Premiere im Musiktheater im Revier am Samstag, 9. März
Das Musical "Big Fish": Eine Vater-Sohn-Geschichte

Dennis Hupka (links) hat die Show schon in Heilbronn und Benjamin Oeser in Heilbronn und München gespielt, sie sind 27 und 28 Jahre alt, stellen bei "Big Fish" allerdings Vater und Sohn dar. Die Magie des Theaters macht es möglich ... Foto: Gerd Kaemper
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  • Dennis Hupka (links) hat die Show schon in Heilbronn und Benjamin Oeser in Heilbronn und München gespielt, sie sind 27 und 28 Jahre alt, stellen bei "Big Fish" allerdings Vater und Sohn dar. Die Magie des Theaters macht es möglich ... Foto: Gerd Kaemper
  • hochgeladen von Silke Heidenblut

Beim Titel "Big Fish" denken viele an den Film von Tim Burton, die Geschichte des gleichnamigen Musicals, das am Samstag, 9. März, 19.30 Uhr im Musiktheater im Revier Premiere feiert, beruht ebenfalls auf dem Roman von Daniel Wallace. Erzählt wird vor allem eine Vater-Sohn-Geschichte.

Edward Bloom, im Musical gespielt von Benjamin Oeser, ist ein großer Geschichtenerzähler. "Bei ihm ist der Fisch, den er gefangen hat, immer größer als er es in Wirklichkeit war", erklärt Dennis Hupka, der als Sohn Will Bloom auf der Bühne steht. "Will ist ganz anders, hat eher einen Stock im Arsch und steht realistisch im stressigen Stadtleben. Doch als sein Vater im Sterben liegt, beginnt er nachzuforschen, was eigentlich an den Phantastereien des Vaters dran ist", verrät Benjamin Oeser.

Phantasterei oder Wirklichkeit?

Mit vielen Rückblenden erzählt Regisseur Andreas Gergen dann das Leben des Edward Bloom. "Man muss schon aufmerksam sein", glaubt Oeser, dessen Schauspielkunst gefragt ist, da er den Edward als Teenager genauso darstellt wie den 25-, 35- und über 60-Jährigen. "Ja, das ist eine tolle Herausforderung. Genau wie der Wechsel zwischen der kleinen, leisen Vater-Sohn-Geschichte und den großen Tanzszenen bei den verschiedenen Flashbacks." Dennis Hupka ist sicher, dass die Zeitebenen klar zu erkennen sind. "Man ist jedes Mal in einer ganz anderen Welt: Im wilden Westen, bei Hexen, im Zirkus, unter Wasser - und das innerhalb von Sekunden", schwärmt er.

Modernes Pop-Musical

Die Musik von Andrew Lippa, der zum Beispiel auch das Musical "Addam's Family" geschrieben hat, reicht von klassischer amerikanischer Folklore über Pop bis hin zum Blues. "Musikalisch ist wirklich sehr viel drin, es ist ein modernes Pop-Musical", sagt Oeser. "Es hat eingängige Ohrwürmer und Balladen, aber auch die klassische Broadway-Nummer", ergänzt Hupka.
Dass man "Big Fish" im Musiktheater im Revier nicht verpassen sollte, da sind sich die beiden jungen Musicaldarsteller einig. Beide haben die Show schon in Heilbronn gespielt, wo sie ebenfalls von Andreas Gergen inszeniert wurde. "Das Musical ist so gut, weil sich jeder darin wiedererkennt", ist Dennis Hupka sicher. "Jeder lächelt irgendwann in dem Stück, weil es bei ihm Zuhause genau so ist. Das macht es so berührend." Und Benjamin Oeser schließt sich an: "Jeder kann sein eigenes Familienbild einbringen. Und auch das Thema Tod gehört letztlich in jede Familie." "Aber es ist ein total lebensbejahendes Stück", versichert Dennis Hupka und vergisst nicht zu erwähnen, dass auch Will als Kind - gespielt von drei Kinderdarstellern - dazu seinen Teil beiträgt.
Wieviel von den Geschichten des Vaters wahr ist oder ob es nur Phantastereien sind, das erfährt, wer sich das Musical "Big Fish" - was auf Deutsch vielleicht mit "toller Hecht" übersetzt werden kann - ansieht. Nach der Premiere wird das Stück noch am 15. und 16. März, 6., 7., 12., 21. und 25. April sowie am 1. und 29. Juni im großen Haus des Musiktheaters im Revier auf die Bühne gebracht. Karten-Telefon 4097200.

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