Hartz IV ist Armut per Gesetz!

Die Äußerungen von Laschet und dem designierten neuen Gesundheitsminister Spahn sind unerträglich!
Hier die Meinung unserer Stadtverordneten Bettina Peipe, außerdem Mitglied im Ausschuss für Soziales und Arbeit zur Diskussion:

Die zunehmende Zahl der Tafeln, die Lebensmittel an Bedürftige ausgeben, ist für Laschet kein Signal für steigende Armut im Land. Es gehe bei Tafeln nicht um die „Ernährungssicherheit, damit niemand hungern müsse. Diese müsse der Staat sicherstellen. Vielmehr ermögliche die Tafel vielen Menschen einen „Spielraum über das Existenzminimum hinaus“.

Vielleicht erklärt jemand Herrn Laschet, dass unser Sozialstaat - nach dem Gesetz - für von Notsituationen Betroffene ein sozio-kulturelles Existenzminimum zu garantieren hat. Das bedeutet, es müsste eigentlich nicht nur vor Hunger bewahren, sondern es müsste noch für den Kaffee mit Freunden im Café und den Kinobesuch reichen. Heute kommen Menschen mit ihrem Hartz IV Satz nicht mal mehr bis zum Monatsende, schon gar nicht, wenn unvorhergesehene Ausgaben drohen.

Nach der Einführung von Hartz IV im Jahre 2005 gab es 480 Tafeln, heute sind es 934 mit über 2100 Ausgabestellen, Tendenz steigend! Das Risiko arm zu sein, wenn man seinen Job verliert, ist nirgendwo in Europa größer als in Deutschland, und das im reichsten Land Europas!

Autor:

Brunhilde Michaelis aus Gelsenkirchen

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