RWE feuert Trainer Christian Neidhart
Paukenschlag im Regionalliga-Endspurt

Ihre Wege trennen sich: Sportdirektor Jörn Nowak (r.) hält Ausschau nach einem Nachfolger für Christian Neidhart.
  • Ihre Wege trennen sich: Sportdirektor Jörn Nowak (r.) hält Ausschau nach einem Nachfolger für Christian Neidhart.
  • Foto: Markus Endberg
  • hochgeladen von Michael Köster

Zwei Spiele vor dem Ende der Regionalliga-Saison sorgt Rot-Weiss Essen für einen Paukenschlag: Am Donnerstagmorgen sickerte durch, dass Trainer Christian Neidhart im Auswärtsspiel am Samstag (14 Uhr) beim SV Rödinghausen nicht mehr auf der Bank sitzen wird. Mittags wurde die Entlassung des 53-Jährigen bestätigt.

Am Dienstagabend hatte RWE das Niederrheinpokal-Halbfinale beim Liga-Konkurrenten Wuppertaler SV nach enttäuschender Leistung mit 1:3 verloren und damit eine mögliche Qualifikation für den lukrativen DFB-Pokal verpasst. Danach waren Fragen aufgekommen, ob der 53-jährige die Mannschaft noch erreicht.
Am Donnerstag gegen 10 Uhr wurde Christian Neidhart, der mit der Mannschaft in 89 Spielen immerhin 62 Siege einfuhr, von Sportdirektor Jörn Nowak und Vorstandschef Marcus Uhlig mitgeteilt, dass sich ihre Wege trennen werden. "Wir bedauern diesen Schritt und haben bis zuletzt alles daran gesetzt, mit Christian Neidhart als Cheftrainer unser Ziel zu erreichen. Die Auftritte der letzten Wochen haben uns jedoch dazu veranlasst, eine Veränderung vorzunehmen", so Nowak, der die Mannschaft zusammen mit U19-Coach Vincent Wagner in den letzten beiden Partien gegen Rödinghausen und Ahlen betreuen wird.

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Begrenzte Möglichkeiten
Im Abstiegskampf der Zweitliga-Saison 2004/2005 zogen die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen vier Spiele vor dem Saisonende die Reißleine und feuerten Aufstiegstrainer Jürgen Gelsdorf. Uwe Neuhaus übernahm, doch die Rettung schaffte er nicht.
In der Bundesliga-Saison 2020/21 wurde Florian Kohfeldt bei Werder Bremen nach dem vorletzten Spiel beurlaubt. Ikone Thomas Schaaf übernahm für eine Partie, konnte die Norddeutschen jedoch nicht vor dem Abstieg in die Zweite Liga bewahren.
Nun hat RWE Trainer Christian Neidhart gefeuert. Von "Aktionismus" sprechen die einen, "viel zu spät" sagen andere. Die Chemie soll zuletzt nicht mehr gestimmt haben.
Die Möglichkeiten der Verantwortlichen, das Aufstiegsrennen an den letzten beiden Spieltagen noch zu beeinflussen, sind indes begrenzt. Nur, wenn Preußen Münster patzt, hat RWE eine Chance - ob mit oder ohne Christian Neidhart.

Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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