Dortmunderin Gudrun Schade: Solo-Abend über Filmstar und Stilikone Marlene Dietrich im Katielli-Theater
Die legendäre Dietrich

Die Dietrich war eine gelungene Kunstfigur,... Foto: Katielli-Theater
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Bevor sie in Rente geht, wollte Gudrun Schade immer ein Solo-Programm spielen. Und jetzt macht sie es: Am Freitag, 7. Februar, 19.30 Uhr heißt es im Dattelner Katielli-Theater, Castroper Straße 349, "Marlene und die Dietrich".

Entstanden ist die Idee im Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen, wo Gudrun Schade in der "Lustigen Witwe" mitwirkte. "Immer wenn ich auf der Seitenbühne saß und auf meine Auftritte gewartet habe, ging Dirk Weiler vorbei, zeigte auf mich und sagte: "Marlene!". Ich hatte tatsächlich in dem Stück so eine 60er-Jahre Frisur", schmunzelt die gebürtige Dortmunderin. "Dann habe ich angefangen, mich mit Marlene Dietrich zu beschäftigen."
Und dann war es um sie geschehen: Die unglaublich schillernde, intelligente, begabte und für ihre Zeit außergewöhnlich selbstbewusste Frau faszinierte sie. "Man denkt ja, man weiß alles über Marlene Dietrich, aber wenn man sich mit ihr beschäftigt, dann merkt man schnell, dass man eigentlich nichts wusste", ist die Künstlerin sicher.

Regisseur Carsten Kirchmeier vom MiR

Und so wurde es fast unmöglich, ein passendes Buch für ihr Solo-Vorhaben zu finden. "Ich habe dann Carsten Kirchmeier, mit dem ich bei "Linie1" im MiR zusammengearbeitet hatte, gefragt, ob er die Regie übernimmt. Mit Probenbeginn stellte sich schnell heraus, das das Buch, das wir ausgewählt hatten, uns in eine Sackgasse führt", erinnert sie sich. Und was macht man dann? "Zum Glück hat Carsten es übernommen, das Buch zu schreiben", lächelt Gudrun Schade
Und so redet Gudrun Schade während des 90-minütigen Programms über Marlene, erzählt von ihren Männern. "Sie hatte ja zig Männer und ein paar Frauen - und oft mehrere gleichzeitig. Immer hat sie allen erzählt: "Du bist der einzige für mich." Und die haben das alle geglaubt." Und es waren große Namen unter den Geliebten: Gary Cooper, James Stewart, John Wayne, Frank Sinatra, Maurice Chevalier, Edith Piaf, Erich Maria Remarque oder Jean Gabin und vielleicht sogar John F. Kennedy. Aber natürlich blicken Kirchmeier und Schade auch auf die Filmkarriere und auf die Stil-Ikone. "Mein Bild über die Dietrich hat sich durch meine Recherchen über diese Frau komplett verändert", gibt Gudrun Schade zu.

18 Songs, Anekdoten und Zitate

Und weil ihr Anekdoten nicht ausreichen, um das Bild der Dietrich zu zeichnen, schlüpft sie mithilfe vieler Zitate in die Rolle der Diva. Und natürlich singt sie. "18 Lieder gehören zu dem Programm", verrät sie. Ein Lieblingslied sei schwer zu bestimmen. "Ich mag "Bitte geh' nicht fort" sehr, aber auch "The Boys in the Backroom" und und und. Auch wenn ich mich bei den Proben manchmal frage: Warum mache ich das?, wird es jetzt doch so, wie wir es uns vorgestellt haben", ist Gudrun Schade sicher. Und daran habe der Regisseur, Carsten Kirchmeier, der fest am MiR arbeitet, großen Anteil. Geprobt wird im MiR, worüber die Sängerin sehr froh ist, denn selbstverständlich sei es nicht, so einfach einen Probensaal zu finden. "Auch im Katielli-Theater dürfen wir schon früh auf die Bühne, um dem Stück den letzten Schliff zu geben", freut sie sich und ist auch Bernd Julius Arends vom Katielli-Theater dankbar. Das Theater kennt Gudrun Schade sehr gut, spielte sie doch dort einst bei "Heiße Zeiten" mit. Überhaupt hat sie in Musicalkreisen einen Namen, hat in fast allen bekannten Stücken von "My fair Lady" bis "Kiss me Kate" mitgewirkt, zuletzt war sie als Mutter Oberin in "Sister Act" und als Wilhelmine im "Vetter von Dingsda" im Ruhrgebiet zu sehen.
90 Jahre in 90 Minuten ist das Motto des Solo-Abends "Marlene und die Dietrich", die Dietrich lebte von Dezember 1901 bis Mai 1992.
Karten (23 Euro) gibt es unter katielli.de.

Autor:

Silke Heidenblut aus Gelsenkirchen

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