"Kaufnett" geht ab Dezember in Moosfelde an den Start

1. Dezember 2010
Arnsberg, Arnsberg
Steffen Baumann, Ralf Meyer und Jochen Nadolski-Voigt von der Diakonie setzten mit Beatrix Visser und Annika Ballach das Projekt um. Foto: Albrecht
  • Steffen Baumann, Ralf Meyer und Jochen Nadolski-Voigt von der Diakonie setzten mit Beatrix Visser und Annika Ballach das Projekt um. Foto: Albrecht
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Viele haben sich an der Scheibe des ehemaligen „Rema“-Marktes in Moosfeldes Zentrum schon die Nase platt gedrückt. Was geht denn hier vor sich? Diakonie Ruhr-Hellweg und Quartiersbüro Moosfelde wissen das genau.
„Die Moosfelder sind aber nicht nur neugierig“, erzählt Annika Ballach vom Quartiersbüro, „sondern sie bieten auch ihre Hilfe an.“ Das Projekt wird aufgehen, da ist man sich in Moosfelde sicher. Gemeint ist die Idee, die unter dem Namen „Moosfelde bewegt“ bekannt wird.
Noch wird eifrig an der Idee des neuen Kaufhauses in der Gartenstadt gearbeitet. „Kaufnett“ heißt das bei der Diakonie, die landesweit schon mehrere Häuser dieser Art betreibt. „Moosfelde ist als Standort gut gewählt, hier sind wir richtig“, so Steffen Baumann, Geschäftsführer der Organisation.
Mit dem - auch wenn man es nicht gerne sagt - Sozialkaufhaus wolle man Perspektiven im Stadtteil schaffen, Perspektiven die nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ funktionieren. Dafür, so Baumann weiter, ziehen viele Akteure am selben Strang. „Wir erwarten uns zum Beispiel eine neue Belebung des Zentrums“, erklärt Ballach.
Die soll es hier ab Mittwoch, 1. Dezember, geben. Denn dann wird das „Kaufnett“ in Moosfelde fertig sein. Schon seit Montag laufen die Arbeiten in dem ehemaligen Lebensmittelmarkt auf Hochtouren. „Es gab und gibt wahnsinnig viel zu tun“, so Ballach. Deshalb habe man sich über viele helfende Hände von der Bürgerinitiative, über die Vereine bis zum Stadtumbau-Beirat gefreut, die auch schon zugepackt haben: Folie von den Fenstern abreißen, Aufräumen, Saubermachen und Herrichten.
Das tun seit Montag auch die 1-Euro-Kräfte, die über die „Arbeit und Lernen gGmbh“ (A&L), eine Tochter der Diakonie die Beschäftigung vor Ort koordinieren. „Die Idee ist ja schon älter und wurde 1998 in Unna geboren“, so Jochen Nadolski-Voigt, Geschäftsführer der A&L. Die will die Kräfte, die nach Absprache mit dem Jobcenter für das zunächst auf ein Jahr befristete Projekt schaffen werden, auch entsprechend vorbereiten.
Insgesamt rund 280 Quadratmeter (plus Lagerräume) im Keller werde genutzt. Ein Büro und Schulungsräume für die A&L eingeschlossen. Zunächst fünf der so genannten AGHs (Arbeitsgelegenheiten) werden zur Verfügung stehen. Mit Anleiter und weiteren Kräften wird man zum Start 15 Teilnehmer beschäftigen.
Und was bietet die vom HSK geförderte Jobperspektive? Zunächst ein klasse Engagement der Menschen vor Ort, wie Nadolski-Voigt ausdrücklich lobt. Eine Auswahl gebrauchter Artikel. Möbel, Spielzeug, Elektro- und Haushaltswaren und mehr sollen erschwinglich zu haben sein. In nur noch zwei Wochen fällt der Startschuss, und das „Kaufnett“ soll einen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit auch in Moosfelde leisten.

Autor:

Frank Albrecht aus Arnsberg

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