Der Parlamentarische Staatssekretär wechselt in die Wirtschaft
Oliver Wittke auf neuen Wegen

 Im März besuchte Oliver Wittke im Rahmen des diesjährigen EU-Projekttages die Gesamtschule Horst, eine von 56 Europaschulen in NRW, und diskutierte mit Schülern über die Bedeutung der EU in Zeiten von Brexit und nationalistischen und populistischen Tendenzen. Archiv-Foto: Gerd Kaemper
  • Im März besuchte Oliver Wittke im Rahmen des diesjährigen EU-Projekttages die Gesamtschule Horst, eine von 56 Europaschulen in NRW, und diskutierte mit Schülern über die Bedeutung der EU in Zeiten von Brexit und nationalistischen und populistischen Tendenzen. Archiv-Foto: Gerd Kaemper
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Seit 30 Jahren ist Oliver Wittke in der Gelsenkirchener Polit-Szene bekannt, 25 Jahre davon widmete er sich der Berufspolitik in Positionen als Landtags- und Bundestagsabgeordneter,
Oberbürgermeister, Landesbau- und Verkehrsminister sowie Generalsekretär der NRW-CDU. Mit Mitte 50 bricht Wittke nun auf nach neuen Ufern.

Auch neben seinen politischen Ämtern war Wittke immer in der Wirtschaft tätig als Projektassistent einer Entwicklungsgesellschaft, Abteilungsleiter eines Immobilienkonzerns und Mitglied der Geschäftsführung eines Bauunternehmens. Somit konnte er immer Erfahrungen sammeln auch im Bereich der Wirtschaft.
Nun hat er eine Entscheidung gefällt: „Ich habe mich mit Mitte 50 entschieden, noch einmal eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Deshalb werde ich dem Ruf des Vorstandes des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA) folgen und im Herbst kommenden Jahres Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der deutschen Immobilienwirtschaft werden.“
Allen, die Oliver Wittke kennen, ist vermutlich klar, dass hinter dieser Entscheidung ein Abwägen und Überlegen stand. Er selbst erklärt: „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, zumal mir die Zusammenarbeit mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier große Freude bereitet hat und ich mit der federführenden Erarbeitung eines neuen gesamtdeutschen Fördersystems sowie des Strukturstärkungsgesetzes zum Ausstieg aus der Braun- und Steinkohleverstromung aktuell wichtige Akzente setzen konnte. Auch die Aufgabe als Türkeibeauftragter des Wirtschaftsministeriums war mir wie auf den Leib geschneidert.“
Wittke hat Anfang der Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel gebeten, ihn aus dem Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie zu entlassen. Bis zur Aufnahme seines neuen Amtes will er aber weiter mit voller Kraft und vollem Engagement sein Abgeordnetenmandat und den Vorsitz der CDU Ruhr wahrnehmen. Das genaue Datum des Wechsels hängt von einer Entscheidung der Bundesregierung aufgrund der Empfehlung eines dreiköpfigen Gremiums mit Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel, Ex-MdB Christa Sager von den Grünen und Ex-Bundesverfassungsrichter Michael Gerhardt ab.
„Zunächst werde ich weiterhin intensiv mein Abgeordnetenmandat für Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet wahrnehmen und freue mich dann auf die neue Aufgabe beim ZIA. Für mich rundet sich damit eine berufliche Laufbahn ab, die vom Studium über die Politik bis zu privatwirtschaftlichen Stationen stets mit der Immobilienbranche in Verbindung stand. Eine Branche, die mit einer Bruttowertschöpfung von 500 Milliarden Euro jährlich sowie 2,7 Millionen Beschäftigten in 800.000 Unternehmen eine der tragenden Säulen der deutschen Volkswirtschaft ist“, erklärt Oliver Wittke.
Und er verspricht: „Ich habe viele engagierte Menschen, die sich für unser Gemeinwesen eingesetzt haben, kennengelernt. Unsere Stadt und unser Land sind diesen Einsatz wert. Darum werde ich weiter ein politischer Mensch bleiben und – wenn auch an anderer Stelle – versuchen mitzuhelfen, dass sich Demokratie und Gesellschaft weiterentwickeln.“

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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