Beste Sendung 2019
„So muss Lokalradio gemacht werden“ – Radio Emscher Lippe gewinnt den Deutschen Radiopreis

Lennart Hemme, Ralf Laskowski und Schauspieler Florian Lukas (Laudator) (v.l.n.r.)
  • Lennart Hemme, Ralf Laskowski und Schauspieler Florian Lukas (Laudator) (v.l.n.r.)
  • Foto: Deutscher Radiopreis
  • hochgeladen von Ralf Laskowski

Radio Emscher Lippe ist mit dem Deutschen Radiopreis 2019 in der Kategorie „Beste Sendung“ ausgezeichnet worden. Morgenmoderator Lennart Hemme und Chefredakteur Ralf Laskowski nahmen den Preis am Mittwochabend bei einer großen Gala in Hamburg entgegen.

Eingereicht hatte das Team „Deutschlands tiefste Morgensendung“. Am 6. Dezember vergangenen Jahres waren Morgenmann Lennart Hemme und sein Team aus 1.200 Metern Tiefe im Bergwerk Prosper Haniel Schacht 10 auf Sendung gegangen, kurz bevor das letzte Steinkohlenbergwerk Deutschlands geschlossen wurde.

In der Begründung der renommierten Grimme-Jury heißt es: „So muss Lokalradio gemacht werden. Zum Ende der Steinkohle-Ära im Ruhrgebiet hat Radio Emscher Lippe sein Studio einfach vor Ort – in die Grube Prosper Haniel, 1.200 Meter unter Tage – verlegt. An diesem ungewöhnlichen Ort entstand eine beeindruckende Sendung. Kompetente Gäste, ein ernsthafter aber nie dramatisierender Moderator, ein informatives Quiz zum Bergbau und emotionale Live-Acts.“

Auch am Tag nach der feierlichen Preisverleihung in der Hamburger Elbphilharmonie ist Lennart Hemme noch tief beeindruckt: „Dass das, was wir am 6. Dezember auf fast 1.200 Metern Tiefe gemacht haben, nicht alltäglich ist, das war uns durchaus bewusst. Dass es - im wahrsten Sinne des Wortes - ausgezeichnet ist, ist eine unglaubliche Ehre für uns alle bei Radio Emscher Lippe. Ich bin überglücklich. Vielen Dank an die Grimme-Jury und an unsere Hörer. Der Deutsche Radiopreis motiviert uns, genau so weiterzumachen.“

Ideengeber für die Sendung war Radio Emscher Lippe-Chefredakteur Ralf Laskowski: „Die Auszeichnung mit Deutschlands wichtigstem Radiopreis wiegt umso schwerer, weil wir bewiesen haben, zu welchen Leistungen wir im nordrhein-westfälischen Lokalfunk mit kleinen Mannschaften und kleinen Budgets in der Lage sind. Man muss kein großer Sender sein, um hochwertige, emotionale und hörernahe Arbeit abliefern zu können“. Das hat übrigens in diesem Jahr gleich zwei Mal geklappt - erstmals in der zehnjährigen Geschichte des Deutschen Radiopreises gingen Auszeichnungen an nordrhein-westfälische Lokalradios: Neben Radio Emscher Lippe (Beste Sendung) wurde auch Radio Leverkusen (Beste Moderatorin) geehrt.

Ausschnitte aus der Gala, Fotos und weitere Informationen zum Deutschen Radiopreis und der Tiefsten Morgensendung Deutschlands finden Sie auf www.deutscher-radiopreis.de und auf www.radioemscherlippe.de.

Autor:

Ralf Laskowski aus Gelsenkirchen

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