Über 2.600 Ordnungswidrigkeitsverfahren in Gelsenkirchen
Corona-Bilanz: Kommunaler Ordnungsdienst und Gewerbeaufsicht extrem gefordert

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Gelsenkirchen. Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Hygienevorschriften und mehr – Corona fordert seit März des letzten Jahres den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) und die städtische Gewerbekontrolle.

Fast 75 Prozent der Einsatzstunden des KOD gehen auf die Kontrolle und Durchsetzung der Coronaschutzverordnung zurück. „Von den rund 49.000 Einsatzstunden in den zurückliegenden Monaten stehen mindestens rund 36.000 Stunden im Zusammenhang mit Corona“, stellt KOD-Leiter Frank Hutmacher fest.

Im Frühjahr des letzten Jahres waren täglich 16 Teams mit je zwei Kräften in der Zeit von 7:00 bis 22:00 Uhr im Einsatz. Lediglich die Sommermonate des letzten Jahres brachten ein wenig Entspannung. Ab etwa Mitte Juni konnten die mit der Durchsetzung des Coronaschutzes beschäftigten Einsatzkräfte reduziert werden. Dennoch waren fünf Teams mit je zwei Kräften auf Streife, zwei Teams im Tagdienst und drei im Spätdienst.

Für die Gewerbeaufsicht hingegen waren die Sommermonate herausfordernder. Mit den Lockerungen der Coronaschutzbestimmungen gingen umfassende und in Teilen sehr komplexe Hygieneregeln, zum Beispiel für den Betrieb von Friseurläden oder Kosmetikstudios einher, welche durch die Gewerbeaufsicht kontrolliert werden mussten.

Doch bereits ab Mitte Oktober war auch der KOD wieder deutlich stärker durch Corona gefordert, um die Einhaltung der Maskenpflicht in den ausgewiesenen Straßen zu kontrollieren. Anfang November wurden Doppelstreifen mit Einsatzkräften des KOD und der Polizei eingeführt. Bei gemeinsamen Schwerpunktkontrollen, bei denen auch Beschäftigte der Verkehrsbetriebe beteiligt waren, rückte unter anderem die Maskenpflicht an Haltestellen sowie in Bussen und Bahnen in den Fokus.

Die Bilanz zum Stichtag 11. Januar sieht im Rückblick so aus: 2.671 erhobene Verwarnungsgelder bzw. eingeleitete Bußgeldverfahren; 1.500 Verstöße stellte der KOD fest, 815 die Polizei. Die übrigen Verstöße wurden durch weitere Ordnungspartner, wie die Bundespolizei, angezeigt.

Insgesamt wurden durch den KOD und die Gewerbeaufsicht bislang fast 1.900 verschiedene Gewerbe kontrolliert. Ein Kontrollplan stellt auch weiterhin Kontrollen in allen Gewerbebetrieben im gesamten Stadtgebiet sicher.

Viele Einsätze der unterschiedlichen Kräfte gehen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung zurück. An manchen Tagen sind bis zu 200 Anrufe bei der städtischen Rufnummer für Sicherheit und Ordnung, der 169 3000, eingegangen. Gefordert war die Leitstelle besonders, wenn neue Regelungen in Kraft getreten sind.

Derzeit kontrolliert der KOD verstärkt in Parkanlagen oder auch an Bolz- und Spielplätzen, um größere Menschenansammlungen schnell zu unterbinden. Nach wie vor ist auch die Gewerbeaufsicht im Einsatz. Eines der jüngsten Beispiele ist die Schließung eines Imbisswagens auf der Polsumer Straße. Vermüllung sowie Verstöße gegen das Bau- und das Lebensmittelrecht sind hier geahndet worden.

„Hinter all den Zahlen verbirgt sich die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den letzten Monaten extrem gefordert waren und auch weiterhin gefordert sind. Daher möchte ich mich ausdrücklich für die geleistete Arbeit bedanken. Ich möchte aber auch nochmals an die Bürgerinnen und Bürger appellieren, sich an die jeweils geltenden Coronaschutzverordnungen zu halten“, so Hans-Joachim Olbering, Leiter des Referates Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt.

Autor:

Heinz Kolb (SPD aus Gelsenkirchen

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