Herzl Biberkopf ermittelt...

Wie Fritz Tinto sollte man sich ein gutes Glas Rotwein bereit stellen und dann ist das neueste Werk von Stolzenfelz, das ergänzt wird durch Karikaturen von Stephanie Albers, schnell gelesen. Viel Spaß dabei! Foto: Buchcover
  • Wie Fritz Tinto sollte man sich ein gutes Glas Rotwein bereit stellen und dann ist das neueste Werk von Stolzenfelz, das ergänzt wird durch Karikaturen von Stephanie Albers, schnell gelesen. Viel Spaß dabei! Foto: Buchcover
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... und die Gelsenkirchener „Schickeria“ ist mit von der Partie...Der Gelsenkirchener Norbert Labatzki ist bekannt als „Hans Dampf in allen Gassen“, der immer wieder für eine Überraschung gut ist.

Seit Jahrzehnten im Zeichen der Kultur unterwegs

So sorgte er in jungen Jahren als Hobby-Gynäkologe Dr. Stolzenfelz für so manches Kopfschütteln. Inzwischen bereichert er als Alleinunterhalter Mister Mamboo so manch eine Party, setzt sich für die Obdachlosen dieser Stadt ein, spielt die Klezmer-Klarinette wie nur wenige in Deutschland in seiner Band Badeken di Kallah und im Musical „Anatevka“ im MiR. Seit neuestem ist Labatzki nun auch unter die Autoren gegangen.

Eine Heimatkrimi-Farce

Zugegeben, ganz ernst zu nehmen ist seine Heimatkrimi-Farce „Herzl Biberkopf ermittelt“ nicht, aber für so manchen Schmunzler und auch Lacher sorgt sie allemal.
Denn auch wenn es auf der ersten Seite heißt: „Alle Charaktere sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt“, wird der Leser schnell eines besseren belehrt. Es bedarf einfach nur einer Prise Phantasie und Humor und schon erkennt man hinter den Figuren des „Ralf Donnerhahn“, „Fritz Tinto“, „Franz Bukowski“, „Figaro Sulz“ oder auch „Ralf Schademann“ die wahrlich lebenden Gelsenkirchener.

74 kurzweilige Seiten

Überhaupt sollte das 74 Seiten starke Werk immer mit dem nötigen Spaß an der Sache gelesen werden. Denn selbst für Sci-Fi-Fans ist die Geschichte schon echt schräg, was aber nicht wundert, wenn man berücksichtigt, wer der Autor ist. Dabei ist immer wieder die Liebe zu Gelsenkirchen aus den Zeilen und Beschreibungen der Örtlichkeiten zu spüren.
So nimmt Labatzki den Leser mit zu vielen wohl bekannten Lokalitäten der Stadt und lässt seine Figuren ein phantastisches Abenteuer erleben. Im zweiten Teil des Büchleins geht es dann sogar an den Wolfgangsee in Österreich, oder wie es im Buch heißt im „Schluchtenland“.
Dabei werden so manchem Leser ähnliche Kindheitserinnerungen kommen, wie auch „Roswitha“, der Angetrauten des Ermittlers Herzl Biberkopf. Aber auch hier wartet nicht die schöne Landschaft des Alpenlandes auf die Leser, sondern ein Abenteuer, das die Spielorte Gelsenkirchen und Wolfgangsee verbindet: Das Portal von Molochos...

Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Am Dienstag, 8. November, um 19.30 Uhr liest Stolzenfelz in der Buchhandlung Junius, Sparkassenstraße 4, aus dem Buch. Und vielleicht trifft der geneigte Zuhörer dabei auf die ein oder andere bekannte (Krimi-)Gestalt. Der Autor verspricht allemal eine „schräge Lesung mit Gästen“.
Unter dem Stichwort „Tatorte“ finden danach in loser Folge in allen Gaststätten, Restaurants und Kneipen, die in dem Buch genannt werden, Leseabende statt.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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