Kaiserschmarrn für alle - Jubiläumsprogramm 20 Jahre Friedhelm Meisenkaiser

9. März 2012
19:30 Uhr
Gemeindezentrum Weidkamp, 45355, Essen
Schon als Achtjähriger saß Frank Kampmann hinter dem Schlagzeug.
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  • Schon als Achtjähriger saß Frank Kampmann hinter dem Schlagzeug.
  • Foto: Kampmann
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Er ist ein robuster Ruhrpottler, sagt was er denkt, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Seit 20 Jahren begeistert Hausmeister Friedhelm Meisenkaiser die Welt mit Englischkenntnissen und profundem Halbwissen.

Frank Kampmann, im wahren Leben Diplom Sozialarbeiter und Leiter von „Zug um Zug“ in Borbeck, ist Vater der Figur. „Entstanden ist der Meisenkaiser in der Zeit, als ich als Musiker mit der Hauke Hartmann Band unterwegs war. Knapp vier Jahre haben wir gemeinsam Musik gemacht, in Deutschland, Holland und in der Schweiz“, erinnert sich Kampmann. Der Meisenkaiser gehörte schon damals zum festen Inventar. „Hat auf der Bühne als Pausenclown zwischendurch immer mal wieder für Stimmung gesorgt.“
Dass es eine Hausmeisterfigur war, die Kampmann damals aus der Taufe hob, lag auf der Hand. „Egal in welcher Halle wir auch spielten. Zuerst trafen wir immer den Hausmeister. Ein Blick auf den Mann und du wusstest sofort, der ist hier der Sheriff.“

Das Programm zum 20-jährigen Bühnenjubiläum der Comedyfigur, die auf der Bühne immer wieder gerne auch in die Tasten haut und ihr Publikum mit schmissigen Songs unterhält, ist mit dem Titel „Kaiserschmarrn für alle“ übeschrieben. Knapp zweieinhalb Stunden wechseln sich Meisenkaiser und Kampmann auf der Bühne ab. „Friedhelm gibt das Stichwort, ich kann darauf eingehen. Er darf alles sagen, was Kampmann nicht darf“, legt der ZuZ-Leiter das Erfolgskonzept seiner Programme offen. Sich zu verkleiden, immer wieder in die Rolle des einfachen Mannes zu schlüpfen, der einen so eigenen wie klaren Blick auf unsere Gesellschaft zu werfen vermag, das gefällt dem gebürtigen Frintroper gut.
Dennoch ist auch der Meisenkaiser in den letzten 20 Jahren älter geworden. Die Frisur hat sich geändert, „Vokuhila“ ist out und auch auf die Zahnprothese ist der rührige Hausmeister inzwischen gekommen. Im neuen Programm berichtet er von seinem „Fluch in die Karibik“, inszeniert an der Flaschenorgel die richtige Stimmung für ein Zusammentreffen mit „Jack Spärro“. Musikalisches Talent beweist der Mann im grauen Kittel auch, wenn es um China geht. Drei Chinesen mit dem Kontrabass kann er sowohl in einer Bluesversion als auch in einer von Herbert Grönemeyer präsentieren.
Auf die Frage, was genau er seinem Publikum auf der Bühne anbiete, kommt Kampmanns Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Musikcomedy“ umschreibt er die Mischung aus Kabarett, Entertainment, Comedy und tiefsinnigem Nachdenken über das Leben, aus Popmusik, Gospel, Hip Hop, Ballade und Bigband-Sound.

In der Hausmeisterrolle hält Frank Kampmann seinem Publikum den Spiegel vor, aber auch als Pastor gelingt ihm dies. Er greift Tabuthemen auf und schlägt zwischendurch immer wieder auch bewusst leise Töne an. „Doch ich komme nicht auf die fromme Tour“, erklärt der überzeugte Christ, „obwohl ich den Menschen etwas mitgeben möchte.“.
Im Alter von acht Jahren stand Frank Kampmann das erste Mal auf der Bühne, verdiente sich als Jugendlicher durch Tanzmusikauftritte ein ordentliches Taschengeld. „Doch die Bühne ist für mich nur nebenbei. Durch meine Familie, die zu meinen besten Kritikern gehört und meine Profession als Sozialarbeiter habe ich nie die Bodenhaftung verloren“, erzählt der Mann, der mit unzähligen (Live-)Auftritten bei verschiedenen Fernsehsendern ein Publikum weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus erreicht hat. „Eine spannende Sache zu erleben, wie regional unterschiedlich der Humor ausgebildet ist.“
Doch im 20. Meisenkaiser-Jahr geht es ohne einen Auftritt vor heimischer Kulisse natürlich nicht. Am 9. und 10. März gibt es eine Audienz beim (Meisen)Kaiser im Gemeindezentrum Weidkamp 21. Los geht es jeweils um 19.30 Uhr. Karten (nur noch für die Freitagsvorstellung) gibt es unter Tel. 0201/6858244. Erwachsene zahlen 8 Euro, Schüler 5 Euro.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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