Begeisternde Veranstaltung: Die Fackel der Bochumer Opelaner brennt weiter - ein Jahr nach der Werkschließung!

Rund 500 Besucher kamen am Samstag, 16. Januar 2016, in den Kultursaal Horster Mitte in Gelsenkirchen zur gemeinsamen Veranstaltung von OFFENSIV, Bundesweiter Montagsdemonstration und dem Opelaner-Frauenkomitee BASTA! Viele aktive und ehemalige Opel-Kollegen und ihre Familien aus Bochum, Rüsselsheim, Eisenach, aus dem ehemaligen Werk in Antwerpen (Belgien), Montagsdemonstranten, Gewerkschafter, Mitstreiter und Freunde kamen und freuten sich riesig über das Wiedersehen. Viele hatten sich zuletzt vor einem Jahr bei der regionalen Montagsdemonstration „Wir haben die Schließung nie akzeptiert und tragen die Fackel weiter!“ in Bochum gesehen.

Kollegen aus vielen anderen Belegschaften wie ThyssenKrupp Duisburg, Ford Köln, Daimler Sindelfingen, VW Hannover oder Zeche Auguste Victoria kamen, überbrachten ihre Grüße und berichteten, wie die Erfahrungen, Lehren und Impulse aus dem jahrelangen konsequenten Kampf der Bochumer Opelaner in ihre Kämpfe eingegangen sind. Zahlreiche persönlich überbrachte oder schriftliche Grußworte kamen u.a. vom Ensemble des Mondpalasts, dem persönlichen Referenten des ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske, vom GdL-Vorsitzenden Claus Weselsky, dem Vorsitzenden der MLPD Stefan Engel, von Marita und Norbert Blüm und dem Kabarettisten Wilfried Schmickler. Internationale Grüße von GM-Belegschaften und Gewerkschaften aus Kolumbien, USA, Indien, Südafrika oder dem Iran sowie persönlich vom stellvertretenden Hauptkoordinator der ICOR (International Coordination of Revolutionary Parties and Organisations) wurden vorgetragen.

Ein ehemaliger Opelaner aus Bochum war überwältigt: „Ich hatte den ganzen Abend Gänsehaut und Tränen in den Augen! Es ist unglaublich, was sich seit unserem Streik 2004 alles entwickelt hat, wie groß die internationale Zusammenarbeit inzwischen geworden ist! Das ist einmalig!“
Viele Künstler und Musiker wie die Bochumer Band Compania Bataclan, Kejsi und Infrarot aus Gelsenkirchen oder der Cellist Ludger Schmidt sorgten für einen wunderbaren kulturellen Rahmen, und dass an diesem Abend auch richtig gefeiert wurde.

Gemeinsamen zogen Kollegen von OFFENSIV aus allen Standorten Bilanz: „Die Flamme, die wir auf der Kundgebung vor einem Jahr nach Rüsselsheim, Eisenach, ins Werk 3, in die Transfergesellschaft und überall hin weitergegeben haben, brennt noch immer und ist kräftiger geworden. Lasst uns jetzt alles daran setzen, dass aus diesen Fackeln auch das Feuer wird, dass wir in unserem Kampf benötigen!“

Autor:

Ulja Serway (AUF) aus Gelsenkirchen

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