Für Gesundheit, Selbstständigkeit, Motorik und soziale Kompetenzen
Gemüsegarten in der Schule

Die feierliche Eröffnung des Schul-Gemüsegartens mit (v.l. Jutta Wollstaedt (Stadt Gelsenkirchen, Kommunale Prävention), Anna Hoffacker (stellvertretende Schulleiterin Grundschule Kurt-Schumacher-Straße), Mitarbeiterin der GemüseAckerdemie, Gaby Gärtner (Lehrerin), Johanna Schippers (Stadt Gelsenkirchen, Kommunales Bildungsbüro), Marita Meissner (Stadt Gelsenkirchen, Kommunale Prävention)sowie drei Mitarbeiterinnen der "GemüseAckerdemie" und Kinder der Garten-AG. Foto: Gerd Kaemper
  • Die feierliche Eröffnung des Schul-Gemüsegartens mit (v.l. Jutta Wollstaedt (Stadt Gelsenkirchen, Kommunale Prävention), Anna Hoffacker (stellvertretende Schulleiterin Grundschule Kurt-Schumacher-Straße), Mitarbeiterin der GemüseAckerdemie, Gaby Gärtner (Lehrerin), Johanna Schippers (Stadt Gelsenkirchen, Kommunales Bildungsbüro), Marita Meissner (Stadt Gelsenkirchen, Kommunale Prävention)sowie drei Mitarbeiterinnen der "GemüseAckerdemie" und Kinder der Garten-AG. Foto: Gerd Kaemper
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Die Schüler der Grundschule an der Kurt-Schumacher-Straße können jetzt in einem eigenen Schulgarten Gemüse heranziehen und ernten. Der neue Schulgarten im Atrium wurde natürlich feierlich eröffnet.

Mit der Bestellung des Gemüsegartens sollen die Kinder für eine gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit begeistert werden, indem sie mehr über Lebensmittel und ihre Verwendung erfahren. Zwölf Kinder aus dem dritten Jahrgang werden den Garten pflegen. Die stellvertretende Schulleiterin Anna Hoffacker unterstützt die regulären und IFÖ-Schüler im Rahmen einer wöchentlichen Garten-AG.
Anna Hoffacker hatte schon vor langer Zeit die Idee für den Schulgarten und die AG. Damit aus dieser Idee Wirklichkeit wird, hat sie die rat- und tatkräftige Unterstützung der „GemüseAckerdemie“ an ihre Schule geholt. Die „GemüseAckerdemie“ ist ein deutschlandweit tätiger Verein, der schon über 400 Schulen und Kitas bei der Einrichtung und Pflege von Gemüsegärten fachlich berät und die Umsetzung vor Ort begleitet.
Bereits zu Frühjahrsbeginn haben die Kinder Kartoffeln, Fenchel, Rucola, Radieschen, Rote Beete und Mangold in den neu aufbereiteten Boden gebracht. Die bunte Mischung der Gemüsesorten war zur Eröffnungsfeier sichtbar gewachsen. In den letzten Wochen haben die Kinder fleißig Unkraut gejätet und Schnecken umgesetzt, damit das Gemüse nicht angeknabbert wird.
Am Donnerstag erfolgte nun eine weitere Pflanzung. Dieses Mal wurden Kürbis, Zucchini, Tomaten, Mais, Bohnen und Gurken in die Erde gepflanzt und gesät. Dabei erhielten die Kinder tatkräftige Unterstützung von fachkundigen Mitarbeiterinnen der „GemüseAckerdemie“, die dreimal jährlich vor Ort die Pflanzungen und die Einsaat von neuem Gemüse begleiten. Zunächst durften die Mädchen und Jungen bei einer Blindverkostung verschiedene Gemüsesorten wie Kohlrabi und Rote Beete erraten. Dann wurde es beim Einsäen der Bohnensamen sogleich mathematisch: Die Kinder erfuhren, in welchem Abstand die Samen gepflanzt werden dürfen, und berechneten daraufhin eigenständig, wie viele Samen auf die Fläche passen, damit sie auch gedeihen.
Während der Pflanzaktion strahlte nicht nur die Sonne, es strahlten auch zahlreiche Kinderaugen! „Die Kinder haben vom ersten Moment an große Neugier gezeigt und Spaß gehabt. Sie sind fleißig und verantwortungsvoll“, berichtet Anna Hoffacker. Toll sei, dass sie schnell sehen, was sie geschaffen haben.
Außerdem bringen sie sich auch untereinander etwas bei: So haben einige Kinder gute Vorkenntnisse über Gemüsesorten und Gartengeräte aus den Gärten ihrer Omas in Rumänien mitgebracht. Die Kinder helfen sich gegenseitig und teilen Aufgaben wie Erde buddeln, einpflanzen und wässern fair untereinander auf. Hand in Hand wird hier in Schalke-Nord Leben geschaffen. Die Grundschule Kurt-Schumacher-Straße ist der wichtigste Ankerpunkt für die Familien im Stadtteil.
Die Einrichtung und Pflege des Gemüsegartens stärkt die sozialen und motorischen Kompetenzen der Kinder und ihre Organisationsfähigkeit. Die Garten-AG ist ein praktischer und wirkungsvoller Ansatz, um die Partizipation der Kinder in ihrem Alltag zu fördern und ihnen Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen, indem sie selbst mit ihren eigenen kleinen Händen etwas schaffen, pflegen und die Entwicklung von Leben beobachten und begleiten.
Zudem trägt dieses Vorhaben zur Gesundheitsförderung bei, da Kenntnisse über Gemüse vermittelt und direkt genutzt werden: Die Ernteerträge sollen künftig in der Schulküche verarbeitet werden, auch bei gemeinsamen Eltern-Kind-Aktionen.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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