Auf der Pirsch nach Hilfe: Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen vergibt nun einen Heldenpass

Gessica Celona, Zehra Basören und Elma Dzubur (alle 9c), Mert Köktürk und Emre Ayün (bd. 9d) und Melissa Linnder (9b) besuchen das Schalker Gymnasium und starten ab sofort ehrenamtlich durch mit dem Heldenpass. Foto: Landgraf
  • Gessica Celona, Zehra Basören und Elma Dzubur (alle 9c), Mert Köktürk und Emre Ayün (bd. 9d) und Melissa Linnder (9b) besuchen das Schalker Gymnasium und starten ab sofort ehrenamtlich durch mit dem Heldenpass. Foto: Landgraf
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Wer anderen Menschen und sich selbst etwas Gutes tun möchte, ist nun um viele Möglichkeiten reicher. Denn die Ehrenamtsagentur vergibt einen Heldenpass. Der hilft Schülern ab der Klasse 9 bei der Suche nach Ehrenämtern. Wer fleißig ist, bekommt sogar einen positiven Zeugniseintrag.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Freizeit mit Ausruhen und Abhängen verbunden wird. Neben gewöhnlichen Aktivitäten wie Schule, Spiel und Sport können junge Menschen nun auch aktiv Hilfe leisten. Und das tut ihnen gut, wie Johannes Mehlmann, Geschäftsführer der Ehrenamtsagentur, berichtet. Denn bereits beim zweiten Bismarcker Martinsumzug war die Hilfe von Schülern gefragt, die Warnwesten trugen und die Aufgaben von Ordnern übernahmen. Er sei überrascht gewesen, dass eine Schülerin ihm nachher berichtete, welchen Spaß es ihr bereitet hätte.

"Ich mag's gerne, mit Kindern zu arbeiten", sagt Zehra Basören aus der 9c des Schalker Gymnasiums. "Ich fand's toll, beim Laternenumzug mitzulaufen." Eins ist also klar, Helfen kann sehr erfüllend sein.

Damit, wer Hilfe braucht, auch Helfer findet, sind nun 45 Kontaktdaten in einem kleinen Heldenpass-Taschenbuch zusammengefasst. Bedarf besteht etwa beim Servieren von Kaffee und Kuchen (Caritas), bei der Ausflugs-Begleitung (Awo) oder bei der Archivarbeit (Heimatbund). Auch der Zeitaufwand ist im Büchlein notiert.

So können Schüler auf die Pirsch gehen. Melissa Lindner aus der 9b des Schalker Gymnasiums findet, dass das wegen der angegebenen Adressen nun sehr einfach ist. "Das ist schon etwas besonderes mit dem Heldenpass", weiß sie, die sehr weit vorausgeplant hat. "Ich habe mir schon 13 Sachen rausgeschrieben fürs ganze Jahr, manche Sachen gehen nur am Wochenende oder in den Ferien, eine war schon komplett ausgebucht."

Da staunte sogar Beate Rafalski, Geschäftsführerin der Ehrenamtsagentur, dass das Heftchen, obwohl noch gar nicht alle vergeben worden sind, so gut ankommt. 250 Stück seien gedruckt worden - finanziert übrigens von den Cent-Spenden der städtischen Mitarbeiter. "Wir vergeben auch ein Zertifikat bei zehn Stempeln im Pass", erklärt Rafalski darüberhinaus.

Doch damit nicht genug: Die Ehrenamtsagentur kooperiert mit einigen Schulen, so dass jeder Schüler, der das Zertifikat bei seinen Lehrern vorlegt, zudem noch einen positiven Zeugniseintrag erhält. Das könnte bei Bewerbungen helfen. Karina Wrona, Vorsitzende des Vorstands, betont: "Viele Betriebe, die Auszubildende einstellen, suchen auch nach Leuten mit sozialem Engagement, die über den Tellerrand hinausschauen." So klingt alles in allem nach einer Win-Win-Situation.

Interessierte informieren sich bei der Ehrenamtsagentur in der Ahstraße 9, Telefon 1798930. Gessica Celona, Zehra Basören und Elma Dzubur (alle 9c), Mert Köktürk und Emre Ayün (beide 9d) und Melissa Linnder (9b) besuchen das Schalker Gymnasium und starten ab sofort ehrenamtlich durch mit dem Heldenpass. Foto: Landgraf

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