Kulturempfang 2020 in Gelsenkirchen ganz im Zeichen des verbindenden Elementes der Kultur
Kulturelle Impulse zum Wohle der Stadtgesellschaft

Für den musikalischen Teil sorgten Felix Fritsche am Saxophon und Johannes Nebel am Kontrabass und später mit Hintergrundmusik am Flügel Alireza Taraj. Kulturdezernentin Annette Berg setzt auf die Kraft der Kultur.
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  • Für den musikalischen Teil sorgten Felix Fritsche am Saxophon und Johannes Nebel am Kontrabass und später mit Hintergrundmusik am Flügel Alireza Taraj. Kulturdezernentin Annette Berg setzt auf die Kraft der Kultur.
  • Foto: Gerd Kaemper
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Der Gelsenkirchener Kulturempfang 2020 stand ganz im Zeichen des verbindenden Elementes der Kultur Der Kulturempfang, zu dem Stadträtin Annette Berg Kulturschaffende, Kreative und Künstler quer durch die Genres einmal im Jahr einlädt, ist immer wieder eine schöne Gelegenheit, gemeinsam zurückzublicken, aber auch in die Zukunft zu schauen. Vor allem aber bietet der Empfang die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und vielleicht gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

 Wie immer traf man sich am ersten Freitag im Februar im Kulturraum „die flora“ und, wie Stadträtin Annette Berg in ihrer Rede bemerkte, es waren noch mehr Gäste anwesend als in den Jahren zuvor. Und so gab es reichlich Gelegenheit zu Gesprächen, dem Austausch und der Planung von kulturellen Aktionen, Veranstaltungen und mehr, die die Stadt Gelsenkirchen lebens- und liebenswert machen.
Zum Programm des Kulturempfangs gehört es auch, dass heimische Künstler ein kleines, in der Regel aber auch feines, Bühnenprogramm beisteuern. In diesem Jahr gab es dabei etwas auf die Ohren, und zwar amerikanische Jazz-Standards der 30er bis 60er Jahre. Am Saxophon war dabei Felix Fritsche, der seit April 2019 an der städtischen Musikschule in Gelsenkirchen für die Saxophon- und Big-Band-Leitung zuständig ist, zu hören. Fritsche ist ebenso wie Johannes Nebel, der am Kontrabass auf der „flora“-Bühne stand, engagiert in der „Bombast-Jazz“-Big-Band „The Dorf“ von Bandleader Jan Klare.
In ihrer Rede erinnerte Stadträtin Annette Berg an das 24-Stunden-Festival „Szeniale“, das beim letzten Kulturempfang Thema war und inzwischen im Sommer 2019 in Ückendorf im wahrsten Sinne sensationell über die Bühne ging. Voller Stolz erinnerte sich Annette Berg, dass ihr bei dem Festival Besucher entgegenkamen, die begeistert fragten: „Wozu brauchen wir Berlin, wenn wir hier so etwas haben?“
Berg erklärte: „Das 24-Stunden-Festival hat nicht nur mich und viele Gelsenkirchener begeistert, sondern auch viele auswärtige Gäste in den Bann gezogen. Vor allem hat es aber eines ermöglicht: Es hat die Freie Szene vor Ort gestärkt, neue Synergien geschaffen und ein vielschichtiges Potenzial gezeigt, das hier in Gelsenkirchen vorhanden ist.“
Umso begeisterter zeigte sich die Kulturdezernentin, dass der Rat der Stadt die finanziellen Mittel für die nächste Szeniale, die 2021 stattfinden soll, verdoppelt hat.
Während im Süden die Szeniale gefeiert wurde, sorgten in Buer die Goldstücke-Lichtspiele für Begeisterung. Dieses Lichtkunstfestival soll nun jährlich mit Künstlern und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum realisiert werden.
In ihrer Rede ging es auch um kulturelle Teilhabe, die in Gelsenkirchen sehr gut angenommen wird, die kulturelle Bildung, bei der auch generationen- und herkunftsübergreifende Angebote die Menschen miteinander verbinden sollen. Und natürlich stellt auch der „Klimawandel eine Herausforderung für die Kultur dar, denn er stellt die ganze Gesellschaft vor neue Herausforderungen und damit auch Kunst und Kultur“, wie Annette Berg betonte. Dabei stellte sie auch die „KlimARTisten“ vor, die sich Ende 2019 in Gelsenkirchen zusammengeschlossen haben.
Mit Andrea Lamest stellte sich die neue Frau an der Spitze des Referates Kultur der Stadt vor. Die 1969 in Trier geborene Andrea Lamest erläuterte ihren Werdegang, der sie nach Abschluss ihres Studiums Freie Kunst/Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen und einem Aufbaustudium in Kulturwissenschaft und Kulturmanagement in Ludwigsburg drei Jahre lang als Kulturmanagerin der Robert Bosch Stiftung nach Odessa in die Ukraine führte. Anschließend leitete sie von 2007 bis 2012 das europäische Künstlerhaus des Bezirks Oberbayern und war seit 2013 Direktorin der Oberpfälzer Künstlerhäuser in Schwandorf.
„Ich freue mich über die herzliche Aufnahme hier in Gelsenkirchen und bin sehr glücklich über meine Entscheidung für Gelsenkirchen“, erklärte die Referatsleiterin, die seit Oktober 2019 im Amt ist.
Derzeit ist sie noch dabei, sich einen Überblick zu machen über das, was Gelsenkirchen ausmacht. Wichtig ist aber auch, Planungen umzusetzen und eigene Projekte in Gang zu bringen. Zu ihren bisherigen Erfahrungen in Gelsenkirchen erklärte Andrea Lamest: „Ich danke Oberbürgermeister Frank Baranowski für seine langjährige Unterstützung der Kultur und ich bin mir sicher, dass Gelsenkirchen mit dem Engagement der Freien Szene punkten kann, und zwar weit über die Stadtgrenze hinaus.“

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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