Barockgarten trifft Landwirtschaft am und im Projektbüro Halfmannshof
„Kunst ist Lebensmittel“

„Kunst ist Lebensmittel - Barockgarten trifft Landwirtschaft“ von Britta Frechen ist die aktuelle Ausstellung im neuen Ausstellungsraum in der Künstlersiedlung Halfmannshof. Foto: Britta Frechen
  • „Kunst ist Lebensmittel - Barockgarten trifft Landwirtschaft“ von Britta Frechen ist die aktuelle Ausstellung im neuen Ausstellungsraum in der Künstlersiedlung Halfmannshof. Foto: Britta Frechen
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Die Künstlersiedlung Halfmannshof hat seit Mai wieder einen Ausstellungsraum. Rechtzeitig zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen wurde das projektbüro am Halfmannsweg 48 eröffnet, ein Raum, mit dem sich bildende Künstler verschiedener Disziplinen auseinandersetzen können, gern auch unter Einbeziehung der davor gelegenen Rasenfläche. Den Anfang machte im Mai der Künstler René Sikkes mit seinen ‚Paperworks‘, am Samstag, 25. Juli, eröffnet die nächste Ausstellung.

Dann setzt sich die ortsbezogene Außeninstallation der Bildhauerin Britta Frechen aus Köln mit den Bedingungen der Kunstproduktion auseinander. Sie hinterfragt diesen Vorgang und die Rolle der Kunstschaffenden, die in ihren Elfenbeintürmen Ideen entwickeln, diese umsetzen und schließlich vor der Frage einer potenziellen Vermarktung stehen.
Bezugnehmend auf den Halfmannshof als Künstlersiedlung schlägt sie von der Rasenfläche eine Brücke in den Ausstellungsraum hinein: Industriell gefertigte Materialien aus der Landwirtschaft werden zu einer Broderie, dem traditionellen Bestandteil des Barockgartens, Gemüse zu einem künstlerischen Produkt, dessen ‚Vermarktung‘ in den Räumen des Projektbüros erfolgt.
Als Broderie (aus dem Französischen für Stickerei) bezeichnet man eine Ornamentik im klassischen Barockgarten, die vornehmlich aus Hecken und Kies gebildet wurde und so von der Beletage des Schlosses gut zu erkennen war. In Britta Frechens Installation werden Folientunnel zu Ornamenten und das in ihnen wachsende Gemüse zu Kunst, deren Vermarktung nicht nur ein Lebensmittel für die Künstlerin darstellt, sondern im besten Fall auch für die Menschen, die diese Kunst erwerben. Aus der erhöhten Position des projektbüros lässt sich wie aus der Beletage die Installation betrachten und – wie das Gemüse auf dem Markt – die Kunst erwerben.
Am Samstag, 15. August, findet um 15 Uhr eine Midissage mit der Künstlerin statt. Die Ausstellung im Projektbüro ist samstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und bis zum 29. August zu besichtigen.

Die Künstlerin Britta Frechen

Britta Frechen ist eine Bildhauerin aus Köln, deren Arbeiten häufig ihren Ausgangspunkt in Natur und Landschaft finden.
Sie erschafft multidiziplinäre Installationen, die im Entstehungsprozess aktuelle Bezüge erhalten und so trotz ihrer spielerischen Herangehensweise zu kritischen Kommentaren unseres Zeitgeschehens werden.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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