Alleecafè wird zu Anlaufstelle für Bedürftige und Senioren in Fröndenberg
Solidarische Notfallbörse weitet Angebote aus

Bereits jetzt werden im Namen der Solidarischen Notfallbörse von ehrenamtlichen Helfer stadtweit Einkäufe, Besorgungen von Medikamenten oder einfach bei Gesprächsbedarf Telefonate geführt, nun kommen weitere Angebote hinzu wie die Stadt Fröndenberg mitteilt. 

„Diese gelebte Solidarität ist beeindruckend, ich hoffe, dass wir diese Kultur des Miteinanders und der gemeinsamen Sorge auch nach der Krise weiterleben!“, sagt Birgit Mescher, Familien- und Seniorenbeauftragte der Stadt Fröndenberg, die die verschiedenen Aktionen der Notfallbörse koordiniert. Ihr Telefon steht nicht mehr still, denn viele Fröndenberger Bürger möchten sich ehrenamtlich einbringen und ihre Mitmenschen unterstützen. (Einkaufshilfe und Telefongespräche unter Tel. 0151/53734397 oder 0178/2748195 oder 0163/9018447)
„In dieser Krisenzeit muss schnell gehandelt werden, damit die Hilfe auch zeitnah ankommt“, weiß auch Sabine Banaczak, die Leiterin des Allee-Cafés, die ihr Ohr nah an den Fröndenbergern hat.

Alleecafé wird zur Anlaufstelle

So wurden von dem Nähcafé und der KFD bereits 20 selbstgenähte Mundschutzmasken hergestellt. Die sollen erst einmal den ehrenamtlichen Einkaufshelfern zur Verfügung gestellt werden. Aber der Bedarf ist groß. Besonders die ambulanten Pflegedienste benötigen mehr Masken. Wer sich an der Nähaktion beteiligen möchte, wird dringend gebeten sich zu melden unter Tel. 02373/976-306. Die Kosten für das Material werden übernommen und eine Nähanleitung zur Verfügung gestellt. Fertig gestellte Masken werden über das Allee-Café verteilt, das zwar geschlossen ist, aber nun zur Anlaufstelle der Notfallbörse umgewandelt wird.
Jeweils montags von 13 bis 15 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr erhalten Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahre dort Toilettenpapier zum Selbstkostenpreis. Es wurde eine große Lieferung bestellt und keiner muss befürchten mit leeren Händen nach Haus zu gehen. Die Ausgabe erfolgt durch ein Fenster, so muss keiner das Allee-Café betreten.

Ausgabe von Lebensmitteltüten

Jeweils mittwochs von 11.30 bis 13.30 Uhr werden für bedürftige Menschen Lebensmitteltüten, die von der AWO-Fröndenberg gespendet werden, ausgegeben. Kurt Potthoff macht sich, solange die Tafelausgabestelle Fröndenberg geschlossen ist, für diese Initiative stark. Unterstützung erhält die Aktion auch vom Foodsharing Bezirk Fröndenberg über Heike Portmann und Holger van de Pol, die Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten. Zusätzlich kann bei Bedarf ein frisch gekochter Eintopf, der von den Seniorenkreisen in der Stadt Fröndenberg gespendet wird, mit nach Hause genommen werden. Zur besseren Organisation muss sich jeder, der dieses Angebot, welches erst einmal bis Ende April läuft, in Anspruch nehmen möchte, am Vortag bis 12 Uhr bei Sabine Banaczak unter Tel. 02373/974331 anmelden. Ebenso muss bei der Abholung der Lebensmittel die Bedürftigkeit dokumentiert werden. Für den Eintopf muss ein eigenes Behältnis mitgebracht werden und pro Lebensmitteltüte und Eintopf wird je ein Obulus von einem Euro eingesammelt.
Auch hierbei erfolgt die Ausgabe durch ein Fenster, so dass keine persönlichen Kontakte nötig sind, dabei sollte unbedingt auf einen Sicherheitsabstand von zwei Metern geachtet werden.
Wer haltbare Lebensmittel spenden möchte, kann sich gerne an das Allee-Café wenden.

Kooperation mit Kleiderkammer

In Kooperation mit der geschlossenen Kleiderkammer bietet das Allee-Café Familien an, Kleidung und Schuhe zu organisieren. Dafür muss lediglich ein Zettel mit Name und Rufnummer sowie der genauen Bezeichnung, was in welcher Größe benötigt wird, in den Briefkasten des Allee-Cafés geworfen werden. Wenn die Kleidung vorhanden ist, wird ein Abholtermin per Telefon vereinbart.
Ähnlich können dringende Bestellungen für den schulischen Bedarf abgedeckt werden: Name, Rufnummer und genaue Bezeichnung des Artikels angeben, Zettel in den Briefkasten des Allee-Cafés werfen und Übergabevereinbarung absprechen. 
Ein Appell der Unterstützer: "Keiner sollte in dieser Zeit davor zurückschrecken, Unterstützung in Anspruch zu nehmen".

Autor:

Karolin Rath-Afting aus Menden (Sauerland)

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