Amokalarm: Bewaffneter (47) in der Arbeitsagentur

Quelle ZEIT ONLINEQuellePNPQuelle PNPEin 47 Jähriger Mann betrat am Montagnachmittag wohl völlig verzweifelt mit einem Messer die Arbeitsagentur Pfarrkirchen, und stach dieses mit den Worten " Ich weiß schon wo ich hin muss" in die Theke der Rezeption.
Dies sorgte bei den Mitarbeitern verständlicher Weise für Angst und Schrecken.
Die durch den ausgelösten Alarm herbeigerufene Polizei fand den Mann in der Praxis des Amtsarztes vor der diesen beruhigen konnte. Wo er sich auch widerstandslos festnehmen ließ.
Das lässt darauf schließen das der völlig verzweifelte Mann sowohl die Arbeitsagentur zielgerichtet aufsuchte, um auf die Mißstände aufmerksam zu machen welche durch einen Streit um die Erstattung von Leistungen zwischen der Agentur und dem Hilfesuchenden hervorgerufen wurden. Als auch das er dem dort praktizierenden Arzt vertraut, sonst hätte er ihn wohl nicht zielgerichtet aufgesucht und sich von ihm beruhigen lassen.
Laut dem Polizeichef lag hier weder die Absicht einer Geiselnahme vor, noch eine Gefährdung der Mitarbeiter.
Dies bestätigte auch die Geschäftsleitung der Arbeitsagentur Pfarrkirchen.
Laut Aussagen der Geschäftsleitung : "bestand nie eine Gefahr für die eigenen Mitarbeiter, das Gegenteil sei der Fall der Mann sei so verzweifelt gewesen, das er das Messer eher gegen sich selbst gerichtet hätte".

Anbei der Link: http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/1320355_Bewaffneter-in-der-Arbeitsagentur-Grosseinsatz-fuer-Polizei.html

Viel wichtiger ist jedoch die Frage: Was ist die Ursache die Menschen so verzweifeln lässt und führt zu derlei Entgleisungen ?

Schon 2011 wurden erste Pläne für eine Struckturreform von der BA erarbeitet; deren Ziel es war die Zusammenarbeit mit den Landesregierungen zu intensivieren. Was nichts anderes heißt das man nicht dort investiert wo Bedarf ist sondern statt dessen Internen Stellenabbau forciert mit dem Ziel einer noch engeren Zusammenlegung der kommunalen Grenzen.
Mit dem Verlust der Eigenständigkeit der Agentur Pfarrkirchen ging natürlich auch ein Stellenabbau einher.

Anbei der Link: http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/226275_Arbeitsagentur-Pfarrkirchen-wird-endgueltig-zerschlagen.html

Der Stellenabbau um bis zu 17.000 Mitarbeiter bundesweit nur bei der BA bis Ende 2015 hat natürlich Negative Auswirkungen für die Hilfesuchenden, besonders was den Bereich Betreuung sowie für die Berechnungen und Auszahlungen der Kosten für Lebenshaltungskosten sowie die der Unterkunft , Arbeitsloser Familien.
Denn der großteil der Mitarbeiter ist im Bereich Arbeitsvermittlung tätig , so das es bei fortschreitendem Stellenabbau in eben genannten Bereichen unausweichlich zu Zahlungsverzögerungen und damit auch zu Mietrückständen kommen wird.

Anbei der Link: http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/agentur-fuer-arbeit-stellenabbau

Die Verzweiflung des Mannes und auch vieler Beispiele vor ihm, lässt erkennen
das es nicht nur Frust und Verzweiflung ist was die Hilfesuchenden dazu führt, so zu Entgleisen.
Es ist viel Eher der Sparzwang, der Druck von oben und das verbunden mit dem Wissen der Angst der Mitarbeiter um die Eigene Existenz die dazu führt.
Bei Effizenterer Arbeitsweise, also mehr mit dem Menschen reden nicht Kunden < könnte gut dazu beitragen das das der Hilfesuchende sich besser verstanden fühlt, und das geht ganz ohne Angst und Schrecken .

Autor:

Timo Saul aus Gelsenkirchen

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