Wo im Jahr 2021 gebaut wird
Stadt investiert im kommenden Jahr über 14 Millionen Euro in Straßenbauarbeiten

Michael Stappert, Christoph Heidenreich und Christian Neumann präsentieren das Bauprogramm 2021.
  • Michael Stappert, Christoph Heidenreich und Christian Neumann präsentieren das Bauprogramm 2021.
  • Foto: Stadt Gelsenkirchen
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 Die Stadt will Alternativen zum Auto attraktiver machen, ohne den Autoverkehr zu vernachlässigen. Dies hat Gelsenkirchens Stadtbaurat Christoph Heidenreich am Donnerstag, 6. August, 2020 angekündigt und verschiedene Baumaßnahmen für das Jahr 2021 vorgestellt. Dazu zählen der Bau neuer Radwege ebenso wie Verbesserungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Auch an die Fußgängerinnen und Fußgänger, die Vernetzung der verschiedenen Mobilitätsformen und eine verbesserte Koordinierung unterschiedlicher Maßnahmen ist gedacht.

„Wir setzen damit konsequent fort, was in Gelsenkirchen bereits in den vergangenen Jahren zur Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts angegangen wurde“, so Stadtbaurat Heidenreich. Nicht immer seien es die großen Maßnahmen, die mehr Menschen auf das Fahrrad locken sollen wie etwa die Ausschilderung der Nord-Süd-Radrouten. „Auch werden Straßenbaumaßnahmen aus der Radwegeplanung gestartet“, macht Christoph Heidenreich deutlich. Mit rund 1,25 Millionen Euro Baukosten zählt der Bau eines Radweges auf der Hiberniastraße von der Ringstraße bis zur Rotthauser Straße zu den größeren Vorhaben in den nächsten Jahren. Damit werde es auf beiden Seiten der Hiberniastraße ein Angebot für Radfahrende geben, denn auf der Wildenbruchstraße gibt es bereits einen Radweg. „Im Rahmen der Programmplanung Radverkehr werden wir die Infrastruktur und das Streckenangebot kontinuierlich verbessern“, so der Stadtbaurat.

Doch nicht nur an Radfahrende werde gedacht, berichtete Christoph Neumann, Leiter des städtischen Referates Verkehr: „Auch für ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzer arbeiten wir im Jahr 2021 an weiteren Verbesserungen wie zum Beispiel bei der Straßenbahnlinie 301 auf der Cranger Straße.“ Arbeiten der Bochum Gelsenkirchener Straßenbahn AG (BOGESTRA) zur Gleiserneuerung werden dazu genutzt, um die Haltestellen niederflurgerecht und damit barrierefrei auszubauen. „Teil der Maßnahme ist zudem die Erneuerung von Geh- und Radwegen sowie der Fahrbahn von der Einmündung Erlestraße bis zur Einmündung Immermannstraße“, erläutert Neumann, der weitere Arbeiten für das Jahr 2022 ankündigt: „Im Zusammenhang mit weiteren Gleiserneuerungsarbeiten auf der Cranger Straße werden dann die Straßenbahnhaltestellen an der Haunerfeldstraße niederflurgerecht ausgebaut.“ Der städtische Kostenanteil beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Die Bauzeit wird je Abschnitt bei etwa einem Jahr liegen. Bereits im nächsten Jahr soll zudem an der Stadtbahnstation Bergwerk Consolidation mit den Arbeiten zum Bau eines Aufzugs begonnen werden. Die Kosten betragen hier rund eine Million Euro.

Verbesserungen für ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzer sowie Reisende wird es auch am Hauptbahnhof geben. Vor allem im Winter sorgen wackelnde Gehwegplatten und Absperrbarken im nördlichen Eingangsbereich des Hauptbahnhofs für Stolperfallen oder einen Hindernislauf. „Daran, dass dies künftig nicht mehr so ist, wird im kommenden Jahr mit der Planung begonnen. Die Umsetzung ist dann ab 2022 vorgesehen, sagt Michael Stappert, Abteilungsleiter Straßenbau, Ingenieurbau und Stadtbahn. Eine Baumaßnahme, die nicht nur Reisende gerne sehen werden, sondern auch Gelsendienste, die den Bahnhofsvorplatz reinigen. „Das wird durch die Unebenheiten derzeit noch deutlich erschwert. Nach der Baumaßnahme wird die Reinigung einfacher möglich sein“, verspricht der Abteilungsleiter. Zudem trage ein gepflegter Bahnhofsvorplatz auch zum subjektiven Sicherheitsgefühl im Bahnhofsumfeld bei, so Stappert.

Erneuerungen stehen aber nicht nur am Bahnhofsvorplatz an, auch die Hüller Straße von Florastraße bis Schlagenheide, die Ortbeckstraße, die Surkampstraße von Schweidnitzer Straße bis Am Fettingkotten,die Plauerner Straße werden erneuert. Hinzu kommen diverse Instandsetzungsmaßnahmen in den Bezirken.

„Noch in diesem Jahr werden wir auf der Kurt-Schumacher-Straße mit Straßenbauarbeiten beginnen. Die Asphaltarbeiten werden dann im Frühjahr 2021 durchgeführt. Gebaut wird in Fahrtrichtung Norden von der Freiligrathstraße bis zur Uferstraße einschließlich der Kreuzung und in Fahrtrichtung Süden von der Uferstraße bis zur Unterführung A 42. Auch die in dem Bauabschnitt befindlichen Radwege werden instand gesetzt“, erläutert Stappert. Eine Großbaustelle werde im nächsten Jahr die Erneuerung der Kanalbrücke Uechtingstraße und der damit einhergehende Umbau der Uechtingstraße von der Brücke bis zur Alfred-Zingler-Straße. Die Kosten sind mit 6,65 Millionen Euro veranschlagt.

„Wo immer möglich und erforderlich koordinieren wir die Baumaßnahmen mit den Versorgungsträgern. Vor der Durchführung von Straßenbauarbeiten erfolgt eine Abstimmung mit den Leitungsbetreibern. Ziel dieser Abstimmung ist es, erforderliche Leitungsreparaturen im Vorfeld oder im Zusammenhang mit den Straßenbauarbeiten durchzuführen, um frühzeitige Schäden an der Straßendecke zu vermeiden.“, sagt Stadtbaurat Heidenreich. Dies entlaste zudem die Anwohnerinnen und Anwohner bei den Beiträgen gemäß des Kommunalabgabengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (KAG), da Teilbereiche der Straße auf Kosten der Leitungsbetreiber wiederhergestellt werden.

Quelle: Stadt Gelsenkirchen

Autor:

Heinz Kolb aus Gelsenkirchen

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