Kettenschmiedemuseum öffnet Sonntag
Von der Schmiede zur Achterbahn

Das Kettenschmiedemuseum im Himmelmannpark öffnet jeden Sonntag. Foto: Stadt Fröndenberg
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  • hochgeladen von Andrea Rosenthal

FRÖNDENBERG. Was haben eine Achterbahn und das Westf. Kettenschmiedemuseum in Fröndenberg/Ruhr gemeinsam? Ketten!

Die Wagen einer Achterbahn werden durch eine umlaufende Förderkette den Lifthügel hinauf gefördert. Diese Art von Ketten nennt man Gelenk-Ketten. Im Kleinformat ist eine simple Fahrradkette - die jeder kennt - eine Gelenk-Kette.

Wer sich für die Geschichte Fröndenbergs interessiert, kommt an Ketten nicht vorbei. Um 1830 entstanden viele Heimkettenschmieden überall im näheren Umfeld. Zahlreiche Bauern stellten in Heimarbeit Ketten her und hatten damit ein lohnendes Einkommen neben ihrer Landwirtschaft. Später entstanden die ersten Kettenfabriken in Fröndenberg und die Erzeugnisse gingen in alle Welt.

In der Blütezeit waren mehr als 4.000 Arbeitsplätze vor Ort in der Kettenindustrie. Fröndenberg erhielt den Ruf als “Stadt der Ketten“. Über 100 Jahre prägten die Kettenschmieden das Bild der Stadt. Der internationale Wettbewerb wuchs und ab den 1980er Jahren waren viele Kettenfabriken nicht mehr konkurrenzfähig und mussten schließen. Wenige Firmen in der Region haben sich durch Innovationen spezialisiert und spielen auf dem Weltmarkt eine Rolle bei der Herstellung von Ketten.
Schon lange werden Ketten nicht mehr mühsam von Hand hergestellt, so wie dies im Westf. Kettenschmiedemuseum zu sehen und hautnah zu erleben ist. Die bisherige Ausstellung von alten Maschinen und verschiedenen Glieder-Ketten wurde erweitert um Gelenk-Ketten, die heute eine größere Rolle in der Kettenindustrie spielen.

Das Westfälische Kettenschmiedemuseum, Ruhrstraße 12, Fröndenberg, ist jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Ehrenamtliche führen durchs Museum und beantworten Fragen oder zeigen die alten Maschinen in Aktion. Kurze Beschreibungen an jeder Maschine erklären deren Funktion und über einen QR-Code kann ein Videoclip auf dem Handy angesehen werden.

Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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