmalen Gassen ist kein Platz für Autos. Daher behelfen sich die Einheimischen vor Ort mit Eseln - so weit so gut. Leider werden die Esel auch zu touristischen Zwecken missbraucht. Kreuzfahrtschiffe legen an der Küste an. Heißt: Die Scharen an Menschen müssen irgendwie nach oben in die Stadt gelangen. Einige Menschen möchten diese Last jedoch nicht auf sich nehmen und reiten lieber auf Eseln die endlos vielen Stufen hinauf. Nun sind sie es, die - im wahrsten Sinne des Wortes - die Last tragen müssen. Denn für die Esel ist es eine große Qual, die teilweise sehr übergewichtigen Menschen bei heißen Temperaturen viele Meter hoch in die Stadt zu tragen. Das griechische Ministerium für ländliche Entwicklung hat jedoch vor kurzem ein Gesetz erlassen, das besagt, dass Menschen, deren Körpergewicht über 100 Kilogramm liegt, nicht mehr auf den Eseln reiten dürfen. Immerhin ein Anfang...
 

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Autor:

Sarah Kotala aus Essen

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