Sturmtief Carmen: Regen und kein Ende - die Feuerwehr im Dauereinsatz

13. November 2010
08:00 Uhr
Arnsberg, Arnsberg
28Bilder

Arnsberg. Noch am Freitag konnte ein bislang ruhiger Verlauf des Sturmtiefs "Carmen" gemeldet werden. Am frühen Samstag wirkte sich aber der Regen aus, der in der Nacht zuvor gefallen war.
Nichts geht mehr hieß es folglich auf zahlreichen Straßen des Sauerlandes. Erdrutsche, Überschwemmungen und voll gelaufene Keller bescherten der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Einsätze.
Auf der Neheimer Möhnestraße herrschte seit 9 Uhr "Land unter". Die Herbke, sonst eigentlich ein kleines Flüsschen konnte die Wassermassen nicht mehr fassen, Laub und Äste, die vom Sturm heruntergefegt worden waren, verstopften die Durchläufe. "Ich konnte seit etwa 8 Uhr beobachten, wie das Wasser immer stärker anstieg", schilderte eine Bäckereiangestellte, die im Verkaufspavillon der Bäckerei Junker seit 6 Uhr ihren Dienst leistete. Man hätten Boot fahren können, erklärte sie.
Mit starken Kräften vom Stützpunkttrupp und derStadtteileinheit Neheim war man vor Ort. Haus- und Kellereingänge wurden mit Sandsäcken gesichert. "Erst gestern ist dieser Abschnitt von den Technischen Diensten gereinigt und kontrolliert worden", erklärte Einsatzleiter Reiner Schulze in Neheim.
Die Feuerwehr Arnsberg hatte derweil ihr Einsatzleitfahrzeug am Gerätehaus auf der Arnsberger Ruhrstraße in Stellung gebracht. Zusammen mit der obersten Feuerwehrführung wurden alle Einsätze im Stadtgebiet von hier aus koordiniert. "Wir haben mit Stand vom Mittag rund 120 Kräfte im Einsatz", so Pressesprecher Peter Krämer.12 von 14 Stadtteileinheiten seien buchstäblich aus dem Häuschen, Schäden zu beseitigen und weiteren vorzubeugen. Die beiden Hochwasser-Container mit Sandsäcken und mehr waren in Neheim und Oeventrop stationiert worden.
Schwerpunkte des Einsatzes waren Neheim, Müschede, Bruchhausen und Oeventrop. Hier machte der Siepenbach wieder Probleme und bescherte Stadtteileinheitenführer Markus Heinemann und seinen Wehrleuten viel Arbeit. "Wir kennen die kritischen Stellen noch vom letzen Hochwasser und haben vorgebeugt", so Heinemann.
Leider sind in Oeventrop die Arbeiten zum Hochwasserschutz noch in vollem Gange. So habe man auch hier Häuser und Grundstücke mit vielen Sandsäcken gesichert.
Die Einsatzleitung beobachtet die Wetterlage und die Unwettermeldungen weiter und hoffen, dass es nicht schlimmer kommt.

Autor:

Frank Albrecht aus Arnsberg

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