Internationaler Frauentag: Geflüchtete Frauen besser schützen

Zum Anlass des diesjährigen Internationalen Frauentags am morgigen Dienstag verabschiedet das Europäische Parlament am Mittwoch einen Bericht zur Situation von Frauen auf der Flucht. Laut UNHCR sind die Mehrzahl der ankommenden Asylsuchenden in Griechenland seit Januar 2016 Frauen und Kinder. Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen/EFA Fraktion, Terry Reintke, fordert einen besseren Schutz für die Flüchtenden:

"Das Fehlen von sicheren und legalen Zugangswegen in die Europäische Union treibt immer mehr Frauen und Kinder auf die lebensgefährlichen Routen nach Europa. Frauen sind auf der Flucht besonders bedroht. Sexualisierte Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel begleiten sie auf ihrem Weg nach Europa. Die Symbolpolitik der Bundesregierung, mit dem Asylpaket II den Familiennachzug einzuschränken, verschärft die Situation weiter. Mit der Aussetzung des Familiennachzugs wird einer der wenigen sicheren und legalen Wege nach Europa versperrt. Das Credo der CSU, Flüchtlingszahlen „spürbar zu verringern“ wirkt zynisch und unmenschlich.

Hier ist auch die EU gefragt: Eine gemeinsame Europäische Asylpolitik muss alle Formen von Gewalt gegen Frauen wie auch staatliche Diskriminierung von Frauen als Asylgrund anerkennen. Zudem ist es zentral, dass die besondere Situation von Frauen und Mädchen auf der Flucht, aber auch bei der Unterbringung, Traumabewältigung wie auch Integration zu berücksichtigen. Das Handlungskonzept der Stadt Gelsenkirchen zeigt mit speziellen Frauenwohnungen und -zimmern, aber auch mit der Betreuung und Unterstützung durch die Frauenberatungsstelle auf, wie es gehen müsste.
Genau solche Beispiele brauchen wir, denn Frauen können einen entscheidenden Beitrag zur Integration leisten gerade im Familienzusammenhang. Die Bundesregierung muss Frauen unterstützen, hier Fuß zu fassen, die Sprache zu lernen und ihre Qualifikationen fördern."

Autor:

Patrick Jedamzik aus Gelsenkirchen

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