FDP: Digital-Lotse soll Händler in den Innenstädten unterstützen, neue Angebote zu entwickeln
OB-Kandidatin Susanne Cichos macht Vorschläge, wie der City-Besuch zum Erlebnis wird und neue Besucher anlockt

„Ideen gibt es viele“ Susanne Cichos FDP - Oberbürgermeister Kandidatin
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  • Foto: Susanne Cichoc
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„Der Einzelhandel in den Gelsenkirchener Zentren steht unter Druck. Leerstände und weniger Menschen, die die Innenstädte besuchen, sind eine Gefahr für ihre Attraktivität“, sagt Susanne Cichos, Oberbürgermeisterkandidatin der FDP. Die Corona-Krise habe den Abwärtstrend weiter beschleunigt. Der Einzelhandel und attraktive Innenstädte bräuchten gerade im digitalen Zeitalter neue Ideen, um zukunftsfähig zu bleiben. Daher möchte die FDP einen Digital-Lotsen einsetzen, der Einzelhändler, Gastronomen und Anbieter von Tourismus-Dienstleistungen dabei unterstützt, zeitgemäße digitale Strategien zu entwickeln und zu realisieren.

„Zur Zeit gibt es auf Landes- und Bundesebene einige Förderprogramme, die ein solches Projekt unterstützen“, weiß Susanne Cichos. „In dem Projekt sollen Strategien entwickelt werden, die unter Berücksichtigung des Kundenwunsches Kooperationen zwischen den inhabergeführten Einzelhändlern, Gastronomen und Immobilienbesitzern initiieren“, so Cichos.

Das „Erlebnis Innenstadtbesuch“ müsse für den Kunden in den Mittelpunkt gerückt werden. „Heute kommt es auf Angebote mit Freizeitwert an“, ist Susanne Cichos überzeugt. Gemeinschaftliche Service-Angebote und die Schaffung einer lokalen Identität seien wichtig.

Das Angebot sollte vom Digital-Lotsen auf einer gemeinsamen Internetseite vorgestellt werden. Dabei seien Synergieeffekte durchaus erwünscht. Die Ginverkostung eines lokalen Anbieters in der Buchhandlung vor Ort, die Lesung in der Kneipe nebenan, die Geschenkbox mit dem Seidenschal und einem Buch, einer CD oder der Flasche Champagner. „Inhabergeführte Händler unterstützen sich gegenseitig, planen gemeinsame Events“, wünscht sich Susanne Cichos. Über das zentrale Online-Infoportal könnten nicht nur Öffnungszeiten publiziert werden, sondern die Händler und Gastronomen könnten sich und ihr gemeinsames Angebot auch vorstellen.

Wichtig sei zudem die Sicherung eines attraktiven Branchen- und Geschäftsmixes. Leerstände sollten durch kreative Zwischennutzungen durch Pop-up-Stores oder Ausstellungen vermieden werden. Aufgrund der hohen Nachfrage von Elternseite, sollte über eine Kinderbetreuung in der Innenstadt nachgedacht werden.

Über einen Ideenwettbewerb könnten neue Event-Formate etabliert werden. „Einzigartige Aktionenen locken neue Besucher“, ist Susanne Cichos überzeugt. „Da kann man sicher auch den einen oder anderen großen Unternehmer in der Stadt als möglichen Sponsor gewinnen.“ Die Kommunikation könnten Citymanager oder Digitallotsen übernehmen. Diese sollten das Angebot zu einer unverwechselbaren Marke stilisieren, die historisch verankert auf den speziellen Charakter der Innenstadt hinweist, und so für Buer und Gelsenkirchen zwangsläufig ein Alleinstellungsmerkmal herausarbeitet. „Das schafft lokale Identität“, ist Susanne Cichos überzeugt.

Man könnte über eine „Clubkarte für die City“ nachdenken, ein Treue-Rabatt-System wie in Karlsruhe, oder Neubürger/innen einmal im Jahr von Seiten der Stadt zu einem Innenstadtrundgang einladen.

„Ideen gibt es viele“, sagt Susanne Cichos und erinnert an die FDP-Forderung eines großen Outdoor-Wohnzimmers nach dem Vorbild St. Gallen: Die sogenannte Stadtlounge - natürlich mit freien WLan - verwandelt dort eine Einkaufsstraße in eine rund um die Uhr zugängliche Spiel-, Relax- und Business-Oase. Oder den Vorschlag der Liberalen in der Saturn-Immobilie einen Themenschwerpunkt zu etablieren. Nach dem Shop-in-Shop-Prinzip könnten zum Beispiel mehrere Sportartikel-Hersteller ihr Sortiment vorstellen und verkaufen. Parallel sollte ein Investor eine Art Indoor-Sportanlage bauen - eine Kletterwand, eine Skater-Bahn, oder/ und einen Tauchpool. Ein solches Projekt wäre eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und für Gelsenkirchen ein Alleinstellungsmerkmal. Besucher könnten vor dem Kauf das Equipment testen oder kommen „just for fun“, um ihr Hobby auszuleben.

„Wir wollen ein neues Wir-Gefühl kreieren, eine neue Marke schaffen und die Bürger und Bürgerinnen für die Wichtigkeit des lokalen Handels sensibilisieren“, so Susanne Cichos.

Autor:

Heinz Kolb (SPD aus Gelsenkirchen

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