Verlorene Heimat

Einen sehr emotionalen Abend erlebten die Gäste des Dorfcafes „Buntes Sofa“ in Ardey. Syrische und schlesische Heimatverlorene erzählten ihre ganz persönliche Geschichte von Heimat, Flucht und Ankommen in der neuen Welt. Liegen auch über siebzig Jahre zwischen diesen Schicksalen so sind doch die Erlebnisse von Verlust, Angst und Neubeginn nahezu identisch. Das Erlebte verbindet über Sprache und Kulturen hinweg und wiederholt sich noch heute jeden Tag. Die Kindheit zwischen blühenden Feldern, dörflicher Idylle und eingebettet im warmen Schoß der Familie findet ein jähes Ende durch die Grausamkeit des Krieges. Sie führt in überstürzte Flucht, zerreißt die Familien und entwurzelt wo gerade noch Heimat. Gestern Breslau, heute Aleppo und morgen Irgendwo. Das Zurücklassen der Geschichte auf einer Reise in die Ungewissheit, kämpfend um das nackte Überleben. Die erstickten Schreie derer die auf der Strecke geblieben, sind ein Trauma für alle diejenigen welche es geschafft und Mahnung für alle die vom diesem Schicksal verschont worden sind. Der Mensch ist als Verursacher des Leids Täter und der Mensch ist als Leidtragender auch das Opfer. Es bleiben am Ende die eindringlichen Worte einer jungen Schutzbedürftigen : „ Es ist nicht das Ende , es ist kein Happy End und wird es auch nie sein.“

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