Dr. Karsten Schneider wird neuer Superintendent im ev. Kirchenkreis Unna
„Ich traue unserer Kirche viel zu“

Für die drei Kandidierenden war es ein aufregender Wahlabend: (v.l.) Dr. Karsten Schneider, Dorothea Goudefroy und Andreas Müller.
  • Für die drei Kandidierenden war es ein aufregender Wahlabend: (v.l.) Dr. Karsten Schneider, Dorothea Goudefroy und Andreas Müller.
  • Foto: Evangelischer Kirchenkreis Unna
  • hochgeladen von Uwe Petzold

Die Synode des Ev. Kirchenkreises Unna hat Dr. Karsten Schneider aus Dortmund zum neuen Superintendenten gewählt. Er erhielt erst am Ende eines dreistündigen Wahlmarathons im siebten Wahlgang die erforderliche Stimmenmehrheit. 

Um gewählt zu werden, werden laut Kirchenordnung die Stimmen der Mehrheit des Bestandes der Synode benötigt. Dies sind 97 Personen, somit waren 49 Stimmen für die Mehrheit nötig. Zur Wahl standen Dorothea Goudefroy aus Menden, Andreas Müller aus Unna und Dr. Karsten Schneider aus Dortmund.
Im ersten Wahlgang entfielen auf Goudefroy 22 Stimmen, auf Müller 36 und auf Schneider 31 Stimmen. Beide letzteren traten damit in den zweiten Wahlgang. In den ersten drei Durchgängen konnte dort keiner die Mehrheit erlangen: mit jeweils zwei bis vier Stimmen lag Schneider zwar vorne, aber er erhielt nicht die erforderliche Zahl von 49 Stimmen.

Entscheidung im 7.  Wahlgang

So ging es zunächst in eine 40-minütige Personaldebatte, an der nur die stimmberechtigten Mitglieder der Synode teilnahmen. Doch auch in den folgenden zwei Durchgängen, den insgesamt mittlerweile fünften und sechsten, kam es lediglich zu einem Ergebnis von 43 zu 45 bzw 41 zu 47 Stimmen für Schneider. Mit genau den erforderlichen 49 Stimmen gewann Dr. Karsten Schneider den siebten Durchgang.
Dr. Karsten Schneider kommt aus der Nachbarstadt Dortmund neu in den Evangelischen Kirchenkreis Unna. „Es ist unglaublich wichtig, wenn sich Kirche jetzt und in Zukunft einsetzt für soziale Gerechtigkeit und auf Missstände aufmerksam macht.“ Dazu bedürfe es, ebenso in den anderen Themen, eines eigenen konsequenten Vorbildes. „Und es ist unbedingt richtig, wenn Kirche die Nachricht von der Liebe Gottes verbreitet, und das fröhlich und bunt.“ In seiner Vision mache Kirche dies alles auch, weil sie sich nicht zu schade sei, zu verändern. „Ich traue unserer Kirche viel zu.“

Amtseinführung am 30. April

Die Amtseinführung des neuen Superintendenten findet am 30. April um 17 Uhr in der Ev. Stadtkirche Unna durch die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, statt. Schneider wird damit das Amt als leitender Geistlicher des Ev. Kirchenkreises Unna mit seinen ca. 71.000 evangelischen Christen in Bergkamen, Kamen, Unna, Holzwickede und Fröndenberg antreten. In diesem Rahmen wird auch der aktuelle Superintendent Hans-Martin Böcker verabschiedet.

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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