Neuer zentraler Weihnachtsmarkt in der City
Stimmung gelungen? Der Weihnachtsmarkt-Check für Gelsenkirchen

Zur Eröffnung war es voll, unter der Woche lässt die Besucher-Frequenz noch zu wünschen übrig. Fotos: Gerd Kaemper
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Der neue Weihnachtsmarkt hat sich deutlich verbessert Weihnachtsmärkte werden im Allgemeinen dann gut angenommen, wenn die Atmosphäre stimmt. Heimelig muss es sein. In diesem Punkt hat sich der neue zentrale Weihnachtsmarkt in der City um Längen verbessert.

"Darf ich aufs Karussell, Mama?", fragt ein Sechsjähriger. Zwischen all den Erwachsenen, die Glühwein und Bratwurst im Sinn haben, weiß der Knirps genau, was er will. Sein Glück: die Mutter willigt ein. Und Minuten später sitzt er im Karussell im neuen zentralen Weihnachtsdorf der City.

Klar, dass das hiesige Hüttendorf beim Vergleich mit Essen, Duisburg und Lüdenscheid-Nord durchfällt. Diese Weihnachtsmärkte sind riesig und bewerben Menschen aus viel größeren Einzugsgebieten, locken mit dem größten Weihnachtsbaum, oder wie in Duisburg mit Riesenrad und Glühwein-Pyramide. Essen besticht durch Internationalität, Größe und "Lichterglanz".
Attraktionen braucht Gelsenkirchen nicht: Denn nicht Touristen sollen ihren Spaß haben, sondern die Gelsenkirchener selbst sollen wieder Lust bekommen, in ihre City zu gehen. Ein kleines Kettenkarussell und ein Fahrgeschäft für die Kinder, Bratwurst, geräucherter Fisch, gebrannte Mandeln - das sind die Must-haves, die auch Gelsenkirchen immer hatte. Lob gab und gibt es für den blau-weißen Tannenbaum. Was fehlte, war die weihnachtliche Atmosphäre - die hat gewaltig zugenommen dank der zentralen Zusammenführung aller Hütten zu einem Dorf. Auch der Übergang zwischen den Plätzen am Neumarkt und Heinrich-König ist gelungen - das ganze wirkt wie eine Einheit. Sogar die offenen Kirchen fügen sich ins Gesamtbild. Der Hammer ist die Vielzahl an Nadelbäumen zwischen den Hütten, denn dadurch und durch die Illumination ab der Dämmerung entsteht die richtige adventliche Atmosphäre. Illumination - die fanden laut Umfragen in Duisburg die Besucher des dortigen Weihnachtsmarktes mit am wichtigsten - machen viel aus.


Wirkt nun wie eine Einheit

Rund 40 Aussteller bieten vor Weihnachten in den Hütten ihre Produkte an, laut Markus Schwardtmann, Geschäftsführer der Stadtmarketing Gesellschaft. "Uns ist bewusst, dass unsere Händler, die teilweise seit Jahrzehnten auf ihren bekannten Stammplätzen gestanden haben, in diesem Jahr mit uns einen mutigen Schritt gehen", räumt er ein. "Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, um unseren Weihnachtsmarkt attraktiver zu machen."
Die Händler vor Ort hoffen nun auf die Frequenz, die man "100 Meter weiter" habe und darauf, dass die Leute sich "an den neuen Platz gewöhnen." Unter der Woche lasse der Umsatz zu wünschen übrig.

Vielleicht lockt neben den wechselnden Kunsthandwerkerhütten und der Glühwein-Almhütte das umfangreiche Programm auf der ELE-Bühne.

Programmtipps:

Am Samstag, 30. November, von 19 bis 21.30 Uhr laden „Ruprechts Knechte“ zum Live-Band Rudelsingen.
Am Sonntag, 1. Dezember, von 12 bis 19 Uhr wird Kinderanimation mit Fridolina Strubbelich: Kinderschminken, Kinderbasteln, Ballonkunst für Kinder und Zauberkunst angeboten.
Und am Freitag, 6. Dezember, kommt um 16 Uhr der Nikolaus, bevor von 17 bis 21.30 Uhr Patrick Halfmann mit den kleinen Besuchern singt. Wie gehabt findet der blauweiße Tannenbaum im Netz großen Zuspruch. In einer Hütte werden Strick- und Häkelwaren, in anderen Schmuck, Kunst, Deko oder Bilder angeboten - oder hausgemachter Eierlikör.

Autor:

Harald Landgraf aus Gelsenkirchen

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